Thementipps "waste to energy 2010"

(PresseBox) (Bremen, ) Zum fünften Mal findet die internationale Fachmesse und konferenz "waste to energy" am 5. und 6. Mai 2010 in der Messe Bremen statt. In der Ausstellung präsentieren rund 100 Firmen technische Lösungen und Dienstleistungen zum Thema Energiegewinnung aus Abfall und Biomasse. Die Konferenz bietet in mehr als 60 Beiträgen praxisorientierte Informationen. Um Ihnen die Arbeit ein wenig zu erleichtern, haben wir aus dem umfangreichen Programm einige Thementipps für Sie zusammengestellt:

- Deponienachsorge: Dieses Thema bildet einen neuen Schwerpunkt auf der "waste to energy". Dabei werden Optionen für die Rekultivierung und/oder Nachnutzung von Deponien vorgestellt. Ein in der Branche hoch geschätzter Vorreiter für die Umsetzung eines ganzheitlichen Konzepts ist die MTR Main-Taunus Recycling. MTR hat schrittweise die Deponie in Flörsheim-Wicker bei Frankfurt "von der Müllkippe zum Energiepark" geführt. Dazu gehören ein Biomasse-Kraftwerk, eine Biogasanlage, eine Bodenaufbereitungsanlage und eine Ersatzbrennstoffproduktion auf der ehemaligen Halde. Zudem wurden Freizeiteinrichtungen wie eine Kletterwand und eine Kunstinstallation integriert.

MTR GmbH, Stand-Nr. 446
Vortragsblock B3 "Deponie: Wirtschaftliche und umweltverträgliche Nachnutzungskonzepte", Saal 2, 6. Mai 2010, 9:00 bis 10:30 Uhr

- Vergasung von Abfällen: In Großbritannien, dem Partnerland der diesjährigen "waste to energy", steht die Vergasung von Abfällen hoch im Kurs. Für "gasification" werden die höchsten Fördersätze gewährt. Der Aussteller Bellwether Gasification Technologies hat ein effizientes Verfahren zur Umwandlung fester Einsatzstoffe (zum Beispiel Siedlungsabfälle) zur dezentralen Strom- und Wärmeversorgung entwickelt. In der Konferenz stellt BGT an einem Fallbeispiel vor, wie aus Klärschlamm, Krankenhausabfällen und Hausmüll Energie rückgewonnen wird. Zuvor wird recyclingfähiges Material aus dem Stoffstrom aussortiert. Stoffliche und energetische Verwertung gehen damit Hand in Hand. Bei der Vergasung entsteht ein Synthesegas, das sich für den Antrieb von Motoren und Turbinen eignet. Zusätzlich kann die Restwärme verwertet werden.

Bellwether Gasification Technologies Ltd., Stand-Nr. 435
Vortrag in Session A2 "Thermik: Neue Verfahren"", Saal 1, 5. Mai 2010, 16:00 bis 17:30 Uhr

- Schlackenverwertung: Die Verbrennung von Abfällen in Wasteto-Energy-Anlagen wie Müllheizkraftwerken oder Ersatzbrennstoffkraftwerken verläuft nicht rückstandslos. Die verbleibenden Schlacken dürfen zwar deponiert werden, aber es gibt auch bessere Optionen, etwa den Einsatz im Straßenbau. Zuvor müssen die Schlacken von Giftstoffen und Metallpartikeln befreit werden. Hierfür hat der holländische Anbieter Inashco (Incinerator Ash Company) eine Lösung: Mit Hilfe einer patentierten Trocknungstechnologie werden die störenden Stoffe entfernt, ein hochwertiges Produkt entsteht.

Inashco b.v., Stand-Nr. 165

- Aufbereitung und Sortierung: Für eine effiziente Verwertung von Reststoffen mit höchstmöglichem Output ist eine intelligente Vorbehandlung unabdingbar. Dazu gehören Windsichtersysteme, die mithilfe einer Aufwärtsluftströmung das zugeführte Material in unterschiedliche Fraktionen sortieren können. So können beispielsweise aus Bauschutt Steine und Holz voneinander getrennt und unterschiedlichen Nutzungspfaden zugeführt werden. Das Unternehmen Westeria verfügt über eine patentierte Technologie, mit der hochwertige Recyclingstoffe ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft zurückgewonnen werden können.

Westeria Fördertechnik GmbH, Stand-Nr. 320

- Klärschlamm: Nicht nur für Partnerland Großbritannien hat die Verwertung von Klärschlämmen große Bedeutung. Auch in Deutschland hat das Thema vor dem Hintergrund veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen neuen Schub bekommen. Die Vortrags-Session B2 informiert über die Marktentwicklung in Europa und neue Verfahren zur energetischen Nutzung der ungeliebten Schlämme. Ein Praxisbericht aus der Zementindustrie, die das Material zukünftig noch stärker einsetzen will, steht ebenfalls auf dem Programm.

Session B2 "Klärschlamm: Markt, Technik, Praxis", Saal 2, 5. Mai 2010, 16:00 bis 17:30 Uhr

- Trennung ja oder nein? - Mit dieser bewusst provokant gestellten Frage greift die "waste to energy" ein aktuelles Thema auf. Hat das Duale System ausgedient? Kommt die Wertstofftonne, mit der neben Verpackungen mit dem grünen Punkt auch andere Reststoffe erfasst werden können? Bietet dies Vor- oder Nachteile für den Verbraucher? Welche Auswirkungen hätte ein solcher Wechsel auf die kommunale und private Entsorgungswirtschaft? Nach einem Einführungsvortrag zu Feldversuchen im Land Hessen diskutieren hochrangige Branchenvertreter über das Für und Wider der bisherigen Praxis und loten neue Wege für eine effiziente Verwertung aus.

Podiumsdiskussion "Trennung: ja oder nein? - Neue Wege zur effizienten Verwertung unterschiedlicher Abfallströme", Saal 1, 6. Mai 2010, 14:00 bis 15:30 Uhr

Falls Sie Fragen haben oder weitere Informationen, Ansprechpartner oder Bildmaterial benötigen, finden Sie uns vor Ort im Pressebüro in der Halle 5. Hier können Sie auch Interviews und Hintergrundgespräche führen, schreiben, mailen oder sich eine kleine Kaffeepause gönnen. Natürlich erreichen Sie uns auch telefonisch unter Tel. (04 21) 35 05-4 44 oder mit einer kurzen eMail an bischoff@messebremen.de.

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