Ende der atlantischen Hurrikan-Saison 2017: A3M mit einem Rückblick zu den tropischen Stürmen

(PresseBox) ( Tübingen, )
Nach Harvey kam Irma, nach Irma kamen Maria und Orphelia: Die atlantische Hurrikan-Saison begann am 1. Juni und endete Ende November 2017 und hat in dieser Zeit verheerende Spuren hinterlassen: Einige Teile der Karibik sind heute noch kaum bewohnbar, viele Menschen sind ums Leben gekommen und die touristische Infrastruktur, ein wichtiger Wirtschaftszweig der Region, ist mancherorts eingebrochen. Insgesamt bildeten sich 16 tropische Stürme, davon haben sich zehn zu einem Hurrikan entwickelt. Sechs Hurrikans haben dabei die Kategorien drei bis fünf der Hurrikan-Skala erreicht. Dabei zeigten sich die Hurrikane Irma und Maria als die schlimmsten Hurrikans der Geschichte. Das auf Krisenmonitoring spezialisierte Unternehmen A3M aus Tübingen hat die schweren Hurrikane der letzten Monate zum Anlass genommen, die Unwetter-Ereignisse zu analysieren.

Bereits im August bildete sich Hurrikan Harvey an den Kapverdischen Inseln und erreichte nach Überquerung der mexikanischen Halbinsel Yucatán die texanische Küste. Die US-Bundesstaaten Texas und Louisiana wurden am stärksten von dem Hurrikan getroffen. Mindestens 80 Menschen sind hierbei gestorben. Der Hurrikan hat zeitweise die Kategorie vier erreicht.

Mit Kategorie fünf erreichte einen Monat später Irma das Festland. Betroffen waren hier vor allem die karibischen Inseln Barbuda, Saint Martin, die Britischen Jungferninseln, Turks- und Caicosinseln, Kuba, Puerto Rico und die Florida Keys. Mindestens 130 Menschen fielen dem Hurrikan zum Opfer, der als längster Hurrikan der Kategorie fünf gilt. Noch heute sind einige Regionen nicht bewohnbar.

Direkt nach Irma folgte Mitte September der Hurrikan Maria, von dem besonders Teile der Kleinen Antillen wie Martinique, Dominica und Guadeloupe, die Jungferninseln und Puerto Rico betroffen waren. Der Hurrikan ist ebenfalls mit der Kategorie fünf auf Land gestoßen und hat mindestens 60 Todesopfer gefordert. Im Oktober dieses Jahres hat der Ex-Hurrikan Orphelia Irland erreicht und forderte drei Todesopfer und ließ über 10.000 Menschen zeitweise ohne Strom. Die Hurrikane Lee (Kategorie drei), der Richtung Europa wanderte, und Jose (Kategorie vier) in der Karibik hatten sich abgeschwächt, bevor sie Festland erreichten.

Wie entstehen Hurrikans?

Im Atlantik heißen sie Hurrikane, im Pazifik Taifune, im nördlichen Indischen Ozean Zyklone. Diese tropischen Wirbelstürme haben ihren Ursprung im Ozean: Der tropische Sturm ist ein Zusammenspiel einer erhöhten Meeresoberflächentemperatur von mindestens 26 Grad Celsius, einer großen zusammenhängenden Meeresoberfläche und der sogenannten Corioliskraft, die die heiße und feuchte Luft „dreht“ und so einen Wirbel entstehen lässt. Die Hurrikane werden, je nach Intensität, in fünf Kategorien nach der Saffir-Simpson-Skala eingeteilt. Hurrikans ab Stufe drei können bereits schwere Schäden anrichten. Kategorie fünf ist mit einer Windgeschwindigkeit ab 250 Stundenkilometern die höchste Stufe, deren Auswirkungen meist fatal sind.
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