Jobcenter Chemnitz am 19. Juni wegen Einführung der elektronischen Akte geschlossen

(PresseBox) ( Chemnitz, )
Am 19. Juni sind im Chemnitzer Jobcenter keine persönlichen Vorsprachen möglich. Grund dafür ist die schrittweise Umstellung von der Papierakte auf die elektronische Akte. Das Jobcenter entwickelt sich so zu einem papierarmen Dienstleister weiter. Wartezeiten können damit künftig verkürzt und Auskünfte schneller erteilt werden. Die neue elektronische Akte ist zugleich der Grundbaustein für kundenfreundliche Online-Angebote in der Zukunft.  

Wer am Schließtag ein dringendes Anliegen hat, dem steht das Jobcenter unter der Service-Nummer 0371 567 3480 von 8 bis 18 Uhr zur Verfügung.  

„Mit der Einführung der elektronischen Akte ziehen wir anderen Institutionen in Sachen papierlose Verwaltung gleich. Kundinnen und Kunden können wie gewohnt ihr Anliegen per Brief an uns adressieren. Das Schriftstück wird dann eingescannt und der elektronischen Akte zugeordnet. Die Unterlagen sind dann direkt auf dem Bildschirm verfügbar und Auskünfte können so schneller erteilt werden, weil die Akte nicht erst aus der Ablage oder dem Bearbeitungslauf geholt werden muss“, sagt Katrin Heinze, Geschäftsführerin des Jobcenters Chemnitz.  

Hintergrundinformationen zur elektronischen Akte:  

Elektronische Aktenführung heißt, dass eingehende Kundenpost gescannt und computerlesbar gespeichert wird. Diese Dokumente werden anschließend weitgehend automatisch der jeweiligen elektronischen Akte zugeordnet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen dann in einem digitalen Postkorb, dass ein Dokument zur Bearbeitung eingegangen ist.  

Dabei wird auch der Einhaltung des Datenschutzes höchste Priorität eingeräumt. Einblick in die Dokumente haben immer nur die Jobcenter-Beschäftigten, die ihn auch für die Erledigung ihrer Aufgaben brauchen.  

Wichtig für alle, die Post ans Jobcenter schicken: Eingereichte Unterlagen werden nach der Digitalisierung noch 8 Wochen aufbewahrt und danach datenschutzkonform vernichtet. Es sei denn, Kundinnen und Kunden teilen dem Jobcenter mit, dass sie die Unterlagen zurückbekommen möchten. Am besten also nur dann Originale an das Jobcenter senden, wenn diese ausdrücklich angefordert wurden.  

Die elektronische Akte wird von der Bundesagentur für Arbeit schon seit 2012 in den Arbeitsagenturen und Familienkassen eingesetzt. Bis Jahresende 2015 wurde dieses Verfahren im Hinblick auf seine Praxistauglichkeit im Bereich der Grundsicherung (Arbeitslosengeld 2) erfolgreich erprobt. Es wird angestrebt, die elektronische Akte bis Mitte 2018 nach und nach in allen gemeinsamen Jobcentern einzuführen.  

Homepage vom Jobcenter Chemnitz: www.jobcenter-chemnitz.de
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