Mut zur Selbständigkeit

(PresseBox) (Dortmund, ) Vor sechs Jahren gründete Gülcan Urul in der Nordstadt als erste türkische Selbständige in NRW ihr eigenes Optik-Fachgeschäft. Ihre Erfolgsgeschichte haben nun die STARTERCENTER NRW im Rahmen einer landesweiten Kampagne aufgegriffen - um Menschen mit Migrationshintergrund zur Geschäftsgründung zu ermutigen.

Dass ihre Karriere nun anderen Menschen Mut machen soll, hat Gülcan Urul überrascht. "Ich bekam einen Anruf von der Handwerkskammer Dortmund, dass ich für die Kampagne vorgeschlagen worden sei. Als die Auswahl dann tatsächlich auf mich fiel, hat mich das natürlich sehr gefreut", so die 33-jährige Optikermeisterin. Dass sie den Sprung in die landesweite Kampagne geschafft hat, verdankt sie in erster Linie sich selbst. Zielstrebig ging die türkischstämmige Gründerin ihren Karriereweg, der schon zu Schulzeiten mit einem Aushilfsjob in eben jenem Optikgeschäft in der Nordstadt begann, das sie 2003 übernahm.

Urul ist in der Nordstadt aufgewachsen. Als es mit dem Studienplatz nicht auf Anhieb klappte, bot ihr der Optiker einen Ausbildungsplatz an. Nach drei Lehrjahren entschloss sie sich, an der Handwerkskammer Dortmund die Meisterklasse zu besuchen. "Dies war auch der Zeitpunkt, zu dem der Wunsch entstand, einmal ein eigenes Geschäft aufzumachen", erinnert sie sich. Damals war ihr auch schon klar, dass sie das Geschäft ihres damaligen Chefs, der sich zur Ruhe setzten wollte, übernehmen würde. "In ein multikulturelles Umfeld, wie es hier in der Nordstadt gegeben ist, muss man hineinpassen. Ich bin hier groß geworden, kannte zudem den Großteil der Kunden schon viele Jahre lang. Ein völlig neuer Inhaber hätte es da sicher schwerer gehabt, sich an diesem Standort zu halten."

Die STARTERCENTER NRW sind landesweit auf lokaler Ebene als zentrale Anlaufstelle für Existenzgründer eingerichtet worden, um diesen den Aufbau einer Existenz zu erleichtern. Von der Entwicklung eines handfesten Konzeptes über den Kreditantrag bei der Bank bis hin zur Suche nach geeigneten Geschäftsräumen helfen die Mitarbeiter der STARTERCENTER NRW mit ihrem Fachwissen weiter. Mit der jüngst gestarteten landesweiten Werbekampagne sollen nun vor allem Menschen mit Migrationshintergrund zur Geschäftsgründung ermutigt werden. Dazu wird bereits erfolgreichen Gründern mit Migrationshintergrund ein "Denkmal" gesetzt: Auf Plakaten werden ihre Erfolgsgeschichten öffentlichkeitswirksam dargestellt. Eine der Geschichten, die Mut machen soll, ist die von Gülcan Urul, die als erste türkischstämmige Optikermeisterin in NRW ihr eigenes Fach-Geschäft eröffnete.

Sechs Jahre nach ihrer Eröffnung kann die erfolgreiche Geschäftsfrau jedoch entspannt auf die Anfangszeit zurückblicken. Das Unternehmen hat sich gut entwickelt, nicht zuletzt dank der Geschäftsphilosophie, die optimal zum Standort und der dort lebenden Bevölkerung passt. Von Anfang an legte die Optikermeisterin viel Wert auf ein mehrsprachiges Beratungsangebot. "Unsere Kunden können sich in sechs Sprachen beraten lassen." Ihr Mann spricht Türkisch und Deutsch, Urul selbst daneben auch Englisch und Französisch. "Unsere Auszubildende im dritten Lehrjahr spricht neben Deutsch auch Russisch und Polnisch."

Für ihre interkulturelle Geschäftsphilosophie erhielt Gülcan Urul im Jahr 2007 den Gründerpreis der Handwerkskammer und der IHK zu Dortmund. Zudem wurde sie für ihren Einsatz zur Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund mit einem Sonderpreis bei der Verleihung des interkulturellen Wirtschaftspreises 2007 ausgezeichnet. "Wir kooperieren im Rahmen des Programms Betrieb und Schule mit einer Hauptschule und bieten vor allem Jugendlichen aus ausländischen Familien die Möglichkeit, den Beruf des Optikers kennenzulernen. Und so eventuell an eine Ausbildung zu kommen."

Die Kunden der "Brillenwelt Optik Urul" kommen heute längst nicht mehr nur aus der Nordstadt. Das mehrsprachige Beratungsangebot der "Brillenwelt" hat sich in den Nachbarbezirken und -städten herumgesprochen. "Wir schalten auch Werbung, aber viele Neukunden kommen auf direkte Empfehlung unserer Stammkunden", freut sich Urul, die durchaus Potenzial für eine Erweiterung sieht. "Wir wollen eine zweite Filiale eröffnen und nach der Übernahme unserer jetzigen Auszubildenden einen Nachfolger einstellen. Toll wäre natürlich, wenn unser zweiter Azubi unser Beratungsangebot künftig um noch eine weitere Sprache bereichern könnte."

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