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Pressemitteilung BoxID: 584638 (Agentur für Arbeit Potsdam)
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Saisonüblich weniger Arbeitslose / Geringeres Stellenangebot als im Vorjahresmonat

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im März

(PresseBox) (Potsdam, ) Im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam ging die Arbeitslosigkeit im März saisonüblich weiter zurück. 27.742 Menschen waren arbeitslos gemeldet - gegenüber Februar waren das 665 weniger. Die Arbeitslo-senquote lag bei 8,6 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert.

Gleichzeitig konnten nicht so viele Personen ihre Arbeitslosigkeit be-enden wie im selben Zeitraum des Vorjahres. Gegenüber März 2012 stieg die Arbeitslosigkeit daher um 69 Personen leicht an. Die Arbeits-losenquote hatte im März 2012 ebenfalls 8,6 Prozent betragen.

Edelgard Woythe, Vorsitzende der Geschäftsführung der Potsdamer Arbeitsagentur: "Wir müssen feststellen, dass uns diesen Monat so wenige Stellen gemeldet wurden wie seit fünf Jahren nicht in einem März. Das ist einer der Gründe dafür, dass die Arbeitslosigkeit bei uns gegenüber dem Vorjahr nicht so deutlich gesunken ist wie im übrigen Brandenburg."

Die Arbeitslosigkeit im Detail

5.248 Menschen meldeten sich im März neu arbeitslos. Das waren 251 we-niger als im Februar und 492 weniger als im März 2012.

Auf der anderen Seite haben im März 5.916 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beendet, 452 mehr als im Februar und 740 weniger als im Vorjahresmonat.

Nach Arbeitsagentur und Jobcentern differenziert betrachtet entwickelte sich die Arbeitslosigkeit sehr unterschiedlich.

Die Agentur für Arbeit Potsdam war im März für 9.147 Arbeitslose verant-wortlich, 672 weniger als im Februar und 832 mehr als zum Vorjahreszeit-punkt.

Die Jobcenter im Bezirk betreuten insgesamt 18.595 Arbeitslose, 7 mehr als im Februar und 763 weniger als im März 2012.

Der Stellenmarkt

2.821 Stellen waren im März vakant, 129 mehr als im Februar und 198 we-niger als im März 2012. Neu gemeldet wurden diesen Monat 1.032 Joban-gebote, 70 weniger als im Februar und 373 weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Weiterhin gesucht wurden im März Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen. Im Bürobereich standen die Chancen insbesondere für kaufmännische Fachkräfte mit buchhalterischen Kenntnissen gut. Neue Stellen wurden auch im Bereich Lager/Transport gemeldet. Hier waren beispielsweise Auslieferungsfahrer mit Führerschein der Klasse B gefragt.

Witterungsbedingt verhalten stellen derzeit noch die Baubetriebe sowie Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus ein. Offene Stellen sind aber auch hier bereits vor allem für Dachdecker, Maurer und Baumaschinenführer vorhanden.

Der Ausbildungsstellenmarkt

Seit Oktober haben sich 1.897 Jugendliche bei der Berufsberatung gemel-det, 13 weniger als vor einem Jahr. Aktuell noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind genau 1.200 Jugendliche. Das sind 39 weniger als im März 2012.

Gemeldet wurden dem Arbeitgeber-Service seit Oktober 2.225 Ausbil-dungsstellen. Davon sind aktuell noch 1.650 unbesetzt.

Jedem unversorgten Bewerber stehen damit aktuell 1,38 Lehrstellen ge-genüber.

Die Unterbeschäftigung

Im März umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 34.889 Per-sonen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 10,6 Prozent (-0,2 zum Vormonat und -0,4 zum Vorjahr).

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.

Im März waren 79,5 Prozent dieser Personen auch arbeitslos im Sinne des SGB.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente trug dazu bei, die Ar-beitslosigkeit zahlreicher Personen zu beenden oder zu verhindern. Ins-gesamt wurden diesen Monat 6.724 Teilnehmer gefördert (-20 zum Vor-monat und -1.530 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 1.044 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 1.584 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.297 Menschen wurden bei Berufswahl und Berufsausbildung unterstützt. Dazu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung.

1.135 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Die Kurzarbeit

Die Neumeldungen von saisonaler und konjunktureller Kurzarbeit gingen im Februar - dies sind die derzeit aktuellsten Zahlen - gegenüber dem Januar zurück. 37 Betriebe zeigten für insgesamt 507 Arbeitnehmer neu Kurzarbeit an. Zum Vergleich: Im Dezember waren es 108 Betriebe und 1.229 betroffene Arbeitnehmer. Genau vor einem Jahr hatten im selben Monat 59 Unternehmen für 428 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

Konjunkturelles Kurzarbeitergeld bezogen im November - die Bestands-zahlen werden mit einer Verzögerung von vier Monaten erhoben - nach aktuellen Hochrechnungen 561 Menschen in 37 Betrieben. Im Oktober waren es 263 Arbeitnehmer in 33 Betrieben gewesen.