Großwärmepumpen flexibel am Strommarkt betreiben
Die Stromkosten und flexible Auslegung sind ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit von Großwärmepumpen in Quartierslösungen, Nahwärme- und Fernwärmenetzen. Gleichzeitig eröffnen dynamische Strompreise, Strommarkt-Signale und die Regelungen des § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) neue Möglichkeiten für einen flexiblen und kostenoptimierten Betrieb.
Im Rahmen eines kostenfreien Fachvortrags erläutert Peter Ritter (EMD International A/S), wie Großwärmepumpen ihre vorhandenen Wärmespeicher, Lastverschiebungspotenziale und Betriebsflexibilitäten nutzen können, um von günstigen Strompreisphasen zu profitieren. Dabei wird aufgezeigt, wie sich strommarktorientierte Fahrweisen mit den Anforderungen der Wärmeversorgung vereinbaren lassen und welche wirtschaftlichen Potenziale sich daraus ergeben.
Ebenfalls wird auf die Umsetzung der Regelungen des § 14a EnWG und den Möglichkeiten einer netzdienlichen Steuerung beziehungsweise zeitweisen Leistungsreduzierung von Wärmepumpenanlagen eingegangen.
Darüber hinaus werden moderne digitale Software-Methoden vorgestellt, mit denen Strompreise, Wetterprognosen, Wärmebedarf und verfügbare Speicherkapazitäten in die Betriebsführung integriert werden können. Solche Werkzeuge ermöglichen es, verschiedene Betriebsvarianten zu simulieren, Fahrpläne zu optimieren und Wirtschaftlichkeitsanalysen für unterschiedliche Strommarkt- und Lastszenarien durchzuführen.
Lernziele
- Wirtschaftliche Auswirkungen dynamischer Strompreise auf Großwärmepumpen
- Flexibler Wärmepumpenbetrieb zur Senkung der Strombezugskosten
- Anforderungen und Chancen des § 14a EnWG
- Lastverschiebung und Nutzung von Wärmespeichern
- Prognosegestützte Betriebsoptimierung unter Berücksichtigung von Wetter- und Lastdaten
- Simulations- und Analysewerkzeuge für Planung und Betrieb
- Praxisbeispiele für strommarktorientierte Betriebsstrategien