Epigenetik: Krebs reprogrammieren und Resistenzen überwinden | 11. 4SC Wissenschaftliches Symposium

International anerkannte Experten präsentieren und diskutieren aktuelle Entwicklungen im Bereich epigenetischer Krebstherapien

(PresseBox) ( Planegg-Martinsried, )
 Die 4SC AG (4SC, FWB Prime Standard: VSC) veranstaltet am Donnerstag, den 29. September 2016 am Standort des Unternehmens in Planegg-Martinsried bei München ihr 11. Wissenschaftliches Symposium zum Thema "Krebs reprogrammieren und Resistenzen überwinden". Zu der Veranstaltung erwartet 4SC mehr als 50 internationale Vertreter aus Wissenschaft, klinischer Forschung und Industrie aus den Bereichen Epigenetik und Krebsforschung.

Das Symposium bietet 7 Vorträge von international renommierten Wissenschaftlern und Medizinern zu ihrer jüngsten Forschung über epigenetische Mechanismen in gesunden und kranken Zellen, zu neuen Methoden epigenetische Modulation in Zellen zu verfolgen und zu kombinierten epigenetischen Therapiestrategien, um Resistenzen gegen Krebsmedikamente zu überwinden.

Den Hauptvortrag hält Prof. Thomas Jenuwein, Direktor und Senior-Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg und Mitglied des kürzlich gegründeten Internationalen wissenschaftlichen Expertengremiums von 4SC. Prof. Thomas Jenuwein: "Epigenetische Fehlsteuerungen spielen eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Krebs, da sie maßgeblich den zeitlichen Ablauf und die Aggressivität der Krankheit beeinflussen. In meinem Vortrag befasse ich mich vor allem mit der epigenetischen Aktivität repetitiver Elemente in der DNA von Säugetieren - die in der Vergangenheit als inerte evolutionäre oder virale Relikte galten - und ihrer möglichen Funktion im Zusammenhang mit normaler Entwicklung und Krankheiten."

"Trotz großer Fortschritte auf dem Gebiet der Onkologie bereiten Resistenzbildungen und Krankheitsfortschritt nach oder bereits während der Behandlung noch immer gravierende Schwierigkeiten," ergänzt Dr. Erich Enghofer, Veranstalter des Symposiums und Executive Vice President Oncology and Hematology bei 4SC. "Ich bin sehr stolz, dass 4SC diese hochkarätige Konferenz mit hervorragenden Referenten veranstaltet, die in ihrem jeweiligen Forschungsgebiet einen ausgezeichneten Ruf haben. Wir freuen uns auf produktive Diskussionen zu den jüngsten Fortschritten in der Epigenetik und Medikamentenentwicklung zur Überwindung von Resistenzen."
 

Sprecher und Abstracts


Prof. Thomas Jenuwein, Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik, Freiburg | Epigenetic Control of the Genome by Repetitive Elements
Prof. Christoph Plass, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg | Cancer: Cell-of-Origin and Epigenetics
Dr. Charles B. Epstein, Broad Institute of MIT and Harvard, Cambridge, MA, USA | Mapping and Analysis of Chromatin Regulators
Dr. Jun Qi, Dana-Farber, Boston, MA, USA | Bromodomain-Inhibition with JQ1 as Therapeutic Strategy in Oncology
Prof. Andreas Neubauer, Universitätsklinikum Gießen und Marburg | Epigenetic Modifiers as Anti-Cancer Agents: Today and Tomorrow
Prof. Alexander Tarakhovsky, Rockefeller University, New York, NY, USA | Epigenetic Control of Antiviral Response and Inflammation
Dr. Daniel Vitt, 4SC, Planegg-Martinsried | Targeting Transcriptional Dysregulation with Epigenetic Modifiers


Über epigenetische Krebstherapie

Epigenetische Veränderungen beeinflussen den Aktivitätszustand bestimmter Gene und bewirken, dass diese vermehrt oder weniger stark abgelesen werden, verändern jedoch nicht die Erbinformationen in der DNA selbst. Durch diesen Mechanismus können differenzierte Zellen, wie zum Beispiel der Lunge, Nerven oder Haut, trotz identischer genetischer Informationen sehr unterschiedliche Funktionen ausüben.

Beim Übergang einer Zelle zur Krebszelle spielen epigenetische Veränderungen eine ebenso wichtige Rolle wie Genmutationen. Die Epigenetik beeinflussen zu können, ist für die Krebstherapie äußerst vielversprechend. Epigenetische Wirkstoffe wie Resminostat und 4SC-202 von 4SC können diese epigenetischen Modifikationen wieder rückgängig machen. So unterbrechen oder bekämpfen die epigenetischen Krebswirkstoffe den für die Krebsentstehung verantwortlichen Mechanismus und machen die Krebszellen für das körpereigene Immunsystem sichtbar oder empfänglicher für eine immuntherapeutische Krebsbehandlung.

Die Epigenetik gilt als wachstumsstarker Zukunftsmarkt der Onkologie, da sie sowohl für monotherapeutische Ansätze als auch für die Kombination mit immunologischen Krebsmedikamenten und anderen therapeutischen Wirkstoffen vielversprechende Perspektiven bietet. Laut einem Bericht des Forschungs- und Beratungsunternehmens Grand View Research vom Oktober 2015 wird für den weltweiten Epigenetik-Markt im Jahr 2022 ein Umsatz von 16 Mrd. US-$ nach 4 Mrd. US-$ im Jahr 2014 erwartet.
 

Zukunftsgerichtete Aussagen

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