Hohe Präzision für doppelte Schichtleistung

Räderlackieranlage von Venjakob für belgischen Hersteller

(PresseBox) (Rheda-Wiedenbrück, ) Das Projekt war anspruchsvoll: Die Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG (Rheda-Wiedenbrück) hatte den Auftrag, für einen namhaften belgischen Räderhersteller eine Räderlackieranlage mit automatischer Beschickung zu projektieren. Laut Vorgabe des Kunden sollten darauf bis zu 3.000 unterschiedliche Rad-Abmessungen und Naben-Geometrien gefahren werden können - eine besondere Herausforderung für die Steuerung. Vor kurzem konnte die Venjakob-Anlage zuverlässig in Betrieb genommen werden.

Die Durchmesser variieren von 80 bis 400 mmm, die Breiten von 40 bis 200 mm, und die größten Räder des Herstellers bringen bis zu 40 kg auf die Waage. Die händische Bereitstellung von solch schweren Werkstücken für den Lackiervorgang bedeutete für die Mitarbeiter bisher einen hohen Kraft- und Zeitaufwand. Ein weiterer Nachteil bei der Beschickung des Rundtakttisches von Hand war die fehlende Präzision bei der Ablage. Man kam daher nicht umhin, die Laufflächen mit einer passenden Schablone abzudecken, um die Radnaben möglichst sauber zu lackieren.

Jedes Werkstück punktgenau positioniert

"Jetzt können die Lackierer präzise und ganz ohne Schablone arbeiten", erklärt Venjakob-Projektleiter Kornelius Berg. Gemeinsam mit Ludger Dammann, dem Venjakob-Vertriebsspezialisten für Sonderanlagen, hat er federführend das Projekt "Räderlackieranlage" für den belgischen Kunden geleitet und erfolgreich zum Abschluss gebracht.

Möglich wird der Schablonenverzicht durch große Rundlaufgenauigkeit mit maximal 0,5 mm Toleranz: "Das Werkstück liegt dadurch auf dem Rundtakttisch so genau in Position, dass der Arbeiter mit seiner Spritzpistole sofort die Linie findet, um den Lösungsmittellack aufzutragen", so Berg. Auch das Wenden der Räder zur Lackierung der anderen Seite der Stahlfelge geschieht automatisch und auf den Millimeter genau.

Die Räderlackieranlage operiert effizient und flexibel im Durchlauf. Der gesamte Prozessablauf umfasst folgende Einzelschritte: automatische Beschickung und Übergabe an den Rundtakttisch, manuelles Lackieren der ersten Seite des Werkstücks, automatisches Wenden, manuelle Lackierung der zweiten Seite, automatische Übergabe an den Umlufttrockner und schließlich die Entnahme des Werkstücks. Der Lackierer kann die Taktzeit individuell vorgeben. Dank der Automatisierung von Beschickung und Transport schafft die neue Lackieranlage je nach Radgeometrie und -größe jetzt zwischen 600 und 900 Räder pro Schicht - im Schnitt eine Verdopplung der bisherigen Produktionsleistung!

Speicherprogrammierbare Steuerung für alle Radtypen

Für die Räderlackieranlage, die eine Grundfläche von 14 x 7 Metern einnimmt, konzipierte das Venjakob-Team eine speicherprogrammierbare Steuerung. Bedienung und Visualisierung erfolgen über ein Touchpanel; dazu verfügt die Anlage über ein praktisches Fernwartungssystem. Der Prozessablauf wurde bis ins kleinste Detail optimiert. Beispielsweise wird im Warmluft-Umluft-Trockner, in dem die frisch lackierten Räder ca. 40 bis 60 Minuten lang bei 60 °C getrocknet werden, ein Endlos-Palettenförderer eingesetzt. Er arbeitet nach dem Paternoster-Prinzip. Durch die Kombination von oberer Vorlauf- und unterer Rücklauf-Transportebene wird eine Verdopplung der Verweildauer der Räder im Trockner erreicht.

"Eine besondere Herausforderung bei dieser Anlage bestand für unsere Spezialisten darin, das Steuerungskonzept und die Vorrichtungen auf das Handling von 3.000 verschiedenen Abmessungen und Geometrien abzustimmen", erinnert sich Berg. Schließlich bietet der Räderhersteller ein breites Produktspektrum mit verschiedensten Typen an - von Rädern für Gabel-Hubwagen bis hin zu solchen für Arbeitsbühnen im Flugzeugbau. Diese komplexe Aufgabe wurde von Venjakob ebenso bewältigt wie die Forderung, die Anlage nach den strengen EU-Richtlinien auszulegen. "Der Anlagenbau nach EU-Normen gehört bei Venjakob ohnehin zum Standard - allein schon wegen der Unfallverhütung", versichert Berg.

Der Kunde in Belgien bekam von Venjakob eine Komplettlösung mit Anlieferung und Aufbau vor Ort inklusive Kabelsystem, Schaltschrank, Verkabelung und den nötigen Abluftrohrleitungen. Die Firma selbst musste lediglich für die einfachen Energieanschlüsse sorgen. Ein weiterer Beweis für die Leistungsfähigkeit von Venjakob war die reibungslose Inbetriebnahme in Belgien: Von der Anlieferung der Anlage bis zum ersten Lackieren vergingen nur zehn Tage! Und da Venjakob international zu den Spezialisten in der Spritzlackiertechnologie gehört, konnte das Unternehmen sich gleich einen Folgeauftrag sichern. In den nächsten zwölf Monaten soll die Anlage durch eine robotergesteuerte Venjakob-Spritzlackieranlage ergänzt werden.

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