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Pressemitteilung BoxID: 126164 (A1 Telekom Austria AG)
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„Digital Communities“ im net.culture.space

(PresseBox) (Wien, ) Telekom Austria und Ars Electronica präsentieren von 14. bis 26. September 2007 „Digital Communities“ im net.culture.space. Thematisiert werden mehr als 50 Projekte, die als „Best Practises“ vor Augen führen, wie Menschen digitale Informationsnetze selbst in die Hand nehmen und für gesellschaftliche, politische und kulturelle Anliegen nutzen. Diskussionsveranstaltungen am 18. und 20. September 2007 – u.a. mit Leonhard Dobusch, dem Herausgeber des Buches "Freie Netze.Freies Wissen" - ergänzen die thematische Auseinandersetzung mit Digital Communities. net.culture.space ist täglich von 10 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Projekte aus der Digital Communities – Kategorie des Prix Ars Electronica. Der Prix Ars Electronica ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für Kreativität und Pioniergeist im digitalen Medienbereich. "Digital Communities würdigt das politische und künstlerische Potenzial digitaler und vernetzter Systeme und spricht damit ein breites Spektrum von Projekten, Kunstwerken, Programmen, Initiativen und Phänomenen an, in denen soziale und künstlerische Innovation gewissermaßen in Echtzeit stattfindet“, so Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter Ars Electronica.

Rund 50 Projekte werden in der Ausstellung thematisiert, die sozusagen als „Best Practises“ vor Augen führen, wie Menschen digitale Informationsnetze selbst in die Hand nehmen und für (ihre) gesellschaftliche, politische und kulturelle Anliegen nutzen. „Für die Telekom Austria ist die Chancengleichheit für alle Menschen bei der Teilnahme an der Informationsgesellschaft ein besonderes Anliegen. Gerade bei der Ausstellung Digital Communities werden besonders mutige und inspirierte Projekte ins Rampenlicht gestellt“, so Martin Bredl, Leiter Kommunikation Telekom Austria TA AG.

Mit dabei sind auch die Preisträgerprojekte der Digital Communities – Kategorie des Prix Ars Electronica. Erster Gewinner im Jahr 2004 war im Übrigen ein Projekt namens „Wikipedia“. 2005 gewann das Projekt „Akshaya“ (www.akshaya.net). Im Rahmen des Entwicklungsprogrammes „Akshaya“, 2005 im indischen Bundesstaat Kerala gestartet, sollen innerhalb von drei Jahren 6000 Internet-Zentren eröffnet, Infrastruktur für die lokale Bevölkerung geschaffen werden und gleichzeitig 50.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Gewinnerprojekt 2006 „canal*ACCESSIBLE“ (www.zexe.net/barcelona) gibt Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, mittels Multimedia-Messages (MMS) im Internet einen virtuellen Stadtplan von Barcelona zu erstellen, in dem jene Punkte der Stadt eingezeichnet sind, die für körperbehinderte Menschen unzugänglich sind. 2007 wurde das Projekt „Overmundo“ ausgezeichnet (www.overmundo.com.br).
„Overmundo“ ist gleichermaßen Community wie Softwaretool. Die Web 2.0-Plattform fokussiert auf brasilianische(n) Kultur(en) in ihrer Vielfalt und Komplexität. Texte, Bilder, Videos und Musikstücke spiegeln Altersgeschichten, Geschlechter, Ethnien, Regionen und Sprachen der brasilianischen Gesellschaft(en) wider.

Diskussionsveranstaltungen am 18. und 20. September 2007, Dienstag, 18. September 2007, 18:00 Uhr

„Digital Communities und die neue Öffentlichkeit. Können Kommunen die besseren digitalen Gemeinschaften sein?“

Haben die Kommunen von heute die Herausforderungen von Open Source Software und offenen Netzen erkannt und angenommen? Bietet die öffentliche Hand, insbesondere Städte und Gemeinden, den digitalen Projekten einer selbstbewussten Zivilgesellschaft von Wikipedia bis Creative Commons, genug Raum und Unterstützung? Oder überlassen sie die Gestaltung der Wissensgesellschaften den Konzernen der Unterhaltungsindustrie?

Es diskutieren:

-Leonhard Dobusch, Freie Universität Berlin, Herausgeber des Buches "Freie Netze.Freies Wissen"
-Marie Ringler, Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete in Wien
-Sybille Straubinger, Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete in Wien
-Gertraud Diendorfer-Ratzenböck, Demokratiezentrum Wien (tbc)
-Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter Ars Electronica Linz Moderation: Andreas Hirsch, electrolyte.net

Donnerstag, 20. September 2007, 19:00 Uhr

„fair music - It's time for a change"

Wie in der revolutionären Umwälzung der Musikwirtschaft Fans und Musikschaffende weltweit durch Nutzung digitaler Technologien in der Musik wieder den Ton angeben können.

Digitale Technologie hat eine Revolution in der Musikwirtschaft ausgelöst, bei der kein Stein auf dem anderen bleibt. fair music - die erste weltweite Initiative für Fairness und Gerechtigkeit in der Musikwirtschaft - arbeitet daran, in dieser Umwälzung die Stellung sowohl der Musikschaffenden als auch der MusikhörerInnen massiv zu stärken. Dazu erarbeitet fair music gemeinsam mit dem Internationalen Musikrat (IMC) und den Betroffenen Standards für musikalische Produkte, die künstlerische Freiheit und faire Abgeltung der KünstlerInnen gewährleisten und den Konsumenten Sicherheit geben sollen.

Es diskutieren:

-Peter Rantasa / mica - music austria
-Célia Mara / Musikerin
-electric indigo / female:pressure
-Siegi Lindenmayr / Abg. zum Gemeinderat in Wien
-Helmut Schüller / Vorstandsvorsitzender FAIRTRADE Österreich ( tbc)
-Gerald Faschingeder / Universität Wien, Direktor Paulo Freire / Institut für transdisziplinäre Entwicklungsforschung und -bildung
-Gabriele Eschig / Österr. UNESCO Kommission (tbc)

Moderation: Andreas Hirsch, electrolyte.net

Weitere Projekte der Ausstellung „Digital Communities“

Second Life Architekturwettbewerb initiiert von Stephan Doesinger

Mittels einer 3D-Projektion besteht die Möglichkeit, die Preisträgerprojekte aus dem Second Life Architekturwettbewerb in der virtuellen Welt zu besuchen. 1st Annual Architecture & Design Competition ist ein seit 2007 jährlich stattfindender offener Wettbewerb in Second Life der nach neuen Trends in Architektur, digitaler Kunst und Design in Second Life sucht. Im Rahmen der Ars Electronica 2007 wurden von einer internationalen Jury vier Projekte ausgewählt, die nun im net.culture.space präsentiert werden. Die Gewinner dieses weltweit einzigartigen Wettbewerbs reüssierten durch unkonventionelle Ideen und Ansätze: Das Preisträgerprojekt „Seventeen Unsung Songs" ist ein temporärer, interaktiver Klang-Garten von Adam Nash aus North Melbourne. Das technisch elaborierteste Projekt „Hyperformalism" von DC Spensley aus San Francisco besticht durch seine konsequente Abstraktion und interaktive Elemente. „Whitenoise" von Max Moswitzer aus Wien besteht aus so genannten Freebies, die eine wachsende architektonische Struktur aus virtuellen Objekten bilden, die man kostenlos sammeln kann. Das Projekt „Living Cloud" von Tanja Meyle aus Berlin überzeugte die Jury in der Kategorie „Private Homes" durch eine Wolke, die ihren Avatar „Creatina Ferraris" umgibt. Ebenfalls zu sehen sind die Preisträgerprojekte unter: www.sl-award.com.

Buntes Fernsehen Engerwitzdorf by Telekom Austria TA AG und Sonovista

2004 starteten die Projektpartner Gemeinde Engerwitzdorf, Telekom Austria und die Medien Innovationsagentur Sonovista mit Unterstützung durch die oberösterreichische Landesregierung ein Pilotprojekt zur Zukunft des Fernsehens. Bei „Buntes Fernsehen“ produzieren die Bürgerinnen und Bürger von Engerwitzdorf eigene Filmbeiträge, die über regionale Ereignisse berichten. Alle Beiträge sind über eine IPTV-Plattform der Telekom Austria rund um die Uhr abrufbar. Das Projekt verfolgt das Ziel, das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der aktiven Gestaltung des Gemeindelebens zu wecken. Aus dem idealistischen Pilotprojekt entwickelte sich ein weltweit beachtetes und mehrfach preisgekröntes Modell für die demokratische Nutzung von Medien auf Basis von IPTVTechnologie. Seit 2006 ist Engerwitzdorf neben den Großstädten Oslo und Köln ein Teststandort im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts „CITIZEN MEDIA –
SOCIAL CHANGE“ (an dem 15 namhafte Partner aus den Bereichen Wissenschaft und Industrie teilnehmen).

WikiMap Wien by Ars Electronica Futurelab (A)

Ein Stadtplan, der Geschichten erzählt. Ein Stadtplan kann mehr als bloß Überblick über Straßen und Gebäude geben. Er kann das Leben der Menschen widerspiegeln, die durch diese Straßen spazieren und in diesen Gebäuden wohnen. Die WikiMap Wien ist so ein Stadtplan. Auf www.wikimap.at/ncs kann jede/r mitgestalten und Häuser, Straßen und Plätze mit Texten, Bildern oder Klängen versehen. Von assoziativ künstlerisch inspirierten Stadteroberungen bis zu Fragestellungen zukünftiger Gestaltung: "Location Based Multimedia Storytelling" eignet sich für zahlreiche Projekte. Dabei entsteht eine Landkarte aus Informationen, Impressionen und Tönen. Kein Stadtplan im herkömmlichen Sinn, sondern ein interaktiver Kommunikations- und Wissensraum.

Flick_rBoard by Ars Electronica Futurelab (A)

Ob Fotos oder Grußbotschaften, Wünsche, Anregungen oder Beschwerden – mit dem Flick_rBoard wird die Idee des schwarzen Bretts neu interpretiert. Die Medieninstallation lebt von den Beiträgen der BenutzerInnen und bildet eine dynamische Kommunikationsplattform im öffentlichen Raum. Tablet-PCs erfassen handschriftliche Notizen und Piktogramme oder ergänzen vorher aufgenommene Fotos um Scribbles. Als Post-its und Polaroids erscheinen die Botschaften auf digitalen Pinwänden. Und können von Wien nach Linz und vice versa oder auf Flickr versandt werden.

Hintergrundinformationen net.culture.space

Vernetzt miteinander, vernetzt im System, vernetzt zwischen realer und virtueller Welt. Die technologische Entwicklung der vergangenen Jahre zeitigt(e) vielschichtige und tief greifende Auswirkungen, deren gesellschaftliche und kulturelle Reflexion erst langsam einsetzt. net.culture.space versteht sich als eine Plattform, die genau dieser interdisziplinären Aufarbeitung Raum gibt und sich mit zyklisch wechselnden interaktiven Szenarien um Entwicklung und Austausch von Ideen, Konzepten und Visionen bemüht. Von Telekom Austria und Ars Electronica initiiert, rückt net.culture.space die vielfältigen und dynamischen Formen zeitgenössischer Medienkunst ins Rampenlicht.

net.culture.space kann bei freiem Eintritt täglich von 10.00 – 20.00 Uhr besucht werden. Infotrainer vor Ort unterstützen nicht nur bei der richtigen Bedienung der Installation, sondern leisten darüber hinaus Vermittlungsarbeit. Diskussionsrunden, Spezialführungen und ein Blog ergänzen die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den jeweiligen Schwerpunktthemen. Detailinfos unter www.netculturespace.at.

Ausstellungsdaten „Digital Communities“

- Ausstellungsort quartier21/MQ (transeuropa), Museumsplatz 1 / A-1070 Wien
- Ausstellungsdauer 14. September – 26. September 2007
- Eröffnung 13. September 2007 / 19 Uhr
- Diskussionsveranstaltungen: 18., 20. und 25. September
- Information / Telefon: +43 – (0) 732 7272-0
- Kunstvermittlung info@netculturespace.at / www.netculturespace.at
- Öffnungszeiten/Eintritt 10.00 – 20.00 Uhr bei freiem Eintritt
- Kuratoren Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter Ars Electronica Christopher Lindinger, Ars Electronica Futurelab
- Ausstellungsarchitektur Scott Ritter