Auftaktveranstaltung des Vorhabens "Germany Laboratories (G-Lab)"

(PresseBox) (Kaiserslautern, ) Am 24. Juli 2009, Geb. 57, TU Kaiserslautern

Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Projekt "Germany Laboratories" (G-Lab) mit einem Umfang von 11 Mio. Euro ist auch in Deutschland ein Projekt zur Erforschung eines zukünftigen Internets gestartet worden, an dem sechs Universitäten beteiligt sind. Dies sind neben der TU Kaiserslautern die TU Berlin, die TU Darmstadt, die Universität Karlsruhe, die TU München und die Universität Würzburg. Die Forschungsergebnisse sollen helfen, das heutige Internet zielgerichtet zu verbessern oder überholte Komponenten und Konzepte völlig zu ersetzen.

Im Rahmen von G-Lab wurde eine Experimentalplattform aufgebaut, deren zentraler Knoten in Kaiserslautern angesiedelt ist. Die Experimentalplattform dient dazu, neue Technologien, Kommunikationsarchitekturen und Anwendungen zu testen. Dabei ist das Projekt so angelegt, dass sich theoretische Studien und die Experimentalplattform gegenseitig ergänzen und so iterativ Konzepte für das zukünftige Internet erarbeitet werden.

Das Ziel des Projektes ist die deutsche Mitgestaltung bei einem sicheren, zuverlässigen, skalierbaren Internet der Zukunft, das neue Anwendungen im Dienste der Nutzer effizient ermöglicht.

Von 13.30 bis 14.00 Uhr können Sie in einem Pressegespräch unter der Moderation von Prof. Dr. Paul Müller Ihre Fragen an die Experten richten.

MinDir Dr. Wolf-Dieter Lukas, BMBF, Initiierung und Finanzierung des Projekts Dr. Max Lemke, EU-Kommission, Europäische und weltweite Forschungsvernetzung Prof. Dr. Peter Freeman, USA, Bedeutung der Internetforschung im internationalen Kontext Prof. Dr. Helmut J. Schmidt, Präsident der TU Kaiserslautern, Forschungspartner Landespolitiker aus Rheinland-Pfalz (angefragt), regionaler Bezug Prof. Dr. Paul Müller, Prof. Phuoc Tran-Gia, G-Lab-Projektbeteiligte, Projektkoordinatoren; Forschungs- und Entwicklungspartner Firma Sun, Cisco, Lambdanet, Praxispartner

Das Internet ist eine Erfolgsgeschichte ohnegleichen, es ist aus unserem heutige Leben nicht mehr wegzudenken. Die Grundlagen wurden bereits vor ca. 40 Jahren für aus heutiger Sicht einfache Anwendungen wie E-Mail und Datenaustausch auf der Basis fest verdrahteter Netze entwickelt. Die große Verbreitung und wirtschaftliche Bedeutung des Internets haben aber zu Phänomenen wie Spam, Viren, Trojanern und "Denial-of-Service"-Angriffen geführt, die einen immensen wirtschaftlichen Schaden verursachen. Ein wirksamer Schutz hiervor scheint nur durch wesentliche Veränderungen der Mechanismen des Internets erreichbar. Darüber hinaus stellen immer neue Anwendungen wie Filesharing, Web 2.0, Internettelefonie ("Voice-over-IP"), Videoportale, Fernsehen ("IP-TV") und andere immer neue, deutlich gestiegene Anforderungen an das Internet. Gleichzeitig sind die Endgeräte nicht mehr nur fest angeschlossene Computer, sondern in zunehmendem Maße kleine mobile Geräte, die über drahtlose Zugangstechnologien mit hoher Bandbreite mit dem Internet kommunizieren.

Diese Entwicklungen kommen sowohl den privaten als auch den kommerziellen Anwendern durch eine insgesamt sicherere und vertrauenswürdigere Kommunikationsinfrastruktur zu gute. Dabei wird ein solches Internet stärker als bisher in geschäftskritischen Bereichen zum Einsatz kommen und eine Plattform für neue Geschäftsmodelle zur schnellen Entwicklung und Verteilung neuer Anwendungen bieten.

Wissenschaftler auf der ganzen Welt befassen sich mit der Frage, wie man unter Anwendung der heutigen Kenntnisse ein neues Internet aufbauen oder die Kernmechanismen so weiterentwickeln kann, dass diese gestiegenen Anforderungen erfüllt werden können.

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