Telekom Austria Group-Studie: 7 von 10 ÖsterreicherInnen suchen sofort im Internet, wenn sie etwas nicht wissen

Wien, (PresseBox) - .
- Bedeutung der Medienkompetenz im digitalen Zeitalter steigt erheblich
- Für unter 30-Jährige ist das Internet immer mehr Hauptinformationsquelle
- Aber immer noch ein Viertel der ÖsterreicherInnen sind offline
- Medieninitiative "A1 Internet für Alle" bietet kostenlose Internet-Workshops
- Evaluierung durch Wirtschaftsuniversität Wien: Initiative erreicht "Internet-ferne" Gruppen
- Erfolgreiche Bilanz: Knapp 16.000 TeilnehmerInnen profitierten von den Kursen

"Das Internet und seine umfassenden Möglichkeiten bewirken eine rasche gesellschaftliche Veränderung. Mehr als 70% der österreichischen Internet-NutzerInnen suchen laut unserer aktuellen Studie sofort die gewünschten Informationen im Internet, wenn sie etwas nicht wissen. Gleichzeitig haben aber fast 90% kein vollständiges Vertrauen in die Informationen aus dem Internet", erklärt Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria Group und A1, und folgert: "Daher ist Medienkompetenz für den kompetenten und selbstbewussten Umgang mit dem Internet mehr denn je entscheidend. ,A1 Internet für Alle' ist unser Beitrag, um die bisher von der digitalen Welt ausgeschlossenen Menschen mit dem Internet vertraut zu machen." Ähnliche Initiativen der Telekom Austria Group wurden mittlerweile von den Tochtergesellschaften Si.mobil in Slowenien und Vip mobile in der Republik Serbien ausgerollt.

Die Telekom Austria Group präsentierte gestern bei einem Pressegespräch in Alpbach eine in ihrem Auftrag vom Sozialforschungsinstitut SORA durchgeführte Studie, die sich mit der Wissensaneignung der ÖsterreicherInnen im Internet detailliert auseinandersetzt. Dabei wurden 800 ÖsterreicherInnen repräsentativ befragt.

"Offliner" aus Mangel an Know-how. Und aus Überzeugung

Insgesamt gaben 26% aller Befragten an, privat das Internet nicht zu nutzen. Davon geben wiederum 79% an, auch sonst keinen Zugang zum Internet zu haben - das entspricht 21% der österreichischen Gesamtbevölkerung. Hauptgründe für die digitale Abstinenz der Offliner sind mangelndes Wissen über Internet bzw. Computer (22%), aber auch die bewusste Entscheidung gegen das Internet zu Hause (18%). Anschaffungskosten spielten dabei mit 7% eine sehr geringe Rolle. Klare Anreize böten für die "Offliner" eine Kontrolle der Inhalte des Internets bzw. eine Hilfestellung bei der Nutzung: 36% bzw. 30% der "Offliner" würden das Internet unter diesen Voraussetzungen eher nutzen. Nur 8% aller Befragten unter 30 Jahren sind "Offliner".

Print und Fernsehen sind die führenden Informationsquellen - noch!

Für die ÖsterreicherInnen zählen Fernsehen und Zeitungen in den Themenbereichen Politik, Wirtschaft und Lokales, Kultur & Gesellschaft mit einem Anteil zwischen 55% und 67% zu den Hauptinformationsmedien; das Internet als Informationsquelle verwenden nur zwischen 11% und 19% der Befragten. Bei den Themenblöcken Wissenschaft, Technik und Medizin liegt der Anteil der ÖsterreicherInnen, die auf das Internet als Informationsquelle zugreifen, bereits bei 30%.

In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen zeigt sich ein deutlich anderes Bild: Hier informieren sich 52% bereits im Internet über Themen von Wissenschaft, Technik und Medizin (versus 30% im Gesamtsample). Und sogar doppelt so viele der jüngeren NutzerInnen (wieder im Vergleich zum Gesamtsample) greifen bei den Themen Sport, Lokales, Kultur & Gesellschaft auf das Internet zu. Für Jüngere ist das Internet in diesen Bereichen bereits das Hauptinformationsmedium.

Christoph Hofinger, wissenschaftlicher Leiter bei SORA: "Medienkompetenz ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im digitalen Zeitalter, denn das Internet ist die weitreichendste Innovation der vergangenen Jahrzehnte - mit umfassenden Konsequenzen für die Aneignung von Wissen. Die Nutzung der traditionellen Medien als Informationsquelle ist nach wie vor sehr stark. Aber wir sehen auch einen deutlichen Wandel: Bei den Jüngeren verlagert sich der Informationserwerb in die Online-Welt." Mindestens mehrmals die Woche gehen die ÖsterreicherInnen online, um sich gezielt Informationen zu holen. Nach E-Mails abrufen (81%) sind Nachrichtenkonsum (46%) und Recherche auf Nachschlagseiten wie Wikipedia (44%) die Hauptaktivitäten im Internet.

Das Internet-Paradoxon: Hohe Nutzung, mehrere Endgeräte, aber wenig Vertrauen

Die von SORA durchgeführte Telekom Austria Group-Studie beinhaltet auch eine Nutzer-Typologie. Demnach teilen sich die österreichischen InternetnutzerInnen in drei Gruppen: "Digital Inexperienced", "Digital Advanced" und "Digital Professionals".

Die "Digital Inexperienced" sind im Durchschnitt über 60 Jahre alt und gehen meistens anlassbezogen ins Internet. Ihr Anteil liegt bei 26% aller InternetnutzerInnen. Die "Digital Advanced" sind mit 44% die größte Gruppe, ihr Durchschnittsalter liegt bei 43. Sie surfen teilweise schon mit einem mobilen Endgerät und nutzen das Internet nicht nur als Informationsquelle, sondern auch zur Kommunikation, z.B. für soziale Netzwerke. Die "Digital Professionals" machen 30% der NutzerInnen aus, ihr Durchschnittsalter liegt bei 22 Jahren und rund die Hälfte ist noch in Ausbildung. Die Mehrheit verfügt über zumindest zwei Endgeräte und nutzt sie vor allem für die Kommunikation (soziale Netzwerke, Voice over IP), aber auch als Informationsquelle. 57% von ihnen gehen sofort online, um Informationen zu recherchieren, wenn sie etwas nicht wissen. Und nur 19% von ihnen lesen lieber ein Buch oder eine Zeitung als im Internet zu sein.

Die verstärkte Nutzung und Integration des Internets in den Alltag wird unter anderem durch mobile Endgeräte vorangetrieben; dabei ist ein klarer Trend zur Nutzung von Smartphones und Tablets zu erkennen. Doch auch wenn das Internet vor allem den Jungen häufig als schnelle Informationsquelle dient, wird das Netz von den UserInnen hinsichtlich seiner Vertrauenswürdigkeit klar an letzter Stelle platziert: Insgesamt 24% der Befragten sagen über sich selbst, dass sie den Informationen aus dem Internet nie bzw. nur selten trauen. Nur 7% der NutzerInnen vertrauen dem Internet immer. Die höchsten Werte beim Vertrauen ("vertraue immer") genießen Lexika mit 47% und der Bekanntenkreis mit 35% - dem Radio vertrauen 10%. Bei den drei genannten Quellen sind die Misstrauenswerte entsprechend gering: 7% im Bekanntenkreis, 8% bei Lexika und 14% bei Radio.

Auffallend ist, dass 87% aller befragten UserInnen der Meinung sind, dass die Menschen allgemein den Informationen aus dem Internet zu sehr vertrauen. Daraus kann geschlossen werden, dass Inhalte im Internet zwar gelesen werden, die Informationen aber - je nach Quelle - eher skeptisch betrachtet werden. Um den Wahrheitsgehalt einer Information beurteilen zu können, sind Erfahrung und Medienkompetenz unabdingbar. Diese Notwendigkeit erkennen die Befragten ganz klar: So meinen 57%, dass die Kinder schon in der Volksschule lernen sollten, wie sie Informationen im Internet richtig recherchieren und bewerten.

Rund 16.000 BesucherInnen nutzten das kostenlose Schulungsangebot von "A1 Internet für Alle"

Die Schließung der digitalen Kluft und Erhöhung der Medienkompetenz in Österreich ist auch erklärtes Ziel der Initiative "A1 Internet für Alle". Im Rahmen des kostenlosen Schulungsangebotes erlernen die TeilnehmerInnen die 4. Kulturtechnik beziehungsweise jene Kompetenzen, die für eine aktive Teilnahme am Leben im digitalen Zeitalter notwendig sind. Das NPO-Kompetenzzentrum der Wirtschaftsuniversität Wien evaluiert "A1 Internet für Alle" und bestätigt nun den erfolgreichen Start der Initiative: Über 1.100 Workshops wurden in den ersten zehn Monaten durchgeführt, davon rund 200 in Kooperation mit sozialen Einrichtungen und rund 150 "on Tour" in Gemeinden in ganz Österreich. Die exakt 15.893 BesucherInnen belegen das große Interesse an der CSR-Initiative. Das Schulungsangebot erreicht viele Internetneulinge und Personen aus herausfordernden ökonomischen Verhältnissen: 28% gaben an, vor ihrem ersten Besuch bei "A1 Internet für Alle" das Internet noch nie genutzt zu haben. Mit 35% der TeilnehmerInnen stellen die über 65-Jährigen die größte Altersgruppe unter den IndividualbesucherInnen dar.

Erfolgsfaktoren: innovatives Konzept, Einbindung der A1 MitarbeiterInnen und Partner

Die Initiative überzeugte die WissenschaftlerInnen der WU Wien unter anderem durch das innovative und offene Raumkonzept des A1 Campus, die Integration von Partnerorganisationen, die hervorragende technische Ausstattung, den leichten und kostenlosen Zugang und die österreichweite Verfügbarkeit. Aus pädagogischer Sicht hebt das NPO-Kompetenzzentrum vor allem die auf unterschiedliche Zielgruppen adaptierten Kurse und das breite Themenspektrum der angebotenen, kostenlosen Schulungen positiv hervor. "A1 geht hier gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern aus dem Bildungsbereich völlig neue Wege in der Vermittlung von Medienkompetenz, bei der die 'digitale Kluft' zwischen UserInnen und Nicht-UserInnen von Computer und Internet aufgelöst werden. Es wird zudem eine Brücke zwischen traditionell getrennten pädagogischen Domänen geschlagen - den Schulen einerseits und der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit andererseits", kommentiert Eva More-Hollerweger, Vize-Direktorin des NPO-Kompetenzzentrums der Wirtschaftsuniversität Wien.

Als weitere Stärke wird die Einbindung der A1 MitarbeiterInnen hervorgehoben: Über 350 - vom Vorstand bis zum Lehrling - haben bisher mitgewirkt. Laut NPO-Untersuchung geht es um den Spaß am Umgang mit Menschen, einen sinnvollen gesellschaftlichen Beitrag und das als wichtig eingeschätzte gesellschaftliche Engagement des Arbeitgebers. MitarbeiterInnen können für maximal zwei Tage pro Jahr im Rahmen ihrer Dienstzeit die TrainerInnen unterstützen und ihr Wissen weitergeben. So wird ein intensives Betreuungsverhältnis geschaffen und den Lernenden dadurch ermöglicht, sich ihrem individuellen Lerntempo und den persönlichen Bedürfnissen entsprechend zu entwickeln. Dies trägt zu einer hohen Zufriedenheit bei - insgesamt 98% der TeilnehmerInnen würden die Workshops weiterempfehlen. Die persönlichen Eindrücke der KursteilnehmerInnen reichen von "Selbstbewusstsein gestärkt" über "Angst genommen" bis hin zu "problemlos und ohne Hilfe Informationen gefunden". Die neuen Kompetenzen ermöglichen den BesucherInnen der Kurse eine höhere Selbstständigkeit im Alltag oder Beruf und damit eine Verbesserung ihrer Lebenssituation.

"Wir gehen von einer langfristigen Wirkung der Initiative aus und sehen im Angebot von 'A1 Internet für Alle' einen wesentlichen Beitrag zur Schließung der digitalen Kluft in Österreich. Entwicklungspotenzial sehen wir vor allem in einer intensiveren Zusammenarbeit mit den LehrerInnen, noch stärker individualisierten Inhalten innerhalb der Workshops beziehungsweise für die Schulklassen sowie in der Entwicklung neuer Modelle, bei denen auch das Lesen und Schreiben als Teil von Medienkompetenz spielerisch gefördert werden", so More-Hollerweger.

Hannes Ametsreiter fasst zusammen: "Das digitale Zeitalter kommt jetzt auch in der Institution Schule an - und damit wird Medienkompetenz bei LehrerInnen wie auch bei SchülerInnen zu einer absoluten Notwendigkeit. Digital aufbereitete und vermittelte Schulinhalte, die auf die pädagogischen Bedürfnisse des Einzelnen eingehen, sind für mich ein realistisches Szenario der nahen Zukunft."

Für die Studie hat das SORA-Institut in Zusammenarbeit mit Jaksch & Partner von 27.6. bis 18.7.2012 eine repräsentative Stichprobe von 800 ÖsterreicherInnen ab 16 Jahren telefonisch befragt.

Weitere Informationen:

Die Präsentation zu den Studienergebnissen, Bildmaterial und O-Töne stehen unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.telekomaustria.com/presse/news/29.08_Alpbach_Internet_Studie_de.php

A1 Telekom Austria AG

Die an der Wiener Börse notierte Telekom Austria Group ist als führender Kommunikationsanbieter im CEE-Raum mit rund 23 Millionen Kunden in acht Ländern tätig: in Österreich (A1), Slowenien (Si.mobil), Kroatien (Vipnet), der Republik Serbien (Vip mobile) und der Republik Mazedonien (Vip operator), Bulgarien (Mobiltel), Weißrussland (Velcom) sowie in Liechtenstein (mobilkom liechtenstein). Der Gesamtmarkt der acht Länder umfasst rund 41 Mio. Einwohner. Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 16.800 MitarbeiterInnen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 4,45 Mrd. EUR. Das breit gefächerte Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen im Bereich Sprachtelefonie, Breitband Internet, Multimedia-Dienste, Daten- und IT-Lösungen, Wholesale sowie Payment-Lösungen.

Weitere Informationen unter http://www.telekomaustria.com und auf Twitter http://twitter.com/TA_Group

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