Rückenschmerzen: Das Kreuz mit dem Kreuz

Bewegung hilft gegen die Beschwerden

(PresseBox) (München, ) Laut Informationen der Bundesregierung leiden rund 80 Prozent der Deutschen zumindest einmal im Leben unter Rückenschmerzen. Einer der Hauptgründe dafür ist der bewegungsarme Lebensstil in der heutigen Zeit. Es fehlt an körperlicher Aktivität. Aber auch psychische Belastung kann zu Schmerzen im Rücken führen. Die Mediziner von TÜV SÜD wissen, wie Rückenbeschwerden entstehen und was sowohl präventiv als auch in akuten Fällen dagegen getan werden kann.

Die meisten Betroffenen leiden nur kurzfristig unter Rückenschmerzen. Bei nicht wenigen treten die Beschwerden allerdings wiederholt auf. Bei 75 Prozent der Betroffenen treten die Beschwerden im Bereich der Lendenwirbel auf. Dauern die Beschwerden länger als drei Monate an, spricht man von chronischen Rückenschmerzen. Die Ursachen sind vielfältiger Natur und manchmal auch nicht eindeutig festzustellen. So können plötzliche Bewegungen einen Hexenschuss, Verletzungen können ein schmerzhaftes Schleudertrauma verursachen, Krankheiten (Morbus Bechterew) oder Abnutzung (Arthrose) können ebenso zu Beschwerden führen wie langes Sitzen oder einseitige Belastungen. Der menschliche Körper ist im Grunde für Bewegung geschaffen und für den Wechsel zwischen Gehen, Stehen, Liegen und Sitzen ausgelegt. "Wer jedoch den ganzen Tag im Sitzen verbringt, belastet seinen Bewegungsapparat nur einseitig, was langfristig zu Rückenbeschwerden führen kann. Werden Muskel und Bänder nicht regelmäßig belastet, verkümmern sie und verlieren damit an Leistungsfähigkeit", erklärt Dr. Rumen Alexandrov, Fachlicher Leiter Arbeitsmedizin bei der TÜV SÜD Life Service GmbH.

Darüber hinaus sind auch psychologische Belastungen häufig Auslöser für Rückenprobleme. Menschen, die unter Depressionen leiden, haben beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Rückenschmerzen. Ebenso belegt ist, dass psychische Belastungen wie Stress, aber auch eine ungeliebte Arbeit die Wahrscheinlichkeit für Kreuzschmerzen erhöhen. Ursache dafür ist das vegetative Nervensystem. Bei Stress erhöht das Nervensystem die Grundspannung der Muskeln. Das soll eigentlich dabei helfen, anstehende Aufgaben zu bewältigen. Bei starken seelischen Belastungen oder länger andauerndem Stress kann diese Anspannung jedoch schnell zu einer Verspannung werden.

Prävention: Bewegung ist die halbe Miete

Jeder kann möglichen Rückenschmerzen vorbeugen. Sowohl im Berufsalltag als auch im Privatleben heißt es: aktiv sein und bewegen. Wer einen Schreibtischjob hat, sollte Arbeitsabläufe so gestalten, dass mehr Bewegung nötig ist. Den Drucker beispielsweise in einen extra Raum verbannen und die Kollegen persönlich aufsuchen. In der Freizeit ist Sport angesagt. Welche Sportart ist eigentlich egal, Hauptsache man rafft sich vom Sofa auf. Zügiges Gehen oder Joggen sind dabei die einfachsten Mittel, den Körper in Schwung zu halten. Aber auch Radfahren und Schwimmen sind ideal für den Ausgleich von Bewegungsmangel. Schwimmen ist vor allem dann eine gute Alternative, wenn bereits Rückenbeschwerden bestehen. Denn der Auftrieb des Wassers entlastet den Körper von der Schwerkraft.

Aktive Schmerzbekämpfung

Ist der Schmerz bereits da, helfen Stufenlagerung, Wärme, Entspannung und auch wieder Bewegung. Bei der Stufenlagerung werden Gelenke und Wirbelsäule vom Druck entlastet und die Muskeln können sich entspannen. Dazu flach auf den Rücken legen - am besten mit einer warmen Decke auf den Boden - und die Beine auf eine Ablage, zum Beispiel ein Hocker, hochlegen. Die Unterschenkel sollten sich dabei im rechten Winkel zu den Oberschenkeln befinden, während die Ablage so hoch wie die Oberschenkel lang sein sollte. Daneben lassen sich Verspannungen im Rücken mit verschiedenen Wärmeanwendungen lösen. Sie lockern die Muskulatur und fördern die Durchblutung. Neben speziellen Wärmepackungen aus der Apotheke helfen auch eine Wärmflasche oder ein heißes Bad. Bewegung bewährt sich auch bei akuten Schmerzen. Vor allem Spaziergänge wirken schmerzlindernd, da beim Gehen die Rückenmuskeln sanft massiert und die Wirbelgelenke bewegt werden.

Bewegungsanreize und Stressmanagement

"Auch der Arbeitgeber kann und sollte dazu beitragen, dass seine Mitarbeiter in Bewegung kommen"; erklärt Dr. Rumen Alexandrov und fährt fort "Seine Aufgabe ist es, Bewegungsanreize und ein gezieltes Stressmanagement im Betrieb zu integrieren. Eine Gefährdungsbeurteilung und eine kritische Überprüfung der Arbeitsabläufe sind dabei die ersten Schritte. Ergonomische Büromöbel, beispielsweise höhenverstellbare Schreibtische, die das Arbeiten im Stehen und im Sitzen ermöglichen, helfen Rückenerkrankungen vorzubeugen. Der Arbeitgeber kann im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung durch gezielte Aktionen die Mitarbeiter beraten und sensibilisieren."

Schulungen zum Zeit- und Stressmanagement oder zu Entspannungsübungen sind deswegen eine sinnvolle Investition. Eine Möglichkeit, Mitarbeiter auch in ihrer Freizeit zum Sport zu motivieren, ist beispielsweise die Aushandlung eines Spezialpreises bei einem nahegelegenen Fitnessstudio. "Damit setzt die Unternehmensführung ein wichtiges Zeichen und signalisiert den Mitarbeitern, dass ihre Arbeitskraft wichtig ist und wertgeschätzt wird. Gleichzeitig können durch solche Maßnahmen Ausfalltage verringert und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhöht werden."

TÜV SÜD unterstützt Unternehmen in puncto Gesundheitsmanagement

Die TÜV SÜD Life Service GmbH betreut die Mitarbeiter von knapp 10.000 Unternehmen in Deutschland beim Arbeits- und Gesundheitsschutz und entwickelt individuelle Lösungen zum Umgang mit Stress, zur Förderung der Arbeitsmotivation, bei Suchtgefährdung sowie bei Über- oder Unterforderung. Das Ziel ist stets, Bedingungen am Arbeitsplatz zu schaffen, die die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter schützen. "Die Mitarbeiter honorieren dies durch bessere Leistungsfähigkeit. Kosten durch Arbeitsunfälle, einseitige Belastungen und Krankheiten helfen wir zu verringern und auch Leistungseinbrüche durch psychischen Stress oder Überforderung können unsere Experten durch ein durchdachtes Betriebliches Gesundheitsmanagement wirksam abfedern", erläutert Herbert Huß, Geschäftsführer der TÜV SÜD Life Service GmbH.

Die TÜV SÜD Life Service GmbH ist ein Unternehmen der TÜV SÜD Gruppe mit knapp 500 Mitarbeitern an 100 Standorten. Diese bieten umfassende Beratung und Betreuung auf allen Gebieten der Arbeitsmedizin, -sicherheit und Arbeitspsychologie an. Darüber hinaus sorgen Verkehrspsychologen und -mediziner für mehr Verkehrssicherheit und führen u.a. Medizinisch-Psychologische Untersuchungen durch.

Wussten Sie schon, dass Rückenschmerzen seit Jahren die häufigsten Gründe für Krankmeldungen sind und 20 bis 25 Prozent der Arbeits-unfähigkeitstage verursachen?
(Quelle: BKK- & DAK-Gesundheitsreport 2011)

TÜV SÜD AG

TÜV SÜD ist ein international führender Dienstleistungskonzern mit den Strategischen Geschäftsfeldern INDUSTRIE, MOBILITÄT und ZERTIFIZIERUNG. Mehr als 16.000 Mitarbeiter sind an über 600 Standorten weltweit präsent. Die interdisziplinären Spezialistenteams sorgen für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Als Prozesspartner stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden.

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