Kofinanzierungsmittel für Schloss Friedenstein Gotha beschlossen - Gesetz zur Neuausrichtung der Klassik Stiftung Weimar wird im Landtag eingebracht

(PresseBox) (Erfurt, ) Das Kabinett hat heute den Weg für die Realisierung des Perthes-Forums und den Umbau des Herzoglichen Museums in Gotha frei gemacht. "Die nötigen Kofinanzierungsmittel für die avisierten Fördermittel des Bundes in Höhe von 10 Mio. Euro werden 2009 bis 2012 durch das Land und die Stadt Gotha zur Verfügung gestellt. Das Land trägt 9,6 Mio. Euro, 400.000 Euro die Stadt Gotha. Dazu erwirbt die Stadt Gotha das Perthes-Gebäude für 1,2 Mio. Euro. Mit den zur Verfügung stehen 20 Mio. Euro können die Sanierungskosten und die Ersteinrichtung für das Perthes-Forum in Höhe von rund 14 Mio. Euro sowie für das Herzogliche Museum in Höhe von rund 6 Mio. Euro getragen werden. Zwischen Stadt, Land und Bund wird kurzfristig eine vertragliche Vereinbarung geschlossen", so Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) heute in Erfurt.

An keinem anderen Ort in Deutschland lasse sich die Entwicklung höfischer Kunst und Kultur vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert so beeindruckend nachvollziehen wie auf Schloss Friedenstein in Gotha, so Müller weiter. Dazu zählten nicht nur die Gebäudeanlage, sondern vor allem die Sammlungen in den Museen, in der Bibliothek und im Archiv. Neben dem Schlossbau mit seinen Innenräumen seien alle Sammlungen seit über 350 Jahren an diesem Ort erhalten geblieben. Das mache die weltweite Einzigartigkeit des barocken Universums Gotha aus.

Das Kabinett hat weiterhin das Gesetz zur Neuausrichtung der Klassik Stiftung Weimar beschlossen, das nun im Landtag eingebracht wird. Kultusminister Müller erklärt dazu: "Die Landesregierung zieht heute eine positive Bilanz. Innerhalb von drei Jahren ist es gelungen, die Stiftung auf Basis des externen Strukturkonzeptes vom Juni 2005 und detaillierter Umsetzungspläne umzustrukturieren und neu auszurichten. Mit der Einbringung des Gesetzentwurfes der Thüringer Landesregierung zur Neustrukturierung der Stiftung in den Landtag wird der 2005 eingeleitete Reformprozess abschließend gesetzgeberisch geklärt. Die schon beschlossenen Änderungen, beispielsweise bei der Zuordnung von Liegenschaften, werden damit nachvollzogen. Die als Kommunikationsmarke geführte Bezeichnung Klassik Stiftung Weimar wird nun auch als offizielle Bezeichnung im Gesetz festgeschrieben. Der schon bestehende wissenschaftliche Beirat wird im Gesetz verankert und aufgewertet, da der Vorsitzende des Beirates und seine Stellvertreter im Stiftungsrat vertreten sein werden. Weitere Punkte betreffen die Leitungsstruktur der Stiftung. Mit der Änderung des Thüringer Besoldungsgesetzes wird das Amt des Präsidenten neu bewertet und das Amt eines Generaldirektors Museen geschaffen. Grundlage dafür war ein Bundesvergleich der Besoldung der Leiter anderer vergleichbarer national bedeutender Kultureinrichtungen."

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.