Kühlflüssigkeiten mit Köpfchen aufbereiten

Land fördert die NTL-Forschung GmbH (NTL)

(PresseBox) (Kiel, ) Ahrenshöft – Kühlflüssigkeiten aus Kraftfahrzeugen zu recyceln ist heute durchaus üblich. Beim herkömmlichen Verfahren wird die Kühlflüssigkeit zunächst in ihre einzelnen Fraktionen getrennt, welche dann zum Teil entsorgt oder, wie das Frostschutzmittel Glykol, für die Mischung neuer Kühlflüssigkeit verwendet werden. Das ist energieaufwändig und kostenintensiv. Die NTL Forschung GmbH (NTL) aus Ahrenshöft entwickelt nun ein Verfahren, bei dem die gebrauchte Kühlflüssigkeit lediglich von „kühlschädlichen“ Inhaltsstoffen gereinigt und anschließend nahezu vollständig wieder verwendet wird. Dadurch werden Energie und Kosten gespart sowie die Umwelt geschont. Das Land Schleswig-Holstein fördert dieses Entwicklungsvorhaben mit 200.000 Euro.

„Die gebrauchte Kühlflüssigkeit enthält alle Komponenten, die zur Herstellung einer neuen nötig sind. Daher bietet es sich an, lediglich die Stoffe im Recyclingprozess aus der Flüssigkeit zu entfernen, die für das Nachlassen der Schutzwirkung verantwortlich sind“, erklärt Dr. Bernd Bösche, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH). Diese „unerwünschten“ Bestandteile sind Chlorid und Kalzium, Kohlendioxid, Eisen und Aluminium sowie organische Verbindungen. NTL verfolgt den Ansatz, diese Stoffe mittels unterschiedlicher Trennverfahren aus der Flüssigkeit zu entfernen und das gereinigte Gemisch aus Wasser, Glykol und wichtigen Additiven wieder zu verwenden – ohne Qualitätsverlust. Denn die regenerierte Kühlflüssigkeit wird allen einschlägigen Spezifikationen der Motorhersteller entsprechen.

„Die Ausbeute dieses neuartigen Prozesses beträgt annähernd 100 Prozent, da außer den Verunreinigungen nichts entzogen wird “, so WTSH - Geschäftsführer Bösche. So spart man 60 Prozent der Additive gegenüber dem herkömmlichen Verfahren. Hinsichtlich des Energiebedarfs, welche mit der neuen Anlagentechnologie bereits deutlich geringer ausfallen wird, plant NTL durch eine intelligente Energienutzung am gesamten Standort eine drastische Reduktion. Der Gesamtprozess kann rund um die Uhr laufen und die Anlage dadurch vergleichsweise klein ausgelegt werden. „Wirtschaftlich und konkurrenzstark, Energie- und Ressourcen sparend, umweltschonend und nachhaltig“, zählt Bösche die Vorteile auf.

Die Firma NTL erwartet von dem innovativen Recyclingverfahren - das sie nicht nur am Standort Ahrenshöft anwenden, sondern auch weltweit vertreiben will - eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Mittelfristig sollen so zehn neue Arbeitsplätze geschaffen und acht bestehende gesichert werden.

Hinweis für die Redaktionen:
Sie sind herzlich eingeladen, an der Förderbescheidübergabe teilzunehmen am 24.06.2009 um 10.00 Uhr bei der NTL-Forschung GmbH (NTL), Borgerweg, 25853
Ahrenshöft.


Das Zukunftsprogramm Wirtschaft wird aus
dem Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung (EFRE) kofinanziert.
In der Förderperiode 2007-2013 bildet das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein das Dach für die Zukunftsprogramme Wirtschaft, Arbeit, ländlicher Raum und Fischerei.
Das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein mit seinem Fördervolumen von 1,4 Milliarden Euro steht für mehr Wirtschaft und Beschäftigung, für mehr Innovationen und Lebensqualität in Schleswig-Holstein.

Nähere Informationen zum Förderprogramm „Umweltinnovationen“ finden sich im Internet unter: www.wtsh.de/...

WTSH GmbH

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Die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH ist eine Gesellschaft des Landes Schleswig-Holstein, der Industrie- und Handelskammern und der Hochschulen des Landes.

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