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Pressemitteilung BoxID: 592748 (Agentur für Arbeit Potsdam)
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Frühling bringt weniger Arbeitslose / Vor allem junge Menschen profitieren

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im April

(PresseBox) (Potsdam, ) Im April ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit saisonbedingt weiter zurück gegangen. Insgesamt 26.738 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 1.004 weniger als im März, aber 119 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich gegenüber März um 0,3 Hundertstel auf 8,3 Prozent und liegt damit genau so hoch wie im April 2012.

"Der Frühling kam dieses Jahr spät, spiegelt sich jetzt aber allmählich auch auf dem Arbeitsmarkt wider", freut sich Manfred Pollnow, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Potsdam. "Von dieser Entwicklung haben im April fast alle Gruppen profitiert - am stärksten die jungen Menschen." So waren 2.393 Unter-25-Jährige im April arbeitslos - 178 weniger als im März und 204 weniger als vor Jahresfrist.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften war im April allerdings etwas rückläufig. Mit 867 offenen Stellen meldeten die regionalen Arbeitgeber 165 weniger Vakanzen als im März und 594 weniger als im April 2012. "Diese Zahlen sind ein Indiz für die Personalpolitik vieler Arbeitgeber", so Manfred Pollnow. "Die Betriebe halten nach Möglichkeit an ihren Belegschaften fest, weil sie wissen, dass Fachkräfte nur mehr schwierig zu ersetzen sind. Auf der anderen Seite zögern einige derzeit mit Neueinstellungen, auch weil zum Teil Großaufträge fehlen."

Die Arbeitslosigkeit im Detail

5.229 Menschen meldeten sich im April arbeitslos. Dies waren 19 weniger als im März und 109 mehr als im Vorjahresmonat.

6.227 Personen konnten im April ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies waren 311 mehr als im März und 69 mehr als im April 2012.

8.437 Personen wurden im April von der Agentur für Arbeit Potsdam betreut, 710 weniger als im März und 950 mehr als vor Jahresfrist. Die Job-center im Bezirk waren für 18.301 Arbeitslose verantwortlich, 294 weniger als im März und 831 weniger als im April 2012.

Der Stellenmarkt

2.693 Stellen waren im April vakant, 128 weniger als im März und 568 weniger als im April 2012. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeber-Service im April 867 Stellen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist das ein Rückgang um 40,7 Prozent.

Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 3.845 Stellen gemeldet, 22,3 Prozent weniger als im selben Zeitraum 2012.

Der Fachkräftebedarf im Gesundheits- und Sozialwesen zeigt sich in vielen offenen Stellen etwa für (zahn-)medizinische Fachangestellte, examinierte Altenpfleger, Arzthelferinnen, Physiotherapeuten und Logopäden.

Mit der beginnenden Gutwetter-Saison stehen auf dem Bau Maurer, Dach-decker, Dachklempner sowie vor allem Maler hoch im Kurs. Auch Bau-zeichner und Vermessungstechniker haben gute Chancen.

Logistikfirmen möchten Auslieferungsfahrer, Lagerkräfte und Berufskraftfahrer im Nah- und Fernverkehr einstellen.

Im Bürobereich sind Buchhalter, Informatiker, Call-Center-Agenten, Verwaltungs-, Rechtsanwalts- sowie Steuerfachangestellte gefragt.

Neben Anlagenmechanikern, Elektronikern und Ingenieuren werden im gewerblich-technischen Bereich zunehmend stark spezialisierte Fachkräfte gesucht, darunter zum Beispiel Kundendienstmonteure für Druckschläuche.

Für die beginnende Freiluft-Saison suchen Hotels und Gaststätten verstärkt nach Köchen und Servicekräften. Der Vermittlung stehen hier aber häufig eine niedrige Bezahlung, eine schlechte Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten während der Schichtzeiten im Wege.

Die Unterbeschäftigung

Im April umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 34.070 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 10,4 Prozent (-0,2 zum Vormonat und -0,2 zum Vorjahr).

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeits-marktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.

Im April waren 78,5 Prozent dieser Personen auch arbeitslos im Sinne des SGB.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente trug dazu bei, die Arbeitslosigkeit zahlreicher Personen zu beenden oder zu verhindern. Insgesamt wurden diesen Monat 6.930 Teilnehmer gefördert (+81 zum Vormonat und -1.251 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 1.004 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 1.663 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.323 Menschen wurden bei Berufswahl und Berufsausbildung unterstützt. Dazu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung.

1.197 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Der Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober haben sich 2.057 ausbildungsinteressierte Jugendliche bei der Berufsberatung gemeldet, 100 weniger als im gleichen Zeitraum des vorangegangenen Beratungsjahres. 1.186 Bewerber suchten Mitte April weiterhin nach einer Lehrstelle, 118 weniger als im April 2012.

Auf der anderen Seite wurden im gleichen Zeitraum 2.364 regionale Ausbildungsplätze gemeldet, 152 weniger als ein Jahr zuvor. 1.636 Angebote für den Ausbildungsstart im Herbst 2013 sind weiter zu haben.

Damit fielen Mitte April 1,38 vakante Lehrstellen auf einen unversorgten Bewerber.