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Pressemitteilung BoxID: 527672 (Agentur für Arbeit München)
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Arbeitslosenquote steigt saisonbedingt auf 4,1 Prozent: Jugendliche besonders stark betroffen

(PresseBox) (München, ) Im Berichtsmonat ist die Zahl der Arbeitslosen im Raum München einzig aus jahreszeitlichen Gründen gestiegen. Die Arbeitslosigkeit erhöht sich gegenüber Juni 2012 um 1.622 auf 50.260 Personen. Die Arbeitslosenquote steigt von 3,9 auf 4,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 209 Frauen und Männer bzw. 0,4 Prozent. Die Quote lag im Juli 2011 ebenfalls bei 4,1 Prozent.

Arbeitslos gemeldete Menschen im Juli 50.260
Arbeitslosenquote im Juli 4,1 Prozent

"Die Urlaubszeit hinterlässt auf dem Münchner Arbeitsmarkt Spuren: Erwartungsgemäß ist es im Juli - bei weiterhin steigender Arbeitskräftenachfrage - zu einem saisonal bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit gekommen", so Manfred Jäger, kommissarischer Leiter der Agentur für Arbeit München bei der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitslosenzahlen am heutigen Dienstag. Jäger erklärt, dass hierfür hauptsächlich zwei Faktoren ursächlich sind: "einerseits melden sich in den Sommermonaten viele Jugendliche vor oder am Ende ihrer Ausbildung vorübergehend arbeitslos. Andererseits wird die Arbeitslosigkeit im Juli durch urlaubs- und quartalsbedingte Kündigungen beeinflusst." Jäger prognostiziert: "Mit Beginn dualer Ausbildungen und Studiengänge sowie der höheren Bereitschaft der Betriebe im Herbst vermehrt Arbeitskräfte einzustellen, wird sich die Arbeitslosigkeit schnell wieder normalisieren."

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB III (plus 6,8 Prozent) fällt deutlich höher aus als im Rechtskreis SGB II (plus 0,7 Prozent). Im Bereich SGB III (betreut von der Arbeitsagentur) sind im Juli 22.330 Menschen arbeitslos gemeldet, im Bereich SGB II (betreut von den Jobcentern) 27.930 Personen. In der Arbeitslosenversicherung steigt die Quote von 1,7 auf 1,8 Prozent. In der Grundsicherung steigt die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 2,3 Prozent.

Vier von fünf Landkreise eine 2 vor dem Komma;
Landeshauptstadt weiterhin unter 5 Prozent

Die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen liegt auf einem sehr niedrigen Niveau, wenngleich sich die Arbeitslosenquote in allen Kreisen um 0,1 Prozentpunkte erhöht hat. Im nördlichsten Landkreis des Agenturbezirkes steigt die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent, das sind aktuell 1.770 arbeitslose Menschen (plus 78) in Dachau. In Ebersberg gibt es 86 arbeitslose Frauen und Männer mehr als im Vormonat, insgesamt sind es 1.592. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte). Das ist der größte Rückgang im Agenturbezirk München. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Landkreis Starnberg um 34 Personen auf 1.699 Frauen und Männer gestiegen. Die Quote steigt von 2,7 auf 2,8 Prozent. Dicht gefolgt vom Landkreis München, dort sind aktuell 4.875 Menschen ohne Arbeit, 222 mehr als im Juni 2012. Ein Plus um 0,1 auf 2,9 Prozent. Das Schlusslicht ist Fürstenfeldbruck mit einer Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte). Aktuell sind dort 3.261 Personen arbeitslos, 97 mehr als im Vormonat.

Binnen Monatsfrist waren 37.063 Personen arbeitslos, dies sind 1.105 Menschen weniger als im Juni 2012. Im Vorjahr waren in der Landeshauptstadt fast identisch viele Personen ohne Arbeit (37.074).

Hohe Dynamik auf dem Münchner Arbeitsmarkt

Im Agenturbezirk München meldeten sich im aktuellen Berichtsmonat 13.434 Personen arbeitslos, 208 mehr als im Juli 2011. Zeitgleich konnten 11.797 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden, 1.310 Personen weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Kurzarbeit verliert an Bedeutung

Als Hochrechnung liegen die aktuellsten Zahlen für März 2012 vor. Im März waren 79 Betriebe und 567 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. Im Februar 2012 waren es 71 Betriebe und 651 Beschäftigte.

Jugendarbeitslosigkeit steigt deutlich;
moderater Anstieg bei den älteren Arbeitslosen

Im aktuellen Berichtsmonat sind im Agenturbezirk 3.716 Jugendliche von 15 bis 25 Jahren ohne Arbeit, das sind 574 mehr als im Juni 2012. Die Arbeitslosenquote erhöht sich von 2,6 auf 3,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Plus von 50 bzw. 1,4 Prozent. Auch die Personengruppe der unter 20-Jährigen weist im Vergleich zum Juni 2012 einen Anstieg von 140 bzw. 22,7 Prozent auf. Aktuell sind 756 Jugendliche unter 20 Jahren arbeitslos, das entspricht einem Anstieg gegenüber Juli 2011 um 13 bzw. 1,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote dieser Personengruppe steigt um 0,4 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent. "Da der deutliche Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit saisonbedingt ist, besteht kein Grund zur Sorge. Schon im September wird es deutlich weniger arbeitslose Jüngere unter 25 Jahren geben. Meine Vermittlerinnen und Vermittler werden sich in den kommenden Wochen besonders intensiv um die Jugendlichen kümmern und Sondervermittlungsaktionen ins Leben rufen", betont Jäger.

Die Zahl der älteren Arbeitslosen (50 Jahre und älter) ist im Berichtsmonat moderat gestiegen: 16.118 Personen sind arbeitslos, das sind 365 Personen mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli 2011 gibt es 179 bzw. 1,1 Prozent mehr ältere Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote der Älteren steigt von 5,2 auf 5,3 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage steigt

Die Münchner Unternehmen fragen im Berichtsmonat mehr Personal nach. Im Juli haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit München fast 4.000 neue Stellen akquiriert. Dies sind 428 bzw. 12,2 Prozent mehr als im Juni 2012 und 611 mehr als im Vorjahresmonat. Im Stellenpool der Agentur für Arbeit München befinden sich derzeit 10.938 Angebote, 58 weniger als im Juni. Im Vergleich zum Juli 2011 ist dies ein Plus von 859 Stellen. Besonders hoch ist der Bedarf an Arbeitskräften im Bereich der Zeitarbeit, im Handel sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. "Unter der Service-Nummer 01801 / 66 44 66[1] bieten wir den Betrieben an, weitere freie Stellen und das Anforderungsprofil zu melden. Der Arbeitgeber- Service berät zu allen Fragen der Personalsuche und Fördermöglichkeiten für Beschäftigte, die Qualifizierungsbedarf haben", so Jäger abschließend.

[1] Festnetzpreis 3,9 ct / min; Mobilfunkpreise, höchstens 42 ct / min