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Pressemitteilung BoxID: 649603 (Agentur für Arbeit Potsdam)
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Regionaler Arbeitsmarkt robust

Rückblick auf den Dezember und das gesamte Jahr 2013

(PresseBox) (Potsdam, ) Die Agentur für Arbeit Potsdam kann auf ein solides Arbeitsmarkt-Jahr 2013 zurückblicken. Durchschnittlich waren 25.876 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 304 weniger als 2012. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,9 Prozent - 2012 hatte sie 8,1 Prozent betragen. "Die Ergebnisse drücken ganz klar aus, dass unsere Region durch einen robusten Arbeitsmarkt gekennzeichnet ist. Bei leicht steigender Beschäftigung reduzierte sich die Arbeitslosigkeit entsprechend", fasst Edelgard Woythe, Leiterin der Potsdamer Arbeitsagentur, zusammen. Trotzdem sehe sie für das neue Jahr auch besondere Herausforderungen: "Wir stellen fest, dass die Unternehmen an vorhandenen Mitarbeitern festhalten, seltener kündigen als noch vor Jahren. In Bezug auf Neueinstellungen haben wir 2013 jedoch oft eine abwartende Zurückhaltung beobachten müssen. Natürlich wünsche ich mir für das neue Jahr, dass unserem Arbeitgeberservice wieder mehr Stellen gemeldet werden", so die Agentur-Chefin.

Betrachtet man allein den Monat Dezember, so zeigen sich folgende Ergebnisse: 25.115 Personen waren arbeitslos gemeldet, 835 mehr als im November und 458 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,7 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte höher als im November. Vor genau einem Jahr rangierte sie bei 7,9 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es jeden Monat viel Bewegung. So meldeten sich 5.543 Menschen im Dezember arbeitslos. Dies waren 335 mehr als im November und 323 weniger als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, stellt sich ein ähnliches Bild dar: Mit 2.172 Meldungen lag der Wert aufgrund des klassischen Kündigungstermins zum Jahresende über dem Vormonatsniveau (+15,5 Prozent), jedoch unter dem Wert vom Dezember 2012 (-2,0 Prozent). 162 Personen kamen im Dezember direkt aus einer Selbständigkeit. 93 junge Menschen mussten sich direkt nach einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung arbeitslos melden. Das entspricht einer Veränderungsrate von -2,1 Prozent zum Vorjahr. Im gesamten Jahr 2013 meldeten sich 65.781 Menschen arbeitslos - 1.035 weniger als im Vorjahr.

Dem gegenüber konnten in 2013 66.310 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden (-62 zum Vorjahr). Allein im Dezember meldeten sich 4.680 Menschen ab. Dies waren 304 weniger als im November und 28 mehr als im Dezember 2012. 1.216 nahmen eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt auf (-108 zum Vormonat und +11 zum Vorjahresmonat), 154 eine selbständige Tätigkeit (+32,8 Prozent zum Vorjahr).

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit vergleichbar:

Die Agentur für Arbeit betreute 7.670 Arbeitslose. Das waren 520 mehr als im November und 114 weniger als im Dezember vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 17.445 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 315 mehr als im November und 344 weniger als vor Jahresfrist.

In Betrachtung der Jahreswerte zeichnet sich in den einzelnen Regionen ein sehr divergierendes Bild: so reicht die lokale Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent in Zossen bis 11,5 Prozent in Brandenburg an der Havel. Bis auf Zossen - dort blieb die Arbeitslosenquote unverändert - konnte in allen Geschäftsstellen im Bezirk ein Rückgang zum Jahr 2012 erzielt werden. Besonders deutlich fiel dieser in der Geschäftsstelle Brandenburg an der Havel mit -0,6 Prozentpunkten aus.

Der Stellenmarkt

2.214 Stellen waren im Dezember vakant, 144 weniger als im November und 284 weniger als im Vorjahr. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 683 Jobangebote - 176 weniger als im Vormonat und 228 weniger als im Dezember 2012. Seit Jahresbeginn wurden 11.198 Vakanzen angezeigt - das entspricht einem Rückgang um 2.586 gegenüber dem Vorjahr.

Offene Stellen gibt es derzeit in vielen Bereichen. Weiterhin händeringend gesucht werden Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen.

Auch der Handel, das Hotel- und Gaststättengewerbe und das Friseurhandwerk bieten fortlaufend neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Die üblichen Arbeitszeiten und die im Vergleich zu vielen anderen Berufen geringere Entlohnung gestalten eine Vermittlung in diese Bereiche jedoch herausfordernd.

Interessante Perspektiven bieten sich auf akademischer Ebene beispielsweise Ingenieuren diverser Fachrichtungen, Software-Entwicklern und auch Architekten.

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.

Im Dezember umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 32.297 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 9,7 Prozent. Im Dezember 2012 hatte sie 10,0 Prozent betragen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Arbeitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 7.144 Teilnehmer gefördert (-400 zum Vormonat und -49 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbständigkeit) wurde bei 1.306 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 1.830 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.240 Menschen wurden bei der Berufswahl und während der Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie die Berufseinstiegsbegleitung.

1.288 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.