Neuer Innovationsfonds fördert grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Unternehmen

Die Zukunft liegt in der Euregio

(PresseBox) ( Aachen, )
"Für technologieorientierte kleine und mittlere Unternehmen ist es mit Sicherheit das interessanteste Angebot, das die Euregio in dieser Programmphase bietet und ein lukratives zugleich", ist sich AGITGeschäftsführer Ulrich Schirowski sicher. Der neue Innovationsfonds, den die AGIT gemeinsam mit der Industriebank LIOF und weiteren Wirtschaftsförderungsagenturen im Drei-Länder-Eck initiiert und mit Unterstützung der EU, der Niederlande, Belgiens und des Landes Nordrhein-Westfalen in Kürze auflegen wird, trägt den Namen GCS. Das Kürzel steht für "GrenzüberschreitenderClusterStimulus". GCS dient der Finanzierung grenzüberschreitender Innovationsprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und ist mit einem Gesamtvolumen von 4,7 Millionen Euro ausgestattet.

"Die möglichen Fördersummen je Projekt liegen immerhin zwischen 100.000 und 250.000 Euro. Die Mittel werden auf der Grundlage eines Wettbewerbs in Form von nicht-rückzahlbaren Zuschüssen bereitgestellt, und zwar den Unternehmen, die die besten Projektideen vorlegen", erläutert Ralf P. Meyer, zuständiger Projektleiter bei der AGIT, die Einzelheiten. "Bedingung ist, dass von den beteiligten Partnern mindestens ein gleich hoher Betrag als Eigenmittel aufgebracht wird." Dabei richtet sich der Fonds an KMU in den Bereichen Gesundheit/Life Sciences, High-Tech- Systeme mit den Bereichen Energie, Informations- und Kommunikationstechnik, Automotive, Maschinenbau sowie Neue Werkstoffe/Chemie.

Niederschwelliges Angebot

Unter Innovationsprojekten werden Verbundprojekte von KMU im Bereich der industriellen Forschung oder experimentelle Entwicklungsforschung verstanden. Bewerben können sich Firmenkonsortien, an denen mindestens zwei Unternehmen aus zwei verschiedenen Ländern der Euregio Maas-Rhein einschließlich der Regionen Leuven (B) und Eindhoven (NL) beteiligt sind. Weitere Partner, darunter Großunternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen, dürfen sich an dem gemeinsamen Innovationsprojekt beteiligen.

Es ist geplant, die Förderungen im Rahmen von zwei offenen Wettbewerbsverfahren zu vergeben: Das erste Wettbewerbsverfahren startet bereits am 15. Mai. Die Frist für die Einreichung der Projektanträge beträgt vier Monate, d.h. bis zum 15. September. Ein weiteres Verfahren ist für Ende des Jahres 2012 geplant.

Klare Maßstäbe und schnelle Entscheidungsprozesse

Die Zugangsbedingungen zu diesem Wettbewerb sind einfach: Vom Projektantrag bis zur Beurteilung und Entscheidung durch eine trinationale Expertenkommission werden nicht mehr als drei Monate vergehen. Die eingereichten Anträge werden anhand verschiedener Kriterien bewertet. Wichtigstes Kriterium ist das Marktpotenzial. Je schneller eine Innovation marktreif ist, desto günstiger stehen die Chancen für eine Förderung. Daneben spielen der Innovationsgrad sowie der Hightech-Charakter des Vorhabens, seine regionale, d.h. grenzüberschreitende Verbundwirkung sowie die Höhe der finanziellen Eigenbeteiligung eine Rolle. Die maximale Laufzeit der geförderten Projekte beträgt 18 Monate.

Innovationsfonds als Teil eines "Gesamtpaketes" für KMU

Wichtigstes Motiv für die Auflage des Fonds bildet die Tatsache, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit von KMU nach wie vor deutlich unterentwickelt ist. "Bereits vor über einem Jahr haben AGIT und Stadt Aachen mit 17 weiteren Partnern in der Euregio das vorbereitende Projekt "Top-Technologie- Cluster" (TTC) gestartet", erläutert Dieter Begaß, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung/Europäische Angelegenheiten bei der Stadt Aachen, die Zusammenhänge. "Mit TTC haben wir auch für den neuen Innovationsfonds die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, um Unternehmen eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Kontakt- und Kooperationsanbahnung über Grenzen hinweg zu ermöglichen."

Ausgehend von den individuellen Firmenbedürfnissen offeriert TTC eine ganze Bandbreite von Unterstützungsleistungen, um grenzüberschreitende Kooperationsverbünde bzw. Innovationsprojekte von KMU zu initiieren. Dazu zählen über 50 Netzwerkveranstaltungen, die bis Ende 2013 in allen sieben Regionen in verschiedenen Business- und Technologiefeldern stattfinden, auf denen Unternehmen Akteure aus den benachbarten Regionen kennen lernen und Kontakte zu potentiellen künftigen Partnern aufbauen können. Hinzu kommt eine individuelle Betreuung und Unterstützung der Firmen, der so genannte Business Development Support (BDS). Interessierten Unternehmen stehen hierbei in allen Regionen erfahrene BDS-Manager zur Seite, die maßgeschneiderte Hilfe bei der Partnersuche bzw. dem Aufbau von Kooperationsverbünden anbieten.

"Dieses Netzwerk- und Serviceangebot hat uns sehr geholfen, erste Schritte über die euregionalen Grenzen hinweg zu setzen", unterstreicht auch Dr. Ahmet Lokurlu, Geschäftsführer der Solitem GmbH in Aachen, "denn wir waren hier bisher nicht systematisch tätig, sehen aber enorme Kooperationspotenziale."

Der TTC-Innovationsgutschein

Durch einen "Innovationsgutschein" bietet auch TTC in kleinerem Umfang finanzielle Unterstützung. Ziel ist es, entstehenden grenzüberschreitenden Kooperationsverbünden gerade in der Frühphase auf einfachem und schnellem Wege eine auf KMU-Bedürfnisse zugeschnittene Unterstützung an die Hand zu geben. Mit dem Innovationsgutschein erhalten sie bis zu einer Höhe von 5.000 Euro (nicht-rückzahlbarer Zuschuss) beispielsweise die Möglichkeit, kleinere Machbarkeitsstudien oder Patentrecherchen zu finanzieren. "Hiermit setzen wir gezielte Anreize, gute Ideen auch tatsächlich in konkrete grenzüberschreitende Firmenkooperationen umzusetzen", so Ralf P. Meyer, Projektleiter bei der AGIT.

Nähere Informationen unter www.ttc-innovation.eu.
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