Dynamisches Licht tut gut

Forschungsprojekt untersucht die Einflüsse im Schichtbetrieb

(PresseBox) (Dornbirn, ) Dynamisch geregelte Lichtverläufe erhöhen das Wohlbefinden von Mitarbeitern in Schichtbetrieben. Eine Gemeinschaftsstudie konnte nun den Nachweis erbringen.

Welchen Einfluss hat eine dynamisch gesteuerte Lichtlösung auf das Wohlbefinden von Mitarbeitern in Schichtbetrieben? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, wurden – mittels einer wissenschaftlichen Studie – die Wirkungen von dynamischen Lichtsequenzen in der Frühschicht eines österreichischen Produktionsbetriebs getestet. Das Ergebnis: Dynamische Raumlichtbedingungen wirken positiv auf das Befinden von Schichtarbeitern. Neben einem ruhigeren Schlaf konnte auch eine Entspannung des autonomen Nervensystems nachgewiesen werden. Dazu Philippe Rettenbacher, Zumtobel Produktmanager für Industrie und Technik: „Mit den Ergebnissen der Studie können wir den Mehrwert und die Investition in eine hochwertige Lichtlösung argumentieren und unseren Industriekunden eine noch bessere Beratung bieten.“

In der EU arbeiten rund 20% aller Menschen in Schichten – eine Arbeitsform, die hohe Anforderungen an die Menschen stellt. So leiden nachweislich immer mehr Schichtarbeiter unter dem sogenannten Schichtarbeitersyndrom, das sich durch erhöhte Tagesmüdigkeit und schlechte Schlafqualität auszeichnet. Außerdem berücksichtigt die geltende Beleuchtungsnorm EN 12464-1 lediglich visuelle Bedürfnisse. Nicht-visuelle, biologisch wirksame Lichtwirkungen bleiben unberücksichtigt, wie z.B. die Verbesserung der Schlafqualität durch Licht. Ziel der interdisziplinären Studie war es daher, die biologisch wirksamen Einflüsse von dynamischen Raumbeleuchtungen auf Schichtarbeitende zu messen. Als Mitglied des Forschungsteams installierte Zumtobel dazu in der neuen Produktionshalle des Kärntner Elektrounternehmens Flextronics 500 Lichtbandleuchten Tecton 2/54W (4000K) und das Lichtsteuerungssystem Luxmate Emotion.

Zwei dynamische Beleuchtungsszenarien wurden als Allgemeinbeleuchtung gewählt. Um biologisch wirksam werden zu können, variierten die Lichtverläufe von der Normbeleuchtungsstärke (1000 Lux) ausgehend zu hohen Beleuchtungsstärken (2000 Lux). Die Helligkeitsdynamik erfolgte zum einen wahrnehmbar, um die Wachheit bei Schichtbeginn und die Müdigkeit gegen Schichtende mit Licht zu beeinflussen. Dazu wurden die Zeitintervalle der dynamischen Szenarien bewusst länger gewählt. Zum anderen wurden Helligkeitsdynamiken getestet, die aufgrund von kurzen, fortlaufenden Zeitintervallen für die Schichtarbeiter nicht wahrnehmbar waren.

Unter Kontrolle vieler entscheidender Einflussfaktoren konnte schließlich der Nachweis erbracht werden, dass sich beide dynamischen Raumlichtbedingungen sowohl positiv auf die Befindlichkeit der Arbeiter während der Schichtarbeit auswirken, als auch die nächtliche Schlafqualität steigern. Dynamisches Licht im Schichtbetrieb steht somit nachweislich in einem engen Zusammenhang zur psycho- und physiologischen Befindlichkeit der Mitarbeiter. Auf die Studie aufbauend, lassen sich weitere wissenschaftliche Forschungsprojekte im Labor anschließen, um Licht als Einflussfaktor auf die Produktivitätssteigerung zu untersuchen.

An der Studie beteiligte Unternehmen:
Bartenbach Lichtlabor
Ergonomiezentrum Tirol
Team Prevent
Zumtobel Lighting GmbH

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