XCOM stellt Wasserkühlungslösung für Rechenzentren vor

Klimaschutz als Kostentreiber? Im Gegenteil: Rechenzentren, die ihre CO2-Bilanz verbessern, können ihren Energieverbrauch deutlich senken

(PresseBox) (Willich, ) Politische Prominenz in der Willicher Zentrale der XCOM AG: Bei der Vorstellung der Green IT-Aktivitäten des Unternehmens konnte Vorstandsmitglied Dr. Rainer Fuchs Ende November den Willicher Bürgermeister Josef Heyes und den Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer begrüßen. Auch Karl-Heinz Florenz, der den Wahlkreis Niederrhein als direkt gewählter Abgeordneter im Europäischen Parlament vertritt, hatte die Einladung angenommen.

Der Termin für den Unternehmensbesuch war gut gewählt. Nur wenige Tage zuvor hatte der IT-Dienstleister die Zertifizierungsvorbereitungen für das Umweltschutz-Symbol "Blauer Engel" begonnen. Die Chancen, diese Auszeichnung zu erhalten, stehen gut - dank eines innovativen Verfahrens zur Wasserkühlung für Rechenzentren.

In einer einleitenden Präsentation stellte Dr. Fuchs das enorme Energie- und CO2- Einsparpotenzial dar, welches die gemeinsam mit der Firma Aqua Computer entwickelte Kühlungslösung eröffnet. 11 TWh Strom werden für die Versorgung von Servern und Rechenzentren in Deutschland benötigt - Tendenz steigend. Das entspricht dem Stromverbrauch von drei Millionen Haushalten. Dabei benötigen heutige Rechenzentrumslösungen 50 Prozent dieser Energie allein für Kühlung. "80 Prozent der kühlungsbedingten Energiekosten können durch Einsatz von energieeffizienten Lösungen eingespart werden", so Rainer Fuchs. "Eine solche Lösung ist unser neues Kühlsystem." Auch für die CO2-Bilanz wäre dies positiv, denn 23% der IT-bedingten Kohlendioxid-Emissionen entstehen durch Server und Kühlsysteme.

Direkten Praxisbezug schaffte nach diesen einleitenden Worten der Vorstandsvorsitzende der XCOM AG, Mathias Albrecht: "Mit unserer Wasserkühlungslösung können mittelständische Rechenzentren jährlich einen hohen fünfstelligen Euro-Betrag einsparen."

Die Gäste zeigten sich beeindruckt. "Green IT ist ein schlafender Riese", sagte Karl-Heinz Florenz, der nach der Unternehmensbesichtigung zum Weltklimagipfel in Durban weiterreiste. Gleichzeitig warnte er davor, die Lobbyarbeit beim Bund und der Europäischen Union der Großindustrie zu überlassen: "Was im Sinne der Big Player ist, ist nicht immer gut für den Mittelstand". Auch der Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer, der dem Unternehmen bereits Kontakte zum Bundesumweltministerium vermittelt hat, will die Green- IT-Aktivitäten der XCOM weiter fördern: "Wenn ein Vorzeigeunternehmen aus meinem Heimatkreis den Umweltschutz stärkt, ist meine Hilfe selbstverständlich", so der Bundestagsabgeordnete. Vorteile für die lokale Politik sah der Willicher Bürgermeister: "Das neue Kühlverfahren könnte nach Prüfung der Anwendungsmöglichkeiten kommunalen Rechenzentren helfen, die Klimaziele ihrer städtischen Träger zu erreichen", sagte Josef Heyes.

Das könnte schneller geschehen als bislang vermutet. Denn das Bundesumweltministerium hat bereits bei der XCOM AG nachgefragt, ob die neue Kühlungslösung als Best-Practice- Beispiel auf einer Veranstaltung in Berlin präsentiert werden kann. Ein Besichtigungstermin des XCOM-Rechenzentrums findet im Januar 2012 statt.

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