Prognose für Auftragseingang 2017 erhöht

ALD/CVD-Transaktion durch CFIUS genehmigt / Nettogewinn in Q3/2017 / Ausgeglichenes EBIT in 2017

Herzogenrath, (PresseBox) - AIXTRON SE (FWB: AIXA), ein weltweit führender Hersteller von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie, hat heute seine Ergebnisse für die ersten neun Monate und das dritte Quartal 2017 veröffentlicht.

Angetrieben durch die fortgesetzte Nachfrage nach MOCVD-Anlagen für die Produktion von oberflächenemittierenden (VCSEL, Vertical-Cavity Surface-Emitting Laser) und anderen Lasern, rot-orange-gelben (ROY) und Spezial-LEDs sowie Leistungselektronik, belief sich der Auftragseingang inklusive Ersatzteile und Service in den ersten neun Monaten 2017 auf
EUR 197,9 Mio. und war damit 17% höher als im Vorjahr (9M/2016: EUR 164,6 Mio.). Der Auftragseingang in Q3/2017 stieg auf EUR 69,4 Mio. (Q2/2017: EUR 66,6 Mio.). Der Auftragseingang in Q3/2017 und 9M/2017 beinhaltete positive Einmaleffekte in Höhe von
EUR 4,9 Mio. aus Lieferungen in den Vorjahren, deren Zahlungseingang zuvor als unwahrscheinlich erachtet wurde (Q3/2017 bereinigt: EUR 64,5 Mio.; 9M/2017 bereinigt:
EUR 193,0 Mio.).

Das bereinigte Nettoergebnis in Q3/2017 belief sich auf EUR 1,1 Mio. (Q2/2017:
EUR -3,7 Mio.; Q3/2017 berichtet: EUR 4,3 Mio.). Im Jahresvergleich verbesserte sich das Nettoergebnis unter Ausschluss der Einmaleffekte in Höhe von EUR 11,3 Mio. von EUR -30,4 Mio. in 9M/2016 auf EUR -9,3 Mio. in den ersten neun Monaten 2017 (9M/2017 berichtet:
EUR -20,6 Mio.).

Die Umsatzerlöse der ersten neun Monate 2017 stiegen im Jahresvergleich auf
EUR 176,3 Mio. (9M/2016: EUR 106,6 Mio.) und verbesserten sich auch im sequenziellen Quartalsvergleich (Q3/2017: EUR 62,2 Mio.; Q2/2017: EUR 60,6 Mio.). Die Umsatzerlöse in Q3/2017 und 9M/2017 beinhalten positive Einmaleffekte in Höhe von EUR 4,6 Mio. aus Lieferungen in den Vorjahren, deren Zahlungseingang zuvor als unwahrscheinlich erachtet wurde (Q3/2017 bereinigt: EUR 57,6 Mio.; 9M/2017 bereinigt: EUR 171,7 Mio.).

Der Anlagen-Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2017 auf EUR 99,2 Mio., ein Anstieg von 6% gegenüber dem Wert von EUR 93,4 Mio. zum 30. Juni 2017 (30. September 2016: EUR 104,0 Mio.).

Bereinigt um Einmaleffekte in Höhe von EUR 2,2 Mio., verbesserten sich Bruttogewinn und Bruttomarge in den ersten neun Monaten 2017 auf EUR 50,8 Mio. bzw. 30% gegenüber dem Vorjahr (9M/2016: EUR 26,9 Mio.; 25% Bruttomarge). Unter Ausschluss von Einmaleffekten in Höhe von EUR 4,6 Mio. verbesserten sich Bruttogewinn und Bruttomarge auch im Quartalsvergleich (Q3/2017 bereinigt: EUR 20,1 Mio., 35% Bruttomarge; Q2/2017 bereinigt: EUR 16,0 Mio., 26% Bruttomarge), wobei die Bruttomarge vor allem aufgrund eines besseren Produkt-Mix und trotz eines schwächeren US-Dollar/Euro-Wechselkurses stieg.

Der Free Cash Flow für die ersten neun Monate 2017 erhöhte sich im Jahresvergleich um EUR 86,5 Mio. auf positive EUR 48,5 Mio. (9M/2016: EUR -38,0 Mio.).

Der Bestand an liquiden Mitteln inklusive kurzfristiger Finanzanlagen (Bankeinlagen mit einer Laufzeit von mindestens drei Monaten) erhöhte sich zum 30. September 2017 auf
EUR 203,9 Mio. gegenüber EUR 197,1 Mio. zum 30. Juni 2017. Die Differenz von EUR 43,8 Mio. im Vergleich zu den EUR 160,1 Mio. zum 31. Dezember 2016 ist hauptsächlich auf die positive Geschäftsentwicklung zurückzuführen, die mit einem verringerten und effizienteren Einsatz des Umlaufvermögens einherging.

Die Herstellungskosten beliefen sich in den ersten neun Monaten 2017 auf EUR 123,3 Mio. oder 70% vom Umsatz (9M/2016: EUR 79,7 Mio. oder 75% vom Umsatz). Die Verbesserung der Herstellungskosten in Prozent vom Umsatz hat seine Ursache vor allem in höheren Umsatzerlösen und somit einem geringeren Einfluss der Fixkosten. In Q3/2017 verbesserten sich die Herstellungskosten auf EUR 37,5 Mio. oder 60% vom Umsatz (Q2/2017:
EUR 45,9 Mio. oder 76% vom Umsatz), was trotz eines schwächeren US-Dollar/Euro-Wechselkurses in erster Linie auf einen besseren Produkt-Mix und den zuvor beschriebenen Einmaleffekt zurückzuführen war.

Die Betriebsaufwendungen in den ersten neun Monaten 2017 beliefen sich unter Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 13,6 Mio. auf
EUR 72,5 Mio. (9M/2016: EUR 56,2 Mio.). Im Quartalsvergleich sanken die um Einmaleffekte von EUR 1,4 Mio. bereinigten Betriebsaufwendungen auf EUR 18,7 Mio. (Q2/2017 bereinigt:
EUR 19,6 Mio.).

Das um Restrukturierungskosten und sonstige Effekte in Höhe von EUR 11,3 Mio. bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) für die ersten neun Monate 2017 erreichte EUR -8,2 Mio. Im Jahresvergleich verbesserte sich das Betriebsergebnis hautsächlich aufgrund höherer Volumina und besserer Margen (9M/2016: EUR -29,3 Mio.). In Q3/2017 verbesserte sich das um
EUR 3,2 Mio. bereinigte Betriebsergebnis auf positive EUR 1,4 Mio. (Q3/2017 berichtet: EUR 4,6 Mio.; Q2/2017: EUR -3,6 Mio., bereinigt um EUR 7,7 Mio.).

Geschäftsentwicklung

Die fortgesetzte Marktnachfrage für VCSEL und andere Laser-Anwendungen, ROY- und Spezial-LEDs sowie für Leistungselektronik führte in Q3/2017 zu einem stabilen Auftragseingang für MOCVD-Anlagen.

AIXTRON setzte die Neuausrichtung des Unternehmens und seines Produkt-Portfolios fort, um 2018 in die Gewinnzone zurückzukehren. Der Verkauf des ALD/CVD-Geschäfts an Eugene Technology (Südkorea), wurde am 23. Oktober 2017 durch das Committee of Foreign Investments in the United States (CFIUS) genehmigt. Der Vorstand geht davon aus, dass die Transaktion in 2017 abgeschlossen wird.

APEVA SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der AIXTRON SE für ihre OLED-Depositionstechnologie, hat am 1. Oktober 2017 offiziell ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. AIXTRON führt Verhandlungen mit möglichen Industrie- und Finanzpartnern um ein Joint Venture mit APEVA zu bilden.


Bericht des Vorstands

Dr. Bernd Schulte, Vorstand der AIXTRON SE, sagt: "Die Auftragslage hat sich dank unseres breiten Produktportfolios und der gestiegenen Nachfrage nach MOCVD Anlagen für Laseranwendungen erfreulich entwickelt. Aufbauend darauf haben wir entschieden, die Prognose für den Auftragseingang zu erhöhen und unsere Umsatzerwartungen für das Geschäftsjahr 2017 zu bestätigen. Gestützt auf unseren starken Auftragsbestand gehen wir davon aus, 2018 wieder profitabel zu sein."

"Neben den positiven Ergebnissen im operativen Geschäft der ersten neun Monate 2017 haben wir auch bei der strategischen Neuausrichtung von AIXTRON wichtige Fortschritte gemacht. Nach der offiziellen Geschäftsaufnahme der APEVA SE am 1. Oktober, haben wir auch die Zustimmung der US-Behörden zum Verkauf unseres ALD/CVD-Geschäfts an Eugene Technology erhalten. Damit erwarten wir für 2017 ein ausgeglichenes Betriebsergebnis", ergänzt Dr. Felix Grawert, Vorstand der AIXTRON SE.

Prognose

Ausgehend von den Ergebnissen der ersten neun Monate 2017, internen Beurteilungen und ohne Berücksichtigung des Speichergeschäfts ab dem erwarteten Abschluss der Transaktion, erhöht AIXTRON die Prognose für den Auftragseingang im Geschäftsjahr 2017 auf EUR 240-250 Mio. (zum Jahres-Budgetkurs von 1,10 USD/EUR) und konkretisiert die Umsatzprognose auf EUR 220-230 Mio. (jeweils von zuvor EUR 210-230 Mio.).

Nach dem erwarteten Verkauf der ALD/CVD Speicher Produktlinie an Eugene Technology, der in 2017 abgeschlossen werden soll, geht der Vorstand davon aus, im Geschäftsjahr 2017 ein ausgeglichenes EBIT zu erzielen.

AIXTRON setzt die Restrukturierungsmaßnahmen fort und sucht aktiv nach Partnerschaften für das OLED Geschäft, um im Geschäftsjahr 2018 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren.

Finanzinformationen

Die Präsentation zu den Ergebnissen der ersten neun Monate 2017 ist unter http://www.aixtron.com/de/investoren/ir-praesentationen verfügbar. Die vollständigen Finanztabellen des Konzerns (Gewinn- und Verlustrechnung, Sonstiges Ergebnis der Periode, Bilanz, Kapitalflussrechnung sowie Entwicklung des Eigenkapitals) zu dieser Pressemitteilung sind als Teil der Konzern-Quartalsmitteilung Q3/2017 unter http://www.aixtron.com/de/investoren/finanzberichte abrufbar.

Telefonkonferenz für Investoren

Im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse der ersten neun Monate 2017 wird AIXTRON am Donnerstag, den 26. Oktober 2017, um 15:00 Uhr MESZ (06:00 a.m. PDT, 09:00 EDT a.m.) eine Telefonkonferenz (in englischer Sprache) für Analysten und Investoren abhalten. Sie können sich ab 14:45 Uhr MESZ (05:45 PDT, 08:45 EDT) unter folgender Telefonnummer in die Konferenz einwählen: +49 (69) 247 501-899 oder +1 (212) 444-0297. Einen Audiomitschnitt oder eine Abschrift finden Sie nach der Konferenz unter http://www.aixtron.com/de/investoren/events/telefonkonferenz.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Dieses Dokument kann zukunftsgerichtete Aussagen über das Geschäft, die Finanz- und Ertragslage und Gewinnprognosen von AIXTRON enthalten. Begriffe wie "können", "werden", "erwarten", "rechnen mit", "erwägen", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "fortdauern" und "schätzen", Abwandlungen solcher Begriffe oder ähnliche Ausdrücke kennzeichnen diese zukunftsgerichteten Aussagen. Solche zukunftsgerichtete Aussagen geben die gegenwärtigen Beurteilungen, Erwartungen und Annahmen des AIXTRON Managements, von denen zahlreiche außerhalb des AIXTRON Einflussbereiches liegen, wieder und gelten vorbehaltlich bestehender Risiken und Unsicherheiten. Sie sollten kein unangemessenes Vertrauen in die zukunftsgerichteten Aussagen setzen. Sollten sich Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollten zugrunde liegende Erwartungen zukünftig nicht eintreten beziehungsweise es sich herausstellen, dass Annahmen nicht korrekt waren, so können die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von AIXTRON wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt worden sind.. Dies kann durch Faktoren verursacht werden, wie zum Beispiel die tatsächlich von AIXTRON erhaltenen Kundenaufträge, den Umfang der Marktnachfrage nach Depositionstechnologie, den Zeitpunkt der endgültigen Abnahme von Erzeugnissen durch die Kunden, das Finanzmarktklima und die Finanzierungsmöglichkeiten von AIXTRON, die allgemeinen Marktbedingungen für Depositionsanlagen, und das makroökonomische Umfeld, Stornierungen, Änderungen oder Verzögerungen bei Produktlieferungen, Beschränkungen der Produktionskapazität, lange Verkaufs- und Qualifizierungszyklen, Schwierigkeiten im Produktionsprozess, die allgemeine Entwicklung der Halbleiterindustrie, eine Verschärfung des Wettbewerbs, Wechselkursschwankungen, die Verfügbarkeit öffentlicher Mittel, Zinsschwankungen bzw. Änderung verfügbarer Zinskonditionen, Verzögerungen bei der Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte, eine Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage sowie durch alle anderen Faktoren, die AIXTRON in öffentlichen Berichten und Meldungen, insbesondere im Abschnitt Risiken des Jahresberichts, beschrieben hat. In dieser Mitteilung enthaltene zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands basierend auf den zum Zeitpunkt dieser Mitteilung verfügbaren Informationen. AIXTRON übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung oder Überprüfung zukunftsgerichteter Aussagen wegen neuer Informationen, künftiger Ereignisse oder aus sonstigen Gründen, soweit keine ausdrückliche rechtliche Verpflichtung besteht.

Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor, bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor.

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