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Pressemitteilung BoxID: 437978 (Agentur für Arbeit München)
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Arbeitslosenquote unverändert bei 4,1 Prozent

(PresseBox) (München, ) Im Juli wurde zwar ein saisonüblicher Anstieg gegenüber Juni 2011 um 112 Personen auf 50.052 Personen verzeichnet, jedoch bleibt die Quote bei 4,1 Prozent. Dies sind 4.662 Frauen und Männer weniger als im Juli 2010.

Arbeitslos gemeldete Menschen im Juli 50.052
Arbeitslosenquote im Juli 4,1 Prozent

"Die Arbeitslosigkeit ist im Juli erwartungsgemäß gestiegen. Dieser sehr leichte Anstieg ist vor allem auf die Meldung zahlreicher Schulabsolventen und dem Ende des Ausbildungsjahres zurückzuführen. Wir können den niedrigsten Juli-Wert seit 2001 verzeichnen", sagt Bernd Becking, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München, bei der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitslosenzahlen am heutigen Donnerstag. Die Gruppe der unter 25-Jährigen ist vom Anstieg der Arbeitslosigkeit besonders betroffen. Becking erklärt: "In den Sommermonaten melden sich viele Jugendliche vor oder am Ende ihrer Ausbildung arbeitslos." Als weiterer Grund für den Anstieg der Arbeitslosigkeit wird "die höhere Bereitschaft der Betriebe sich zum Halbjahresende von Mitarbeitern zu trennen" genannt. Becking wagt eine Prognose für die nächsten Monate: "Im August könnte es eine weitere moderate Steigerung der Jugendarbeitslosigkeit geben. Wir haben jedoch eine sehr starke Nachfrage nach Arbeitskräften und deshalb wird die überwiegende Mehrheit dieser jungen Menschen bis September wieder einen Arbeitsplatz finden."

Die Arbeitslosigkeit hat sich in beiden Rechtskreisen unterschiedlich entwickelt. Im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches III (betreut von der Arbeitsagentur) sind im Juli 22.230 Menschen arbeitslos gemeldet, im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II (betreut von den Jobcentern) 27.822 Personen. Die Arbeitslosenquote im Bereich SGB III ist im Vergleich zum Juli 2011 um 0,1 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent gestiegen. Im Bereich SGB II sinkt die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent.

Arbeitslosigkeit in der Landeshauptstadt rückläufig

Im aktuellen Berichtsmonat stellt sich der Agenturbezirk München unterschiedlich dar. Die Spanne reicht von minus 0,6 Prozent in der Stadt München bis plus 5,6 Prozent im Landkreis Ebersberg. "Nur die Landeshauptstadt verzeichnet einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. In den fünf Landkreisen steigt die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer sehr moderat. Jedoch besteht kein Grund zur Sorge, denn vier der fünf Landkreise haben weiterhin eine zwei vor dem Komma der Arbeitslosenquote", betont Becking. Im Landkreis Starnberg ist die Zahl der arbeitslosen Menschen um 17 Personen auf 1.533 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote steigt von 2,6 auf 2,7 Prozent. Es folgen der Landkreis Dachau mit 1.938 arbeitslosen Personen und einer unveränderten Quote von 2,5 Prozent. Im Landkreis Fürstenfeldbruck sind aktuell 3.294 Menschen arbeitslos gemeldet. Diese bedeutet einen Anstieg von 3,0 auf 3,1 Prozent. Im Landkreis München sind aktuell 4.372 Menschen ohne Arbeit. Die Quote beläuft sich auf 2,7 Prozent (Juni 2011: 2,6 Prozent). Am stärksten - ohnehin schon auf sehr niedrigem Niveau - ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Ebersberg gestiegen. Hier sind 1.607 Frauen und Männer arbeitslos. Der östlichste Landkreis kann nach wie vor die niedrigste Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent im Agenturbezirk München verzeichnen. Im Juni 2011 lag die Quote bei 2,2 Prozent. In der Landeshauptstadt München ist die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer rückläufig. Binnen Monatsfrist ist die Arbeitslosigkeit um 207 Menschen auf 37.308 Personen zurückgegangen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent. Im Juni 2011 lag die Quote noch bei 5,1 Prozent.

Hohe Dynamik auf dem Arbeitsmarkt

Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten im Juli 2011 zeigt die hohe Dynamik auf dem Münchner Arbeitsmarkt. 13.177 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet, 2.071 weniger als im Juli 2010. Gleichzeitig konnten 13.080 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden, 2.264 Personen weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Zahl der Kurzarbeiter weiterhin rückläufig

Aufgrund der Umstellung der Datengrundlage liegen als Hochrechnung die aktuellsten Zahlen für März 2011 vor. Im März waren 363 Betriebe und 1.604 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. Im Februar 2011 waren es noch 405 Betriebe und 1.705 Beschäftigte.

Arbeitslosigkeit steigt bei lediglich zwei Personengruppen

Die Arbeitslosigkeit entwickelt sich nach Personengruppen sehr unterschiedlich. Insgesamt sind im Juli 3.652 Jugendliche von 15 bis 25 Jahren arbeitslos, das sind 518 mehr als im Juni 2011 (plus 16,5 Prozent). Im Vergleich zum Juli 2010 sind es 768 Jugendliche bzw. 17,4 Prozent weniger. In der Altersgruppe der 15- bis unter 20-Jährigen ist die Zahl im Vergleich zum Vormonat um 103 auf 741 Jugendliche gestiegen. Dies sind 186 Personen weniger als im Juli 2010 (minus 20,1 Prozent).

Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist um 274 auf aktuell 24.482 Personen gestiegen (plus 1,1 Prozent). Im Vergleich zum Juli 2010 sinkt die Arbeitslosigkeit um 1.373 Frauen bzw. 5,3 Prozent. Unter den Arbeitslosen finden sich im Berichtsmonat 25.570 Männer. Das ist ein Rückgang von 162 Personen bzw. 0,6 Prozent im Vergleich zum Juni 2011. Dies sind 3.289 arbeitslose Männer bzw. 11,4 Prozent weniger als im Juli 2010. "Diese Entwicklung spiegelt einen anhaltenden konjunkturellen Aufschwung wider", so Becking. "Männer sind in konjunkturreagiblen Branchen, wie zum Beispiel im Baugewerbe, häufiger beschäftigt als Frauen. Folglich sind sie dann stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, wenn sich die Konjunktur verschlechtert. Im Gegensatz dazu sind Frauen weniger in konjunktursensiblen Bereichen tätig, etwa im Gesundheits- und Sozialwesen", erklärt Becking.

Die Situation der älteren Arbeitslosen von 50 bis unter 65 Jahren hat sich im Juli erneut leicht verbessert. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt aktuell um 497 auf 15.950 Personen (minus 3,0 Prozent). Im Vergleich zum Juli 2010 gibt es 422 bzw. minus 2,6 Prozent weniger ältere Arbeitslose.

Arbeitskräftenachfrage sinkt leicht im Juli

Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe und öffentlichen Verwaltungen zeigt sich unter anderem an der Entwicklung der gemeldeten Arbeitsstellen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit München konnten im Juli 3.353 offene Arbeitsstellen entgegennehmen. Dies sind 438 bzw. 11,6 Prozent weniger als im Juni 2011. Im Stellenpool der Agentur für Arbeit München befinden sich derzeit 10.109 Angebote, 40 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli 2010 ist dies ein Plus von 52 Stellen. Die Unternehmen stellen ein. Neue Arbeitsstellen werden hauptsächlich aus der Arbeitnehmerüberlassung, dem Handel, dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Gastgewerbe gemeldet. Neben diesen regional großen Wirtschaftszweigen suchen aber auch andere Branchen wie das Verarbeitende Gewerbe neue Mitarbeiter. "Unter der Service- Nummer 01801 / 66 44 661 bieten wir den Betrieben an, weitere freie Stellen und das Anforderungsprofil zu melden. Der Arbeitgeber-Service berät zu allen Fragen der Personalsuche und Fördermöglichkeiten für Beschäftigte, die Qualifizierungsbedarf haben", so Becking abschließend.

1 Festnetzpreis 3,9 ct / min; Mobilfunkpreise, höchstens 42 ct / min