+++ 816.533 Pressemeldungen +++ 33.839 Newsrooms +++ 6.000 Medien +++

Kraft-Wärme-Kopplung: Wirtschaftlichkeit bei Mikroanlagen genau durchrechnen

TÜV Rheinland: Kontinuierlicher Wärmebedarf Voraussetzung für Wirtschaftlichkeit / Nicht jede Anlage lohnt für jede Gebäudeart / Wärme muss vor Ort genutzt werden / Kleinere Anlagen erhalten Investitionszuschuss

(PresseBox) (Köln, ) Strom selbst produzieren und mit der dabei anfallenden Wärme die Wohnung heizen – eine kompakte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK) ermöglicht genau das. Die Minikraftwerke haben die Größe einer Waschmaschine. Ein kleiner Motor treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Dabei entsteht Wärme, die sich in den Heizungskreislauf und die Warmwasserbereitung einschleusen lässt. Klingt zunächst einmal bestens. Trotzdem muss man bei der Planung einige Dinge beachten, damit die Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann.

KWK-Anlage nur für bestimmte Gebäudearten geeignet
Beim Thema Strom ergeben sich kaum Probleme. Überschüssiger Strom, der nicht vom Betreiber selbst verbraucht wird, kann ins öffentliche Netz eingespeist werden. Aber die Wärme muss vor Ort genutzt werden. Jürgen Reinhardt, Experte des TÜV Rheinland: „Mikro-KWK-Anlagen arbeiten in der Regel ab einem Wärmebedarf von rund 25.000 Kilowattstunden pro Jahr wirtschaftlich.“ Zum Vergleich: Ein 4-Personen-Haushalt benötigt jährlich rund 5.000 bis 6.000 Kilowattstunden (kWh). Weiß der Betreiber zum Beispiel im Sommer nicht, wohin mit der Wärme, nützt ihm das Minikraftwerk wenig. Die Installation eignet sich deshalb eher für Mehrfamilienhäuser oder Gebäude mit großem Wärmebedarf. Wird Strom ins öffentliche Netz eingespeist, erhält der Betreiber auf Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nach dem KWK-Gesetz einen Zuschlag von 5,41 Cent pro kWh über einen Zeitraum von zehn Jahren.

BAFA fördert Mikro-KWK-Anlagen
Wer eine Mikro-KWK-Anlage betreiben möchte, muss nach Aussage von Jürgen Reinhardt mit Investitionskosten ab 15.000 Euro rechnen. Das BAFA fördert die Installation kleinerer Anlagen in Bestandsbauten mit einem Investitionszuschuss. Eine behördliche Genehmigung ist in der Regel nicht notwendig, wohl aber muss die Anlage beim Netzbetreiber angemeldet werden. Bei juristischen Fragen, wenn etwa der Vermieter eine Anlage für ein Mehrfamilienhaus plant, sollte ein Anwalt hinzugezogen werden.

Website Promotion

Über TÜV Rheinland

TÜV Rheinland ist ein weltweit führender unabhängiger Prüfdienstleister mit über 140 Jahren Tradition. Im Konzern arbeiten 18.000 Menschen in 65 Ländern weltweit. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von über 1,6 Milliarden Euro. Die unabhängigen Fachleute stehen für Qualität, Effizienz und Sicherheit von Mensch, Technik und Umwelt in fast allen Lebensbereichen. TÜV Rheinland prüft technische Anlagen, Produkte und Dienstleistungen, begleitet Projekte und Prozesse für Unternehmen. Die Experten trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und Branchen. Dazu verfügt TÜV Rheinland über ein globales Netz anerkannter Labore, Prüf- und Ausbildungszentren. Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. www.tuv.com im Internet.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.