"Heute handeln, damit morgen kein Schaden entsteht"

(PresseBox) (Zwickau, ) .


Rückgang der Arbeitslosen um 187 auf 11.305 (Vorjahr: 12.459)



Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 auf 6,7 Prozent (Vorjahr: 7,3 Prozent)



Arbeitskräftenachfrage steigt deutlich an 


Überblick

Weniger Arbeitslose und mehr freie Stellen – das sind die positiven Signale auf dem Zwickauer Arbeitsmarkt. Mit 11.305 Menschen sind 187 Frauen und Männer weniger arbeitslos als noch im Januar. Noch ausgeprägter ist die Differenz zum Vorjahresmonat: Hier gibt es einen Rückgang um 1.154 Personen.

„Der Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt setzt in diesem Jahr erfreulich früh ein“, bilanziert Jörg Fischer, operativer Geschäftsführer der Zwickauer Arbeitsagentur. „Gründe dafür sind, dass einerseits über den Winter weniger Mitarbeiter entlassen wurden und andererseits diejenigen, die saisonbedingt ihre Jobs verloren haben, früher wieder eingestellt werden. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt derzeit sehr aufnahmefähig.“

Die Beschäftigung wächst, und „wir vermitteln eine Vielzahl freier Arbeitsstellen, jedoch überwiegend auf Fachkräfteniveau“, erklärt Fischer. In einer komplexer werdenden Arbeitswelt, in der die Menschen immer länger arbeiten, werde lebenslanges Lernen umso wichtiger. Zunehmende Digitalisierung und Automatisierung beschleunigen diesen Trend, und Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen. Qualifizierung sei eine Notwendigkeit, um dem strukturellen  Wandel der Arbeitswelt zu begegnen.

Aus diesem Grunde stockt die Agentur für Arbeit Zwickau in diesem Jahr ihre Finanzmittel für Weiterbildungen, Umschulungen und Qualifizierungen deutlich auf; u.a. für das Programm Weiterbildung Gerinqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU). „Mit neuen Richtlinien bekommen Arbeitgeber attraktive Möglichkeiten, um ihre Arbeitnehmer weiterbilden zu lassen und damit die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Firma zu sichern“, spricht der für den operativen Bereich der Arbeitsagentur zuständige Geschäftsführer interessierte Unternehmen an. Auf den Punkt gebracht bedeute dies: Heute handeln, damit morgen kein Schaden entsteht. „Über das Programm werden die Weiterbildungskosten ganz oder teilweise übernommen. Zudem wird unter bestimmten Voraussetzungen für die Dauer der Weiterbildung ein Zuschuss zum Arbeitsentgelt gezahlt – sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.“

Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen

Im Rechtskreis SGBIII – im Kundenstamm der Zwickauer Arbeitsagentur - waren im Februar 4.370 Menschen – 70 mehr als im Januar – gemeldet. Im Jobcenter Zwickau ist die Arbeitslosigkeit um 257 Personen auf 6.935 zurückgegangen.

Zugänge in und [b]Abgänge aus Arbeitslosigkeit[/b]

Im Februar konnten mehr Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden als sich arbeitslos melden mussten. 959 der 2.825 Männer und Frauen, die sich arbeitslos gemeldet haben, waren vorher beschäftigt – 591 weniger als im Januar.

Von den 3.010 Männern und Frauen, die sich im Februar aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet haben, konnten 815 – 256 mehr als im Monat zuvor – wieder eine Beschäftigung beginnen.

Langzeit-arbeitslosigkeit

Im Agenturbezirk Zwickau sind derzeit 4.024 Arbeitslose länger als ein Jahr auf Jobsuche. Das entspricht einem Anteil von 35,6 Prozent an allen Arbeitslosen im Agenturbezirk. Im Vergleich zum Vormonat ging die Langzeitarbeitslosigkeit um 2,6 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahr sind aktuell 842 Langzeitarbeitslose weniger gemeldet.

Jugendliche

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist im Februar um 40 auf 746 gestiegen. Der Anteil der Jugendlichen an allen Arbeitslosen im Agenturbezirk beträgt 6,6 Prozent. Im Februar des Vorjahres waren 50 Jugendliche mehr arbeitslos.

Stellenangebote

2.211 Stellen – 46 weniger als im Januar – waren im gestern zu Ende gegangenen Monat im Agenturbezirk registriert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat standen 118 Stellen mehr für die Vermittlung zur Verfügung.

Durch den gemeinsamen Arbeitgeberservice wurden im Februar 869 sozialversicherungspflichtige Stellen neu aufgenommen. Das waren 211 Jobs mehr als im Februar und 192 mehr als im Vorjahr.

Der Großteil der Stellen wurde für die Branchen Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel, Verkehr, Instandhaltung und Reparaturen von Kfz, das Gastgewerbe und die Zeitarbeit gemeldet.

Blick in die [b]Geschäftsstellen[/b]

In den Geschäftsstellenbezirken der Zwickauer Arbeitsagentur stellt sich die Arbeitslosigkeit folgendermaßen dar: Die Arbeitslosenquote beträgt in Hohenstein-Ernstthal 5,9 Prozent und in der Hauptagentur Zwickau 6,3 Prozent. Die Geschäftsstelle Glauchau vermeldet eine Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent und die Werdauer Geschäftsstelle von 8,1 Prozent.

Unterbeschäftigung

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden in der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 14.768 Personen befanden sich im Februar in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den vergangenen zwölf Monaten um 838 Personen oder 5,4 Prozent gesunken.

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2016 nahmen 1.208 Jugendliche die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Zwickau in Anspruch, das entspricht dem Vorjahresniveau. Von den Betrieben wurden 1.223 Ausbildungsstellen angeboten. Rechnerisch kommt damit auf jeden Jugendlichen eine Stelle.

„Die Möglichkeiten, im Landkreis Zwickau eine Ausbildung zu beginnen, sind wirklich gut. Unter den bislang gemeldeten Ausbildungsstellen sind viele interessante Berufe, an die oftmals gar nicht gedacht wird, wie zum Beispiel Berufe im Verkauf von Sanitäts- und Medizinbedarf oder in der Wasserversorgungs- und Abwassertechnik, in der Pferdewirtschaft und in der Tierpflege, um nur einige zu nennen. Nutzen Sie Ihre Halbjahreszeugnisse, und kümmern Sie sich um die Bewerbungen. Die Berufsberatung informiert Sie gerne über die interessanten Möglichkeiten auf unserem Ausbildungsmarkt. Vereinbaren Sie gleich einen Beratungstermin unter der 0375 314 1848“, rät Jörg Fischer allen noch suchenden Schulabgängern.

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