Digitale Zahnheilkunde im Mittelpunkt

Das Espertise Global Symposium von 3M ESPE führt Experten zusammen, um die digitale Zukunft zu diskutieren

(PresseBox) ( Neuss, )
Vom 18. bis 20. Mai 2008 fand in St. Paul, Minnesota, das 3M ESPE Espertise Global Symposium unter dem Motto "Wandel der Zahnheilkunde durch Digitalisierung" statt. Rund 130 Fachleute der Zahnheilkunde aus mehr als 40 Ländern trafen sich im 3M Innovation Center zum Meinungsaustausch und zur Diskussion über die digital gestützten Zukunftsmöglichkeiten der Zahnheilkunde. Mit Beiträgen von führenden Experten aus Hochschulen und klinischer Praxis sowie von 3M ESPE widmete sich das Symposium der Frage, wie die aktuellen klinischen Prozesse künftig durch digitalisierte Arbeitsabläufe verändert werden.

Dr. Patrick Dixon, Visionär und führender Wirtschaftsexperte, hielt eine mitreißende Grundsatzrede, die die Teilnehmer animierte, das Leben und ein erfolgreiches Arbeiten in einer digitalen Welt zu erörtern. Angesichts der Herausforderungen, die der Versuch, etwas zu verändern, bedingt, erinnerte er die Anwesenden daran, dass Veränderungen ohne emotionalen Bezug nicht realisierbar sind. Dr. Dixon begeisterte die Zuhörer mit seiner lebhaften und humorvollen Art und stimmte sie optimal auf eine Diskussion von Weltklasse über die sich wandelnde Branche ein.

"3M ESPE verfügt über die Forschungsmittel und Technologiebreite, die notwendig sind, um die Entwicklung zur digitalen Zahnheilkunde maßgeblich voranzutreiben und umzusetzen", leitete Al Viehbeck, Global Technical Director bei 3M ESPE, das Thema des Symposiums ein. Während der folgenden zwei Tage vermittelte eine ausgewählte Gruppe renommierter Kliniker ihre Fachkenntnisse zu verschiedenen Themengebieten, die von traditionellen und digitalen Abformtechniken bis hin zu digitalen Workflow-Optionen unter Einbindung von CAD/CAM-Systemen reichten.

Im Laufe der Untersuchung aktueller und zukünftiger Workflow-Lösungen wurde ein Punkt besonders deutlich: Die Digitalisierung der Zahnheilkunde ist auf dem Vormarsch und die noch kommenden Möglichkeiten werden mit großer Spannung erwartet.

Digitalisierung - CAD/CAM-Verfahren heute

Im Rahmen des Themenblocks "Digitale Realität in der Zahnheilkunde" erörterte Dr. François Duret, der als Pionier der CAD/CAM-Technologie gilt, die digitale Zahnheilkunde in Bezug auf den Zahnmediziner. "Es gibt drei Arten von Zahnärzten. Die erste Gruppe lehnt einfach alles ab. Diese Zahnärzte behandeln ihre Patienten so, wie sie es vor 20 Jahren an der Universität gelernt haben. Die zweite Gruppe ist vorsichtig, aber interessiert an der Digitalisierung in der Zahnheilkunde. In diesen Kreisen wird man von dieser Veranstaltung hören und darüber lesen. Die Zahnärzte der dritten Gruppe sind der Industrie gegenüber skeptisch eingestellt und werden alle Veröffentlichungen äußerst genau lesen, da sie sehr gespannt sind, zu erfahren, was künftig geschehen wird."

Dass in der CAD/CAM-Technologie die Abstimmung der Prozessschritte aufeinander sowie ihre Präzision von enormer Bedeutung sind, zeigen die Ergebnisse von In-vitro- und In-vivo-Studien. "Wir können nicht einfach neue Technologien einführen und trotzdem so weitermachen wie bisher. Ein Umschalten ist erforderlich.", betonte Dr. Dennis Fasbinder daher. Besonders elementar ist dabei die enge Zusammenarbeit - der Schulterschluss - zwischen Zahnarztpraxis und Labor.

Im Zusammenhang mit heutigen CAD/CAM-Technologien wurde auch auf die aktuelle Diskussion um den Werkstoff Zirkoniumoxid eingegangen. Zwar hat die digitale Technik es ermöglicht, Zirkoniumoxid breit zu nutzen, dennoch ist Vorsicht geboten. Einem Material darf niemals quasi blind vertraut werden, wie Dr. Susanne Scherrer von der zahnmedizinischen Fakultät der Universität Genf verdeutlichte: "Ich habe durch meine Forschungsarbeit gezeigt, dass Zirkoniumoxid nicht gleich Zirkoniumoxid ist, und dass die Materialien verschiedener Hersteller Unterschiede aufweisen. Das ist eine wichtige Botschaft, die in der Branche bekannt werden muss."

Digitalisierung - intraorales Scannen statt Abrucknahme

Neben aktuellen digitalen Produkten, wie z.B. den Lava- Präzisionslösungen wurden auch digitale Techniken zur Abdrucknahme vorgestellt. Diese Techniken stießen auf große Aufmerksamkeit und Begeisterung, allen voran neuere Technologien wie die des Lava Chairside Oral Scanner (C.O.S.). Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, den Scanner auszuprobieren, und Fragestellungen direkt mit dem Entwickler Dr. János Rohály von Brontes Technologies, einer 3M-Tochter, zu besprechen. Abgerundet wurde der Themenblock durch erste Berichte von Anwendern des Lava C.O.S. aus den USA, die ihre In-vivo-Erfahrungen mit dem Gerät schilderten.

In einer 90-minütigen lebhaften Diskussionsrunde wurden fünf führende klinische Experten gebeten, folgende Frage zu beantworten: "Wie werden die Digitaltechnik und das 3D-Display die zahnmedizinische Behandlung in den nächsten fünf Jahren verändern?" Die Teilnehmer waren nicht immer einer Meinung, äußerten sich aber während der Diskussion konstruktiv. Wichtige Anwendungsmöglichkeiten des Lava C.O.S. sehen sie z.B. in der Diagnostik, in der Lehre an Universitäten und im Austausch mit dem Zahntechniker. Zahnärzte und Zahntechniker mit ihrem Wissen seien trotz des Paradigmenwechsels hin zur digitalen Zahnheilkunde nicht ersetzbar.

Während der Veranstaltung wurden auch aktuelle Meinungen mittels einer Echtzeitumfrage erhoben. Durch diese innovative Umfragetechnik erhielten die Teilnehmer der Diskussion einen interaktiv ermittelten Einblick, wie ihre Kollegen die digitale Zahnheilkunde sehen.

Digitalisierung - nicht aufzuhalten, selbst wenn man wollte!

Die digitale Zahnheilkunde ist, während die Materialwissenschaft nach wie vor von größter Bedeutung ist, auf dem Vormarsch und wenn sich Kliniker und Industrie zusammenschließen, sieht die Zukunft der Zahnheilkunde glänzend aus. Dies bekräftigte zum Abschluss des 3M ESPE Espertise Global Symposium 2008 auch 3M ESPE Division Vice President und General Manager Jeff Lavers: "Die kommenden 20 Jahre der Zahnheilkunde werden nicht so verlaufen wie die vergangenen 20 Jahre. Es wird sich viel verändern und 3M ESPE wird an vorderster Front mitwirken, indem wir einen regen Ideenaustausch fördern und als zuverlässige Informationsquelle für klinische Experten zur Verfügung stehen. Die Veränderung an sich ist dabei nicht das Thema - die Zukunft der Zahnheilkunde wird vielmehr dadurch definiert, wie wir die Veränderung steuern."

Weitere Informationen zum 3M ESPE Espertise Global Symposium finden Sie unter www.3MESPE.com/globalsymposium.

3M ESPE

Mehr als 2.000 Dentalprodukte für die Zahnmedizin und Zahntechnik entwickelt, produziert und vertreibt die in Seefeld bei München ansässige 3M ESPE AG. Weltweit bietet sie den Zahnärzten und Zahntechnikern auf der Basis von innovativen 3M Technologien eine breite Palette hochwertiger Materialien und Systeme.

3M, ESPE, Espertise und Lava sind Warenzeichen von 3M oder 3M ESPE AG.
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