World Backup Day 2017 - Actifio erwartet das Ende der traditionellen Backups

Thorsten Eckert, Sales Director DACH, wirft anlässlich des heutigen "World Backup Day" einen Blick auf die Gegenwart und Zukunft konventioneller Backup-Konzepte

Frankfurt, (PresseBox) - Backup-Management ist nicht die Kür, sondern eher die Pflicht für das IT-Personal. Die herkömmliche Datensicherung hat nur deswegen so lange überlebt, weil die Alternative noch schlimmer ist: Datenverlust. Die klassische Sicherung ist daher nach wie vor so etwas wie eine Versicherung. Sie bietet Schutz vor einem unerwünschten Ereignis.

Aber ebenso wie Versicherungspolicen, sind Backups teuer und bieten keine zusätzliche nennenswerte Funktionalität. Ein Auto fährt nicht schneller, weil es versichert ist und ein Produktionssystem läuft nicht besser mit Backup. Viele IT-Profis haben – meistens zu spät – die Erfahrung gemacht, dass Backups auch unzuverlässig sein können. Noch schlimmer ist dabei die Tatsache, dass fehlerhafte Backups in der Regel nicht entdeckt werden, bis der Ernstfall eintritt und eine Wiederherstellung erforderlich ist. Bei einer solchen Situation hat die IT wirklich kein Glück.

Glücklicherweise jedoch, scheint es so, als ob die Ära des traditionellen Backups sich dem Ende nähert. So gab es in den letzten Jahren wesentliche Verbesserungen bei der Virtualisierung, Synchronisierung und Replikation. Die drei Komponenten gibt es mittlerweile als integrierte Lösung, die Point-in-Time-Wiederherstellung und Datensicherung als integralen Bestandteil beinhaltet. Diese neuen Datenschutztechnologien kommen nicht mehr nur zum Einsatz, wenn es zu einem Systemausfall kommt, sondern laufen ständig in Live-Produktionssystemen.

Bei einer, gemessen an der IT-Geschichte, so alten Technik wie Backup nach dem herkömmlichen Prinzip, bietet es sich an, aus heutiger Sicht deren objektiven Nutzwert auf den Prüfstand zu stellen. Danach stellt sich zwangsläufig die Frage, ob sich das gleiche Ergebnis auf eine bessere Art und Weise erzielen lassen würde. Das Backup erledigt zwei verschiedene, wichtige Jobs. Erstens, erfasst es eine zeitpunktspezifische Version oder einen Snapshot eines Datensatzes. Zweitens, wird eine Kopie dieser punktuellen Version der Daten auf ein anderes System, an einem anderen Standort, oder vorzugsweise beides, geschrieben. Wenn eine Wiederherstellung ansteht, gilt es die richtige Version zu finden und die Daten dann wieder in ein „frisches“ Produktionssystem zu kopieren. Wenn das Backup funktioniert, schützt es uns vor zeitspezifischen Problemen wie versehentlich gelöschten Dateien, Ransomware-Angriffen oder kompletten Systemausfällen.

Damit aus Backups Daten wiederhergestellt werden können, wie es häufig beworben wird, setzt dies regelmäßige Tests und gängige Ausfälle ohne Beeinträchtigung der Produktionssysteme voraus. Viele IT-Teams fehlen aber die Ressourcen oder die Zyklen sind zu knapp, um sicherzustellen, dass ihre Backups wirklich funktionieren. Backups können aber in einer Weise, die schwer zu erkennen ist, fehlschlagen. Diese Ausfälle müssen zunächst keinen Einfluss auf ein Produktionssystem haben, bis etwas schiefgeht. Und wenn aus der Sicherung dann keine Wiederherstellung möglich ist, ist einiges schiefgegangen.

Moderne Datensicherung setzt auf das Technologie-Dreigespann aus Virtualisierung, Synchronisierung und Replikation. Gemeinsam adressieren diese drei Komponenten die entscheidenden Kritikpunkte beim traditionellen Backup-Ansatz.


Virtualisierung trennt Live-Daten und sich verändernde Daten von stabilen Versionen dieser Daten.
Synchronisierung verschiebt die Änderungen effizient von einer stabilen Version zur nächsten und zu einem Replikationskern.
Die Replikation verbreitet dann identische Kopien dieser Versionen über Ziel-Server, die über mehrere geografische Standorte verteilt sind.


Im Wesentlichen beschreibt dies die moderne Cloud. Diese Technologien sind bereits seit Jahrzehnten bekannt, haben sich aber in dieser Zeit weiterentwickelt. In ihrer Kombination können sie alle Aufgaben des gängigen Backup-Managements übernehmen und sogar darüber hinaus für andere Aufgaben eingesetzt werden.

Da dieser Ansatz Live-Daten mit gesicherten Versionen der Daten zusammenführt, erhöht dies den Nutzen und die Gesamtsicherheit des Systems drastisch. Das für den IT-Betrieb zuständige Team hat Zugang in die Versionenhistorie der Daten und kann bei Bedarf kurzfristig eine DevTest-Instanz der Datenbanken erstellen. Es können mehrere Live-Instanzen des Produktions-Frontends erstellt werden, um Daten über verteilte Standorte hinweg zu synchronisieren. Ebenso ist eine sofortige Wiederherstellung zu früheren Versionen einer Datei möglich. Am wichtigsten dabei ist: Weil die moderne Variante der Datensicherung die Daten nicht als separaten Prozess kopieren muss, entfällt das Risiko, dass dieser Prozess versehentlich und unbemerkt fehlschlägt. Auf diese Weise wird die Datensicherung zu einem integralen Bestandteil eines gesunden Produktionssystems.

Es sind zwei unterschiedliche Ansätze für diese neue Art der Datensicherung entstanden: SAN und NAS. Die SAN-Welt setzt auf Block-Level-Virtualisierung. Der entscheidende Vorteil ist hier Geschwindigkeit. Moderne Workloads sind oft Datenbanken und virtuelle Maschinen, so dass die Leistung des Produktionssystems in keiner signifikanten Weise behindert werden darf. SAN-Anbieter können zeitspezifische Images von Volumes auf Block-Ebene erstellen und an andere Orte kopieren. Neben der Bereitstellung von grundlegenden Funktionen wie Datensicherung und Wiederherstellung, machen diese Technologien es einfacher, Datenbanken zu entwickeln, zu aktualisieren und vor dem Produktivstart zu testen. Die Fähigkeit, Block-Volumes zu klonen, bietet sich gerade für DevTest-Anwendungsfälle an – und verändert die Verwaltung von Dateien, wie sie bisher gehandhabt wurde.

Die NAS-Welt setzt auf Virtualisierung auf Dateiebene, um das gleiche Ziel zu erreichen. Bei Dateien, die in Unternehmen gespeichert werden, ist Skalierbarkeit entscheidend. Somit ist es wichtig, Dateisysteme zu unterstützen, die den physischen Speicherplatz eines Geräts überschreiten können. Die Anbieter nutzen Caching und Virtualisierung, um Dateisysteme über die Grenzen eines beliebigen Hardwaregeräts hinaus zu skalieren. NAS-Lösungen erfassen Dateiebenen-Versionen und synchronisieren sie mit dem Cloud-Speicher, also den Objektspeicher-Backends. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um leistungsstarke Dateireplikations-Backends, die über mehrere geografische Standorte laufen und als Dienst dienen, der von Azure, AWS und Google unterstützt wird. Der Vorteil dieser Systeme ist nicht nur ihre unbegrenzte Skalierbarkeit, sondern die Tatsache, dass die Dateien automatisch gesichert werden. Die Dateiversionen werden im Cloud-Speicherkern synchronisiert. Die Cloud tritt in diesem Sinne an die Stelle der preiswerten, aber letztlich unzuverlässigen traditionellen Medien für die Speicherung von Backups. Diese Verschiebung in die Cloud trägt nicht nur zur Zuverlässigkeit bei, sondern kann auch drastisch die RPO reduzieren – von vormals mehreren Stunden auf wenige Minuten.

Es zeichnet sich bereits ab, dass eine neue Ära der Datensicherung beginnt. Das herkömmliche Backup hat ausgedient – und dies ist überaus positiv zu werten. Wir bewegen uns von einem Prozess der Datenwiederherstellung im Rahmen eines Fehlermodus-Szenarios zu einem Prozess, in dem Daten kontinuierlich geschützt sind. Dabei entfällt das Risiko der klassischen Datensicherung und es stehen spannende neue Funktionen zur Verfügung, die Unternehmen produktiver machen.

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