Dillinger Stahl schlägt Brücken

(PresseBox) ( Dillingen/Saar, )
Am 21. November wird die Hochmoselbrücke im Kreis Bernkastel-Wittlich für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Mit mehr als 25.000 Tonnen verbauten Grobblechen hat Dillinger einen maßgeblichen Anteil am Brückenschlag über die Mosel.

Der Hochmoselübergang ist eine von Deutschlands höchsten und längsten Brücken. Die Höhe der Pfeiler und die Spannweiten von bis zu 210 Metern der 33.000 Tonnen schweren Balkenbrücke erforderten ein Vielzahl an planerischen, montagetechnischen und organisatorischen Innovationen. Der höchste Pfeiler misst rund 150 Meter, der niedrigste rund 20 Meter. Der Abstand zwischen den Pfeilern variiert und beträgt zwischen 105 und 210 Metern. Mit 160 Metern Höhe überragt das Bauwerk sogar den Kölner Dom, seine Länge von 1,7 Kilometern ist sechs mal länger als die London Bridge. Auf Grund der besonderen Dimensionen und der damit verbundenen Anforderungen an die eingesetzten Baumaterialien entschied man sich für Stahl von Dillinger. Dillinger lieferte Grobbleche in verschiedenen Qualitäten in Dicken zwischen 8 und 125 Millimeter für die einzelnen Elemente wie Pfeiler und Unterbauten. Ein großer Teil des Stahls wurde - umweltschonend und passend für den Bau einer Flußbrücke - von Dillingen über die Saar und Mosel per Frachter zur Baustelle geliefert.

Die Hochmoselbrücke zwischen Ürzig und Zeltingen ist das Herzstück des 25 Kilometer langen vierspurigen Neubauprojekts der B50 zwischen Platten und Longkamp. Damit wird die einstige „teuerste Sackgasse Europas“ durchgehend befahrbar sein. Auch die BeNeLux-Staaten und deren Hafenanlagen sind fortan direkt mit dem Rhein-Main-Gebiet verbunden. Auf regionaler Ebene werden die Eifel und der Hunsrück über die A60/B50 verkehrstechnisch zusammenwachsen.
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