Feldversuch: Retroreflektierende Werbung am Heck von Lkw

(PresseBox) ( Neuss, )
Retroreflektierende Werbung auf dem Heck von Lkw lenkt nicht vom Verkehr ab. Das ist das vorläufige Endergebnis eines Langzeit-Praxistests, den die Mechatronic AG betreut.

Die Feldstudie untersucht, wie Autofahrer auf diese Art Werbung reagieren. Da sie auch im Dunkeln sichtbar ist, wurde befürchtet, dass sie zu sehr vom Verkehr ablenkt und dadurch die Sicherheit auf den Straßen gefährdet. Diese Befürchtungen konnten allerdings nicht bestätigt werden: Bisher hat keine der Testpersonen die auffällige Werbung als störend empfunden.

Die Studie prüft, ob und gegebenenfalls mit welchen Einschränkungen künftig retroreflektierende Werbung am Heck von Lkw angebracht werden darf. Bisher ist dies nur an den Seitenflächen der Fahrzeuge und nur im Zusammenhang mit retroreflektierender Konturmarkierung erlaubt. Die eigentliche Werbefläche ist dabei stets wesentlich dunkler, als die Konturmarkierung. Diese Randbedingungen wurden auch für die vorliegende Studie übernommen.

Momentan nehmen etwa 1400 Fahrzeuge an dem Projekt teil, das seit 2004 läuft. Um teilnehmen zu können, müssen die Fahrzeughalter oder Verarbeiter von retroreflektierender Folie eine Sondergenehmigung bei Mechatronic AG in Darmstadt beantragen. Teilnehmen können alle Lkw mit über 6 m Länge. Voraussetzung für den Einsatz der retroreflektierenden Werbung ist die Ausstattung der Fahrzeuge mit vollständiger retroreflektierender Konturmarkierung nach ECE 104.

"Die bisherigen Resultate sind jedoch noch nicht repräsentativ", sagt Dr.-Ing. Helmut Frank. Der Bereichsleiter Verkehrslichttechnik der Mechatronic AG betreut das Forschungsprojekt. "Wir gehen jedoch davon aus, dass sich das Ergebnis auch am Ende der Langzeituntersuchung nicht verändern wird." Im Augenblick werden noch Teilnehmer am Feldversuch gesucht und entsprechende Sondergenehmigungen erteilt.

Die Test-Lkw haben ganz unterschiedliche Werbemotive, um möglichst viel über die Wirkung verschiedener Varianten zu erfahren. In Verfolgungsfahrten wird untersucht, wie die Werbung wirkt und inwieweit Testpersonen abgelenkt werden. Anschließend werden die Teilnehmer gefragt ob sie die Werbung gesehen haben und wenn ja, ob sie sich auch an den Inhalt erinnern können. Darüber hinaus werden auch unvoreingenommene Verkehrsteilnehmer, beispielsweise auf Park- und Rastanlagen zu der Heckwerbung befragt.

Darüber hinaus wurden in einer Fragebogenaktion die am Feldversuch teilnehmenden Fahrzeughalter zu ihren Erfahrungen hinsichtlich ihrer retroreflektierenden Werbung am Lkw- Heck befragt: Hierbei wurden alle bereits bisher gewonnenen Erkenntnisse bestätigt. Insbesondere wurden keine Nachtunfälle dieser Fahrzeuge gemeldet. Ebenso wenig empfanden die Lkw Fahrer retroreflektierende Werbung an anderen Fahrzeugen als störend.

Es hat sich auch gezeigt, dass bei der Mehrzahl der Teilnehmer die retroreflektierende Werbung länger als drei Jahre am Fahrzeug verbleiben soll. Mehr als 50% der Lkw Fahrer wurden von anderen Verkehrsteilnehmern bereits auf ihre Heckwerbung angesprochen. Beschwerden in dieser Hinsicht wurden jedoch nicht gemeldet. In Bezug auf die Qualität der eingesetzten Reflexstoffe ergab sich ebenfalls eine durchweg positive Resonanz.

Zusammenfassend kann berichtet werden: Retroreflektierende Werbung fällt bei Dunkelheit nicht besonders stark auf und keiner der befragten Personen hat zwischen der Auffälligkeit der Werbung am Heck oder an den Seitenflächen unterschieden. Außerdem wurde bisher noch kein Unfall gemeldet, der in kausalem Zusammenhang mit der retroreflektierenden Werbung steht.
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