Forschungskooperation zum Lotus-Effekt

Prof. Dr. Wilhelm Barthlott zu Gast im Entwicklungszentrum der 3M Deutschland GmbH

(PresseBox) ( Neuss, )
Prof. Dr. Wilhelm Barthlott von der Universität Bonn gilt als der Entdecker des sogenannten Lotus-Effekts. Mikrostrukturen auf dem Blatt der Lotusblume sind seinen Forschungen zufolge dafür verantwortlich, dass Wassertropfen von der Oberfläche sofort abperlen und dabei mögliche Schmutzpartikel gleich mit entfernen.

Prof. Dr. Wilhelm Barthlott von der Universität Bonn (rechts) traf sich bei 3M in Neuss mit Dr. Jürgen Klingen, Leiter des zentralen Entwicklungslabors (Corporate Materials & Process Laboratory) zu Planungsgesprächen mit dem Ziel einer Kooperation zur Entwicklung weiterer Produkte mit Lotus-Effekt. Foto: 3M

Diese selbstreinigende Eigenschaft pflanzlicher Oberflächen hat der Direktor des Nees-Instituts für Biodiversität der Pflanzen an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zusammen mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie weiter erforscht und nach dem Vorbild der Natur in Produkte übertragen. Beispiele sind Fassadenfarben, Sprays, Dachziegel oder Texitilien. Seit 1997 tragen derartige Produkte den Markennamen "Lotus-Effect".

Bei 3M in Neuss trifft sich der mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnete Naturwissenschaftler heute mit Dr. Jürgen Klingen, Leiter des zentralen Entwicklungslabors (Corporate Materials & Process Laboratory) zu eintägigen Planungsgesprächen mit dem Ziel einer Kooperation zur Entwicklung weiterer Produkte. Das Kooperationsprojekt "Lotus-Effect", an dem bereits rund 20 führende Industrieunternehmen beteiligt sind, wird gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Begleitet wird Prof. Dr. Wilhelm Barthlott bei seinem Besuch in Neuss unter anderem von seinem Institutsmitarbeiter Zdenek Cerman. Er ist Leiter der Fachgruppe "Industrielle Umsetzung" im nationalen Bionik-Kompetenznetz (BIOKON) und hat im vergangenen Jahr den Wettbewerb "Bionik - Innovationen aus der Natur" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gewonnen.

Das in Neuss angesiedelte Multi-Technologieunternehmen 3M verfügt selbst über ein ausgeprägtes Know-how in der Technologie der Mikroreplikation. Die wirtschaftliche Mikrostrukturierung von Polymer-Oberflächen in industriellem Maßstab gelingt ihm als einem von nur wenigen Unternehmen weltweit.

Zu den bekanntesten Anwendungen mikrostrukturierter Materialien gehören Verkehrsschilder oder Fahrbahnmarkierungen. Displays von Laptops, Handys, Navigations-Systemen und anderen elektronischen Geräten gewinnen durch mikrostrukturierte Folien mehr Leuchtkraft und Helligkeit. Weitere Einsatzgebiete sind Klebstoffe, Schleifmittel sowie medizinische und bioanalytische Produkte.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.