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Informatik-LKs machen in Dortmund Schule

Mit dem Start des neuen Schuljahres bieten zwei weitere Gymnasien Informatik-Leistungskurse an

(PresseBox) (Dortmund, ) In den nächsten Monaten steht bei zahlreichen Dortmunder Schülerinnen und Schülern ein Informatik-Leistungskurs auf dem Stundenplan. Zwei Gymnasien bieten seit dem gerade gestarteten Schuljahr die Möglichkeit, Informatik als Abiturfach zu belegen. Ein großer Schritt für den IT-Standort Dortmund, der auf der Suche nach qualifizierten Nachwuchs-Fachkräften ist.

Auf eins können sich die Teilnehmer der Informatik-Leistungskurse wohl nicht freuen: Ein Programm, das von selbst die Hausaufgaben erledigt, werden sie nicht programmieren. Vielmehr vermittelt der Unterricht grundlegende Informatik-Kenntnisse und zeigt Karriereperspektiven und Berufsbilder in dieser Branche auf. Ein Angebot, das in Dortmund bislang ausschließlich am Karl-Schiller-Berufskolleg zu finden war. Doch das hat sich mit dem neuen Schuljahr geändert. Mit dem Heisenberg-Gymnasium in Eving und dem Reinoldus- und Schiller-Gymnasium (RSG) in Wischlingen haben gleich zwei weitere Schulen Informatik-Leistungskurse für die Stufe 12 eingeführt.

Insgesamt fünf Informatiklehrer unterrichten die IT-begeisterten Schüler an den beiden Gymnasien. Erst im Dezember 2008 hatte die Bezirksregierung dem RSG eine zweite Stelle genehmigt, was als Voraussetzung für das Angebot eines LKs gilt. Die Gymnasien reagieren mit den neuen Leistungskursen auf das enorme Interesse an Informatik-Grundkursen in der 11. Klasse. Darüber hinaus haben sich auch zahlreiche Realschulabsolventen aufgrund des Informatik-Angebots für das RSG als weiterführende Schule entschieden. Durch das Angebot wird die Wissenstiefe im Fach Informatik erhöht und dadurch die Entscheidung bei der Berufs- oder Studienwahl der Jugendlichen gefestigt.

"Von dem neuen Leistungskursangebot profitieren nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern der gesamte IT-Standort Dortmund", so Harriet Ellwein von der Wirtschaftsförderung Dortmund. "Gut ausgebildete Fachkräfte werden hier dringend benötigt - heute und in Zukunft. Deshalb engagieren wir uns speziell im Bereich Nachwuchsförderung." Seit Anfang 2008 moderiert die Wirtschaftsförderung Dortmund einen Arbeitskreis, der sich auf Initiative von Angela Feuerstein vom IT-Beratungsunternehmen SMF KG gebildet hat und an dem sich die Dortmunder Hochschulen, das IT-Netzwerk networker westfalen e.V., IT-Unternehmen, das Schulverwaltungsamt, die IHK zu Dortmund und die Arbeitsagentur beteiligen. Ziel der Initiative ist es, zur Stärkung des Informatik-Unterrichts beizutragen und langfristig Nachwuchs für die IT-Branche zu gewinnen. Dass eine neue Lehrerstelle am RSG eingerichtet werden konnte, ist auch dem Arbeitskreis zu verdanken.

Auch außerhalb der Schule wecken verschiedene Initiativen in Dortmund die Begeisterung für Informatik. So bietet etwa das Kinder- und Jugendtechnologiezentrum KITZ.do kostenfreie Informatik-Module für Schüler an. Zudem unterstützen Experten von Dortmunder IT-Unternehmen junge Nachwuchstüftler als Mentoren beim Wettbewerb "Jugend forscht". Eine gute Nachricht in Sachen IT-Fachkräfte konnte auch der Fachbereich Informatik der Technischen Universität Dortmund (TU) verkünden. Erstmals seit vier Semestern steigt hier wieder die Zahl an Lehramtstudierenden im Fach Informatik. So kann der steigende Bedarf an Informatik-Lehrkräften zukünftig weiter gedeckt werden - und die angehenden Lehrer können nach ihrem Abschluss die nächsten Schülergenerationen für das Fach Informatik gewinnen. Weiterhin stärkt auch die Fachhochschule Dortmund (FH) den IT-Standort Dortmund: Ab dem Wintersemester 2010/2011 wird ein neu entwickelter dualer Studiengang Software-Technologie angeboten.
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