PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 332601 (Agennix AG)
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Agennix AG berichtet über den Geschäftsverlauf im Jahr 2009

(PresseBox) (Martinsried/München/Princeton/Houston, ) Agennix AG (Deutsche Börse: AGX) berichtete heute über den Geschäftsverlauf des vierten Quartals und des gesamten Geschäftsjahres 2009.

Das Unternehmen ist aus dem Zusammenschluss der Agennix Incorporated und GPC Biotech AG hervorgegangen. Die Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses erfolgte nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 (überarbeitet 2008) Unternehmenszusammenschlüsse. GPC Biotech AG wurde bei dieser Transaktion als bilanzieller Erwerber, und Agennix Incorporated als die erworbene Gesellschaft identifiziert. Die historischen Finanzinformationen der Agennix AG, darunter auch die nachfolgend dargestellten Informationen, entsprechen daher denjenigen der GPC Biotech AG. Das Ergebnis der operativen Tätigkeit der Agennix Incorporated zwischen dem Erwerbszeitpunkt am 5. November 2009 und dem 31. Dezember 2009 sowie die Finanzlage zum 31. Dezember 2009 sind im Konzernabschluss 2009 enthalten.

Das Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008

Die Nettoumsätze gingen im Jahr 2009 um 38% auf 7,7 Millionen Euro zurück, im Vergleich zu 12,4 Millionen Euro im Jahr 2008. Der Umsatzrückgang ergab sich in erster Linie aus den geringeren Zahlungseingängen im Rahmen der Entwicklungs- und Lizenzvereinbarung für Satraplatin mit Celgene Corporation, deren Kündigung im September 2008 rechtswirksam wurde. Der Rückgang der Umsätze wurde kompensiert durch die Erfassung eines Ertrags in Höhe von 7,4 Millionen Euro im vierten Quartal 2009, der bisher als Umsatzabgrenzung im Zusammenhang mit dem Vertrag mit Yakult Honsha Co. Ltd. über die Entwicklung von Satraplatin in Japan ausgewiesen wurde.

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand (F&E) ging 2009 um 60% auf 6,7 Millionen Euro zurück (2008: 16,8 Millionen Euro). Der Rückgang im Jahr 2009 ergab sich in erster Linie aus der Reduzierung des Personalbestands im Rahmen der im ersten Quartal 2008 implementierten Restrukturierungsmaßnahmen sowie aus der Reduktion der Kosten von klinischen Studien in Folge eines geringeren Umfangs der klinischen Studien mit Satraplatin.

Die Verwaltungsaufwendungen verringerten sich im Jahr 2009 um 14% auf 13,1 Millionen Euro im Vergleich zu 15,2 Millionen Euro im Vorjahr. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Reduzierung des Personalbestands und weiterer damit in Verbindung stehender Aktivitäten im Rahmen der 2008 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen. Der Rückgang, in erster Linie Personalkosten, wurde größtenteils durch Einmalkosten in Verbindung mit dem Unternehmenszusammenschluss von Agennix Incorporated und GPC Biotech kompensiert. Die ausgewiesenen Verwaltungskosten in Höhe von 13,1 Millionen Euro enthalten ca. 8,6 Millionen Euro Einmalkosten in Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss, in denen Honorare von Banken, Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfern sowie Abfindungen enthalten sind.

Der Jahresfehlbetrag verringerte sich 2009 um 44% auf 11,9 Millionen Euro gegenüber 21,3 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern betrug 2009 13,1 Millionen Euro (2008: 21,3 Millionen). Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein nicht zahlungswirksamer Steuerertrag von 1,1 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses von Agennix Incorporated und GPC Biotech ausgewiesen. Im Vorjahr wurde keine solche Ertragsteuergutschrift ausgewiesen. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) belief sich im Jahr 2009 auf -1,31 Euro (2008: -2,89 Euro). Die Angaben bzgl. des Ergebnisses je Aktie von 2008 wurden rückwirkend angepasst, um dem Umtauschverhältnis (5:1) im Rahmen des Aktientauschs in Verbindung mit der Verschmelzung Rechnung zu tragen.

Finanzielle Situation

Zum 31. Dezember 2009 verfügte Agennix über liquide Mittel, veräußerbare Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 11,5 Millionen Euro (31. Dezember 2008: 32,0 Millionen Euro), darunter 0,1 Millionen Euro als Sicherheit hinterlegte liquide Mittel. Der Netto-Cash-Burn des Jahres 2009 belief sich auf 21,4 Millionen Euro (31. Dezember 2008: 33,1 Millionen Euro), mit einem Netto-Cash-Burn in Höhe von 4,9 Millionen Euro im ersten Quartal 2009, 6,5 Millionen Euro im zweiten Quartal 2009, 4,1 Millionen Euro im dritten Quartal 2009 sowie 5,9 Millionen Euro im vierten Quartal 2009. Der Netto-Cash-Burn wird durch die Addition des Mittelzuflusses/abflusses aus operativer Geschäftstätigkeit und der Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte berechnet. Diese Zahlen zur Berechnung des Netto-Cash-Burn werden in der Konzern-Cashflow- Rechnung für das Geschäftsjahr 2009 ausgewiesen.

Vorjahresvergleich: Viertes Quartal 2009 im Vergleich zum vierten Quartal 2008

Der Umsatz im vierten Quartal 2009 steigerte sich um 241% auf 7,5 Millionen Euro, im Vergleich zu 31.000 Euro im vierten Quartal 2008. Der Umsatzanstieg geht auf die Erfassung eines Ertrages in Höhe von 7,4 Millionen Euro zurück, der bisher als Umsatzabgrenzung im Zusammenhang mit dem Vertrag mit Yakult über die Entwicklung von Satraplatin in Japan ausgewiesen wurde. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand (F&E) belief sich auf 2,9 Millionen Euro im Jahr 2009, ein Rückgang von 15%, im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahreszeitraums von 3,4 Millionen Euro. Die Verwaltungsaufwendungen im vierten Quartal 2009 stiegen um 6% auf 5,2 Millionen Euro, im Vergleich zu 4,9 Millionen Euro im vierten Quartal 2008. Der Periodenfehlbetrag im vierten Quartal 2009 lag bei 1,3 Millionen Euro (Q4 2008: 9,0 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) belief sich im vierten Quartal 2009 auf -0,15 Euro (Q4 2008: -1,23 Euro).

Viertes Quartal 2009 im Vergleich zum dritten Quartal 2009

Der Umsatz im vierten Quartal 2009 lag bei 7,5 Millionen Euro, im Vergleich zu 0,2 Millionen Euro im vorangegangenen Quartal. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand (F&E) belief sich im vierten Quartal 2009 auf 2,9 Millionen Euro, im Vergleich zu 1,3 Millionen Euro im dritten Quartal 2009. Die Verwaltungsaufwendungen beliefen sich im vierten Quartal 2009 auf 5,2 Millionen Euro, im Vergleich zu 1,6 Millionen Euro im vorangegangenen Quartal. Die Gesellschaft verzeichnete einen Periodenfehlbetrag von 1,3 Millionen Euro im vierten Quartal 2009, im Vergleich zu 2,1 Millionen Euro im dritten Quartal 2009. Das Ergebnis vor Steuern betrug im vierten Quartal 2009 -2,5 Millionen Euro, im Vergleich zu
-2,1 Millionen Euro im vorangegangenen Quartal. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) belief sich im vierten Quartal 2009 auf -0,15 Euro, im Vergleich zu -0,29 Euro im vorangegangenen Quartal.

Dr. Torsten Hombeck, Finanzvorstand, sagte: "Wir freuen uns, nach dem Abschluss der Verschmelzung bereits wichtige Ziele für die Gesellschaft erreicht zu haben, wie unter anderem positive Ergebnisse aus der Phase-2-Studie bei schwerer Sepsis, die Ausweitung der FORTIS-M Studie über die USA hinaus, nach Europa und in weitere Gebiete sowie den Abschluss einer Privatplatzierung mit einem Erlös von 9,8 Millionen Euro."

Dr. Hombeck führte fort: "Die Sicherung ausreichender Finanzmittel hat Priorität, um den nächsten wichtigen Meilenstein mit Talactoferrin - die für Ende 2011 vorgesehenen Ergebnisse aus der Phase-3- Studie bei nichtkleinzelligem Lungenkrebs - zu erreichen. Wir hoffen, bald weitere Fortschritte bei der Entwicklung von Talactoferrin für schwere Sepsis zu erzielen und freuen uns daher sehr, dass im Mai weitere Einzelheiten aus der Phase-2-Studie in dieser Indikation auf der American Thoracic Society International Conference vorgestellt werden."

Finanzprognose

Die Gesellschaft geht davon aus, auf Basis der kürzlich durchgeführten Finanzierungsrunde über ausreichende Finanzmittel zu verfügen, um den Geschäftsbetrieb bis in das dritte Quartal 2010 zu sichern. Das Unternehmen plant im laufenden Jahr weitere Finanzmittel einzuwerben, um die finanziellen Voraussetzungen für den Abschluss der FORTIS-M-Studie sowie die Fortführung weiterer wichtiger Entwicklungs- und Unternehmensaktivitäten über das dritte Quartal 2010 hinaus zu schaffen. Als Finanzierungsmöglichkeit ohne verwässernden Effekt verfolgt das Unternehmen weiterhin aktiv die Suche nach einer Partnerschaft für oral verabreichbares Talactoferrin.

Finanzkalender 2010

Das Unternehmen gab folgende Termine für die Quartalsberichterstattung 2010 bekannt:

1. Quartal: 6. Mai 2010
2. Quartal: 5. August 2010
3. Quartal: 4. November 2010

Telefonkonferenz

Wie bereits angekündigt, findet heute eine Telefonkonferenz statt. Agennix AG bietet die Möglichkeit, die Konferenz per telefonischer Einwahl oder Live-Übertragung auf der Webseite des Unternehmens www.agennix.com zu verfolgen. Nach der Live-Veranstaltung ist dort auch eine Aufzeichnung abrufbar. Die Telefonkonferenz findet heute, am 24. März 2010 um 14:00 Uhr, statt (in englischer Sprache).

Teilnehmer aus Europa: 0049 (0)69 667775756, 0044 (0)20 3003 2666
Teilnehmer aus den USA: 1-646-843-4608

Bitte wählen Sie sich bereits 10 Minuten vor dem Beginn der Telefonkonferenz ein.

Diese Pressemitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Angaben, welche die gegenwärtigen Einschätzungen und Erwartungen des Managements von Agennix AG insbesondere im Zusammenhang mit der zukünftigen Cash-Position der Gesellschaft darstellen. Diese Angaben basieren auf heutigen Erwartungen und sind Risken und Unsicherheiten unterworfen, welche oft außerhalb der Kontrolle der Gesellschaft liegen und die dazu führen können, dass tatsächliche, zukünftige Ergebnisse signifikant von den Ergebnissen abweichen, die in diesen zukunftsgerichteten Angaben enthalten sind oder von ihnen impliziert werden. Tatsächliche Ergebnisse können erheblich abweichen, was von einer Reihe von Faktoren abhängig sein kann und der Vorstand der Gesellschaft warnt Investoren davor sich zu sehr auf die zukunftsgerichteten Angaben dieser Pressemitteilung zu verlassen. Die zukunftsgerichteten Angaben beziehen sich lediglich auf das Datum der heutigen Veröffentlichung. Agennix AG übernimmt keine Verpflichtung dafür, diese in die Zukunft gerichteten Angaben zu aktualisieren, selbst wenn in der Zukunft neue Informationen verfügbar werden sollten.

Agennix AG

Agennix AG ist ein börsennotiertes, biopharmazeutisches Unternehmen, das neue Therapeutika für Indikationen mit erheblichem medizinischem Bedarf entwickelt, um eine Verbesserung der Lebensdauer und qualität von Patienten mit schweren Erkrankungen zu erreichen. Der am weitesten entwickelte Wirkstoff des Unternehmens ist Talactoferrin, eine oral anwendbare, zielgerichtete Therapieform, die antitumorale Wirksamkeit in randomisierten, doppeltverblindeten, Placebokontrollierten Phase-2-Studien bei nichtkleinzelligem Lungenkrebs sowie bei schwerer Blutvergiftung (Sepsis) gezeigt hat und sich derzeit in der klinischen Phase-3-Entwicklung bei nichtkleinzelligem Lungenkrebs befindet. Weitere klinische Entwicklungsprogramme des Unternehmens sind: RGB-286638, ein Kinase-Hemmer, der sich gegen eine Vielzahl von Proteinkinasen richtet (in Phase-1-Entwicklung), der oral verfügbare platinbasierte Wirkstoff Satraplatin sowie eine topische Verabreichungsform (als Gel) von Talactoferrin zur Behandlung von diabetischen Fußgeschwüren. Agennix' eingetragener Firmensitz ist Heidelberg. Das Unternehmen hat drei operative Standorte: Martinsried/München; Princeton, New Jersey und Houston, Texas. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Webseite von Agennix unter www.agennix.com.