GPC Biotech präsentiert neue präklinische Daten zu Satraplatin auf AACR-Konferenz

(PresseBox) ( Martinsried/München und U.S.-Standorte in Waltham/Boston, Mass., und Princeton, N.J.,, )
- Therapeutisch synergistische Wirkung bei Kombination von Satraplatin mit Taxotere® (docetaxel) in In-vivo-Modell des nicht-kleinzelligen-Lungenkarzinoms
- Starker synergistischer Effekt bei Kombination von Satraplatin's aktivem Metabolit JM-118 mit Herceptin® (trastuzumab) in Brustkrebszellen

Die GPC Biotech AG (Frankfurt: GPC; TecDAX; NASDAQ: GPCB) gab heute die Präsentation von neuen präklinischen Daten von Satraplatin, dem führenden Krebsmedikamentenkandidaten des Unternehmens, auf der 97. jährlichen Konferenz der American Association for Cancer Research (AACR) in Washington, DC, USA, bekannt.

"Die auf der AACR-Konferenz präsentierten Daten unterstützen die laufenden klinischen Studien, die das Potenzial von Satraplatin in unterschiedlichen Kombinationstherapien und Krebsarten untersuchen sollen", sagte Dr. Marcel Rozencweig, Senior Vice President und bei GPC Biotech verantwortlich für die Medikamentenentwicklung. "Derzeit untersuchen wir Satraplatin in zwei klinischen Phase-1-Studien in Kombination mit Taxotere bei fortgeschrittenen Tumoren. Außerdem untersuchen wir Satraplatin bereits in einer Phase-2-Studie bei Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs. Im nächsten Schritt gehen wir davon aus, Satraplatin mit anderen Therapien, wie z.B. Herceptin zu kombinieren."

Ein Poster mit dem Titel "Synergistic antitumor activity of the combination of satraplatin and docetaxel in H460 human non-small cell lung carcinoma xenografted in nude mice," (Abstract Nr. 563) zeigte Ergebnisse präklinischer Studien in einem In-vivo-Model des nicht-kleinzelligen-Lungenkarzinoms. Dabei wurde die Wirkung von Satraplatin und Taxotere® (docetaxel) einzeln sowie in Kombination, wie auch in unterschiedlichen Dosierungen und Verabreichungsschemata untersucht. Bei den unterschiedlichen getesteten Dosierungen und Verabreichungsschemata, konnte ein therapeutisch synergistischer Effekt gezeigt werden, wenn die beiden Wirkstoffe nacheinander verabreicht wurden, d.h. die Wirkung war größer als das beste Resultat bei Einzelgabe eines der beiden Medikamente. Es wurde dabei keine sichtbare Zunahme der Toxizitäten im Vergleich zur Einzelgabe der beiden Wirkstoffe festgestellt. Ende 2005 wurden bereits Ergebnisse aus Studien präsentiert, in denen Satraplatin und Taxol® (paclitaxel) im gleichen In-vivo-Modell des nicht-kleinzelligen-Lungenkarzinoms untersucht wurden. Die präklinischen Resultate, die jetzt auf der AACR-Konferenz präsentiert wurden, bauen auf früheren Daten von Satraplatin in Kombination mit Taxotere in Zelllinien auf und können hilfreich sein, geeignete Dosierungen und Verabreichungsschemata für klinische Kombinationstudien der beiden Wirkstoffe zu entwickeln.

Ein Poster mit dem Titel "Synergistic in vitro anticancer activity of JM118, a metabolite of satraplatin, in combination with Herceptin," (Abstract Nr. 1350) untersuchte die Wirkung von Satraplatin's aktivem Metabolit, JM118 in Kombination mit Herceptin® (trastuzumab) in einer SKBR-3 Brustkrebszelllinie, die auf Herceptin anspricht. Die Daten zeigen, dass sowohl eine gleichzeitige wie auch eine sequenzielle Behandlung der Zellen mit den beiden Wirkstoffen in einer starken synergistischen zelltötenden Aktivität resultierten. GPC Biotech untersucht Satraplatin derzeit in einer klinischen Phase-2-Studie bei Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs. Diese Studie soll das Verständnis für die Aktivität von Satraplatin in dieser weit verbreiteten Krebsart erhöhen. Die präsentierten Daten unterstützen die weitere Untersuchung der Kombination von Satraplatin und Herceptin bei Patientinnen mit Brustkrebs.

Über Satraplatin
Der Medikamentenkandidat Satraplatin gehört zur Medikamentenklasse der Platinderivate, die in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem wichtigen Bestandteil moderner Chemotherapien bei der Behandlung unterschiedlicher Krebserkrankungen wurden. Im Gegensatz zu den derzeit verfügbaren Vertretern dieser Wirkstoffklasse, die alle intravenös verabreicht werden müssen, können Patienten Satraplatin als Kapsel zu Hause einnehmen. Ein orales Platinderivat könnte entscheidende Vorteile bei verschiedenen Anwendungen bieten, wie etwa eine einfachere Verabreichung sowie erhöhte Patientenfreundlichkeit. GPC Biotech geht davon aus, dass Satraplatin auch der einzige Wirkstoff auf Platinbasis ist, der bislang Wirksamkeit in einer randomisierten Studie in hormonresistentem Prostatakrebs gezeigt hat.

Die Patientenrekrutierung für die Phase-3-Zulassungsstudie (SPARC-Studie) wurde mittlerweile abgeschlossen. Die SPARC-Studie untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit von Satraplatin in Kombination mit Prednisone als Zweitlinien-Chemotherapie bei Patienten mit hormonresistentem Prostatakrebs. Im Dezember 2005 begann GPC Biotech mit der schrittweisen Einreichung des Zulassungsantrags (Rolling NDA) bei der US-Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration). Im Dezember 2005 hat GPC Biotech einen Entwicklungs- und Lizenzvertrag mit der Pharmion GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Pharmion Corporation, für die Vermarktung von Satraplatin in Europa, dem Mittleren Osten, inklusive der Türkei, Australien und Neuseeland abgeschlossen.

Satraplatin wurde in verschiedenen Tumorarten untersucht. Bei hormonresistentem Prostatakrebs, dem kleinzelligen Lungenkarzinom sowie Eierstockkrebs wurden klinische Studien der Phase 2 abgeschlossen. Andere klinische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Verabreichung von Satraplatin die tumorbekämpfende Wirkung einer Bestrahlungstherapie möglicherweise verstärkt. Bei dieser Therapieform könnte die orale Verfügbarkeit von Satraplatin von besonderem Vorteil sein. Eine Phase-1/2-Kombinationsstudie von Satraplatin mit Bestrahlungstherapie bei nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom wurde bereits begonnen. Verschiedene weitere Phase-1- und Phase-2-Studien werden derzeit durchgeführt oder sind geplant. Satraplatin wurde im Jahr 2002 von Spectrum Pharmaceuticals, Inc. einlizenziert. Weiterführende Informationen zu Satraplatin sind in der Rubrik "Anti-Krebs-Programme" auf der Webseite des Unternehmens unter www.gpc-biotech.com abrufbar.

Die GPC Biotech AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das in der Entdeckung und Entwicklung neuartiger Krebsmedikamente tätig ist. Der am weitesten in der Entwicklung fortgeschrittene Produktkandidat Satraplatin hat das Rekrutierungsziel für eine Phase-3-Zulassungsstudie als Zweitlinien-Chemotherapie zur Behandlung von Patienten mit hormonresistentem Prostatakrebs erreicht. Die FDA hat Satraplatin für diese Indikation zudem den "Fast-Track-Status" erteilt und das Unternehmen hat mit der schrittweisen Einreichung des Zulassungsantrags ("Rolling NDA") begonnen. GPC Biotech entwickelt außerdem einen monoklonalen Antikörper mit neuartigem Wirkmechanismus gegen verschiedene Blutkrebsarten, der sich derzeit in der klinischen Phase 1 befindet, und betreibt mehrere Medikamentenentdeckungs- und -entwicklungsprogramme im Bereich der Kinase-Hemmer. Sitz der GPC Biotech AG ist Martinsried/Planegg. Die U.S.-Tochtergesellschaft, GPC Biotech Inc., hat Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Waltham/Boston (Massachusetts) und Princeton (New Jersey). Weitere Informationen sind unter http://www.gpc-biotech.com verfügbar.

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Herceptin® (trastuzumab) ist eine eingetragene Marke von Genentech, Inc.
Taxol® (paclitaxel) ) ist eine eingetragene Marke der Bristol-Myers Squibb Company.
Taxotere® (docetaxel) ) ist eine eingetragene Marke von Aventis Pharma S.A.
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