Wechselstimmung: 46 Prozent der deutschen Unternehmen erwägen Wechsel des primären Hypervisors

Veeam V-index für drittes Quartal 2011 gibt Aufschluss über Wachstumsbarrieren für Virtualisierung und Zukunftspläne großer Unternehmen

(PresseBox) (München, ) Veeam Software veröffentlichte heute den V-index für das dritte Quartal 2011. Die Untersuchung über den Stand der Virtualisierung von Desktop- und Server-Infrastrukturen in großen Unternehmen wird jedes Quartal aktualisiert und auf dem Portal www.V-index.com mit zahlreichen Grafiken visualisiert.

Erneut wurden Kennzahlen wie Virtualisierungsrate, Konsolidierungsrate und Marktanteil des primär genutzten Hypervisors ermittelt. Um noch tiefere Einblicke in die wichtigsten Trends der Virtualisierung zu geben, wurde der V-index in diesem Quartal um zusätzliche Kennzahlen erweitert. Neu hinzugekommen sind der Einsatz von virtuellen Desktop-Infrastrukturen in Unternehmen und Einflussfaktoren für Veränderungen bei der Wahl des primären Hypervisors.

Zur Ermittlung des V-index befragte das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne auch in der zweiten Auflage ein Panel von über 500 großen Unternehmen aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland.

Für das dritte Quartal 2011 ermittelte der V-index folgende Kennzahlen:

• Die Virtualisierungsrate beträgt 38,9 Prozent. Sie liegt damit zwar einen halben Prozentpunkt unter dem Wert im zweiten Quartal 2011, die Veränderung ist aber nicht signifikant. Die Virtualisierungsrate gibt Aufschluss über den Anteil virtualisierter Server in großen Unternehmen. Auch im dritten Quartal liegen die deutschen Unternehmen mit einer Virtualisierungsrate von 44,1 Prozent über dem Durchschnitt.

• Bei der Konsolidierungsrate ergab die Umfrage deutliche Unterschiede zwischen vermeintlichem und tatsächlichem Verhältnis. Während das tatsächliche Verhältnis von virtuellen Maschinen (VM) zu physischen Hosts rechnerisch im Schnitt bei 5,1:1 liegt, schätzen die Befragten das Verhältnis auf 9:1. Tatsächlich laufen auf einem physischen Host also 5,1 VM. Hier liegen die deutschen Unternehmen mit einer Konsolidierungsrate von 4,7:1 leicht unter dem Durchschnitt, während die geschätzte Relation ebenfalls bei 9:1 liegt.

• Die Mehrheit der Unternehmen nutzt für die Server-Virtualisierung VMware als Primär-Hypervisor (67,6 Prozent Marktanteil), gefolgt von Microsoft Hyper-V (16,4 Prozent), Citrix Xen (14,4 Prozent) und anderen (1,6 Prozent). Auch deutsche Unternehmen nutzen bevorzugt VMware (61 Prozent), gefolgt von Citrix Xen (20 Prozent), Microsoft Hyper-V (16 Prozent ). Drei Prozent nutzen einen anderen Hypervisor.

• Von allen befragten Unternehmen denken 38 Prozent über einen Wechsel ihres primären Hypervisors nach (Deutschland 46 Prozent). Die Gründe dafür liegen für 58,1 Prozent in den Kosten, 47,4 Prozent geben den Funktionsumfang als Wechselgrund an. Das Lizenzmodell ist für 46,8 Prozent ein Grund, über andere Hypervisoren nachzudenken. Für die deutschen Unternehmen liegt das Lizenzmodell mit 54,3 Prozent an der Spitze der Wechselmotive.

• Die Gründe, weshalb Unternehmen von einer umfangreicheren Virtualisierung absehen, sind alle in etwa gleich gewichtet. An der Zuverlässigkeit zweifeln 36,4 Prozent, die Sorge um die Performance der Applikationen beschäftigt 34 Prozent. Backup und Datenwiederherstellung nennen 33 Prozent der Befragten als Hinderungsgrund für mehr Virtualisierung. Mit 32 Prozent knapp dahinter liegt die Notwendigkeit neuer Hardware, bevor virtualisiert werden könne. Das Management virtueller Umgebungen ist für 30 Prozent der Befragten ein Grund, auf die weitere Einführung der Technologie zu verzichten. Die deutschen Unternehmen sehen insgesamt deutlich weniger Schwierigkeiten bei der Virtualisierung; die Prozentwerte liegen bis zu 18 Punkte unter dem Durchschnitt.

• Trotz der genannten Schwierigkeiten erwarten 81,2 Prozent der Unternehmen, die bereits Virtualisierung nutzen, eine Erweiterung ihrer virtuellen Server-Landschaft. In Deutschland beträgt ihr Anteil 78 Prozent.

„Der neue V-index zeigt einen Trend zur Koexistenz verschiedener Hypervisor-Plattformen“, sagt Ratmir Timashev, CEO bei Veeam Software. „Das wird in zwei weiteren Trends deutlich, die wir nun ebenfalls beobachten. Die Virtualisierungs-Community wünschte sich nach dem ersten V-index weitere Kriterien: Erstens steigt für viele Unternehmen die Relevanz der Desktop-Virtualisierung. Sie erwarten von den Anbietern ein breiteres Angebot an Lösungen. Außerdem ändert sich durch die größere Zahl der Anbieter auf dem Markt das Kaufverhalten beim Thema Virtualisierung.“

Über den V-index:
Die Daten für den aktuellen V-index wurden im 3. Quartal 2011 erhoben. Befragt wurden 578 Großunternehmen in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Die Studie wurde vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne durchgeführt. Auf dem Portal www.v-index.com werden die Ergebnisse der Studie in zahlreichen Grafiken visualisiert. Dort steht auch der komplette Studienband zum Download zur Verfügung.
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