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Pressemitteilung BoxID: 436810 (Advanced Computer Advertisement GmbH)
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IPv6 - Was Firmen nun beachten müssen

(PresseBox) (Reutlingen, ) IPv6 ist in aller Munde, allenthalben wird man darauf hingewiesen, dass man schnellstens updaten muss und prüfen, ob man für die Zukunft (IPv6) gerüstet sei. Doch was hat es damit eigentlich auf sich?

Jeder Rechner in einem Netzwerk ist über eine ganz spezielle, eindeutige Adresse des sogenannten Internet Protokolls (IP) erreichbar. Bis vor kurzem arbeitete die Welt mit dem Internet Protokoll Version 4 (IPv4).

So eine IP Adresse besteht aus vier 8 Bit großen Nummern, die mit Punkten getrennt werden, z.B. 207.142.131.235

Damit lassen sich insgesamt 4.294.967.296 Adressen (4,2 Mrd) darstellen.

Im Jahre 1943 meinte noch der damalige IBM-Chef Thomas J. Watson: "Ich glaube, es gibt einen weltweiten Bedarf an vielleicht fünf Computern."

Dass man, selbst als es schon zigtausende von Computern gab, noch falsch liegen konnte, bewies 1995 Bill Gates mit seinem berühmten Spruch "Das Internet ist nur ein Hype".

Tja, erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt - und so sind wir heute schon an der magischen Grenze von 4,2 Mrd. vergebenen Adressen angelangt.

Die Lösung bietet IPv6, welches diesen Adressraum um den Faktor 2 hoch 96, also auf ca. 340 Sextillionen Adressen erweitert.

So eine IPv6 Adresse sieht dann aber auch nicht mehr ganz so gemütlich aus, sie wird gewöhnlicherweise hexadezimal notiert, wobei die Zahl in acht Blöcke zu jeweils 16 Bit unterteilt wird.

Diese Blöcke werden durch Doppelpunkte getrennt notiert: 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344.

In Zukunft wird es also solche Internetadressen geben:
http://[2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344]/

Gott sei Dank müssen wir aber unsere Internetadressen nicht als IP-Adressen eintippen, sondern können uns auf die weltweit verteilten Nameserver verlassen, die für uns die Übersetzung in wohlgeformte und leichtverständliche Domainnamen übernehmen.

Und genau hier ist der Knackpunkt: Viele Nameserver weltweit verstehen das neue IPv6 Protokoll noch nicht. Auch viele Firmenserver, insbesondere bei größeren Firmen arbeiten weiterhin mit IPv4. Deswegen wird es auch noch auf lange Zeit hin beide Systeme parallel geben, falls IPv4 überhaupt jemals gänzlich abgeschafft werden sollte.

Interessiert das nun Sie und Ihren Webauftritt?

Im Prinzip nicht. Die Arbeit, die Technik auf IPv6 upzudaten muss Ihnen Ihr Provider abnehmen. Insbesondere die großen deutschen Provider arbeiten und testen schon seit geraumer Zeit IPv6 in ihren Rechnenzentren. Bei Domainfactory wurde dieses Jahr bereits der Parallelbetrieb von IPv6 und IPv4 eingeführt, d.h. alle unsere Kundenserver sind schon seit Anfang des Jahres unter einer IPv6 Adresse erreichbar.

Wann könnte ein durch IPv6 hervorgerufenes Problem entstehen?

Genau dann, wenn Ihr Provider eine bestehende IPv4 Adresse löscht, und Sie diese Adresse fest "verdrahtet" in Ihrem Internetauftritt nutzen, z.B. http://1.2.3.4/anmeldeformular.html

Dies kommt aber in von ACA genutzten und programmierten Scripten so gut wie nicht vor. Weiterhin muss Ihnen Ihr Provider vor der Abschaltung der IP dies rechtzeitig bekannt geben. Bisher wurden aber nur IPv6 Adressen in Parallelbetrieb oder für neue Rechner genutzt, alte IPv4 bleiben nach wie vor in Betrieb.

Also keine Angst vor IPv6.