Für 251.300 Schüler und 24.700 Pädagogen endet das Schuljahr

Müller: „Erfolgreiches Schuljahr neigt sich dem Ende entgegen – gute äußere Rahmenbedingungen und engagierte Arbeit der Pädagogen sind der Schlüssel zum Erfolg“

(PresseBox) (Erfurt, ) Am 24. Juni endet an allen Schulen des Freistaats für 251.300 Schüler und 24.700 Pädagogen (Lehrer, Erzieher und Sonderpädagogische Fachkräfte) das Schuljahr. Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) zieht eine positive Bilanz: "Ein überaus erfolgreiches Schuljahr neigt sich dem Ende entgegen. Mit dem hervorragenden Abschneiden bei den großen internationalen Vergleichsstudien haben die Thüringer Schüler gezeigt, dass sie national wie international mithalten können: Bei PISA 2006 Platz 3 im Vergleich der Bundesländer, bei der IGLU-Grundschullesestudie 2006 Weltspitze und im Deutschlandvergleich Platz 1. Die Ergebnisse belegen, dass der im Freistaat eingeschlagene Weg richtig ist. Daher wird er konsequent weiter verfolgt. Das gegliederte Schulwesen im Freistaat ist leistungsfähig. Kontinuität im Bildungswesen, gute äußere Rahmenbedingungen und die engagierte Arbeit der Pädagogen sind der Schlüssel zum Erfolg. Kleine Klassen, eine bundesweit vorbildliche Schüler-Lehrer-Relation und durchgehend angebotene Ganztagesbetreuung im Grundschulhort bilden optimale äußere Rahmenbedingungen."

Das nun zu Ende gegangene Schuljahr habe Schülern und Lehrern gleichermaßen viel abverlangt, so Müller weiter. Für die Schüler sei es der ständige Erwerb von neuem Wissen, für die Lehrer die tägliche Herausforderung, den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden. "Für die engagierte Arbeit möchte ich allen Pädagogen recht herzlich danken. Schülern, Eltern und Pädagogen wünsche ich eine erholsame Ferienzeit."

Minister Müller sagte weiter: "Im Mittelpunkt von Schule steht immer der einzelne Schüler. Die individuelle Förderung jedes Einzelnen ist und bleibt unser gemeinsames Ziel. Mit Leben erfüllt werden alle Aufgaben jedoch durch Menschen vor Ort, die durch persönliche Kontakte, Einfühlungsvermögen und zielstrebiges Handeln mit dafür sorgen, dass Thüringen dabei gute Erfolge verzeichnen kann. Die Qualität von Schule und Unterricht wird entscheidend durch alle am Bildungssystem Beteiligten mitgeprägt. Die weitere Umsetzung des erfolgreich begonnenen Entwicklungsvorhabens 'Eigenverantwortliche Schule' braucht den Einsatz jedes Einzelnen. Aber auch die Weiterentwicklung der Regelschule und des Gymnasiums wird im kommenden Schuljahr weiter vorangetrieben. Die Regelungen für die Klassenstufen 5 bis 10 - das neue Fach Mensch Natur Technik und die 2. Fremdsprache ab Klassenstufe 5 - werden umgesetzt. Auch die neue gymnasiale Oberstufe gilt erstmals für die Schüler der Klassenstufe 11. Neben einer Stärkung der Allgemeinbildung wird damit den Naturwissenschaften und Fremdsprachen ein größerer Stellenwert eingeräumt."

Im zu Ende gehenden Schuljahr 2007/2008 verlassen insgesamt rund 47.200 Schüler die Schulen, davon rund 17.900 Schüler die allgemein bildenden Schulen und rund 29.300 die Berufsbildenden Schulen. Rund 6.300 Schülerinnen und Schüler streben einen Realschulabschluss an, etwa 790 Schüler einen Hauptschulabschluss bzw. Qualifizierenden Hauptschulabschluss. Darüber hinaus stellten sich rund 5.050 Gymnasiasten der Klassenstufe 10 der "Besonderen Leistungsfeststellung", die zum Erwerb eines dem Realschulabschluss gleichwertigen Schulabschlusses führt. An den Abiturprüfungen nahmen rund 9.400 Schülerinnen und Schüler der Thüringer Gymnasien, der beruflichen Gymnasien, der Kollegs und der gymnasialen Oberstufen der Gesamtschulen teil. Da in der letzten Woche wegen des in diesem Jahr sehr zeitigen Ferienbeginns die letzten Prüfungen stattfanden, liegt dem Kultusministerium noch keine Prüfungsstatistik mit den Ergebnissen vor.

Das neue Schuljahr beginnt am 6. August für rund 242.00 Schüler an staatlichen und freien Schulen im Freistaat. Während sich die Zahl der Schüler an den freien Schulen voraussichtlich leicht erhöhen wird, sinkt die Schülerzahl an den staatlichen um rund 8.900 im Vergleich zum jetzt endenden Schuljahr. Das hat Auswirkungen auf das Schulnetz: Es werden zum nächsten Schuljahr 436 Grundschulen (bisher 440), 230 Regelschulen, 85 Gymnasien (87), 67 Förderschulen, neun Gesamtschulen, zwei Kollegs sowie 51 Berufsbildende Schulen (52) ihre Pforten öffnen. Im neuen Schuljahr werden rund 16.700 Erstklässler eingeschult.

Derzeit arbeiten an den staatlichen Schulen im Freistaat insgesamt rund 21.700 Lehrerinnen und Lehrer, 2.200 Erzieherinnen und Erzieher sowie 840 sonderpädagogische Fachkräfte. Dazu kommen 680 Lehramtsanwärter, die das 2. Staatsexamen erwerben. Zum Schuljahr 2009/2010 werden im Freistaat 340 Lehramtsanwärter und 100 neue Lehrer in Grundschulen, Förderschulen, Regelschulen, Gymnasien und in berufsbildenden Schulen eingestellt. In den nächsten Jahren ist geplant, die Zahl der einzustellenden Lehramtsanwärter weiter bedarfsgerecht zu erhöhen. In den letzten Jahren wurde die Kapazität bereits auf 680 Lehramtsanwärter erhöht und damit fast verdoppelt. Auch die Zahl junger Lehrer, die in Thüringer Schuldienst eingestellt werden, soll weiter steigen, so dass ab dem Schuljahr 2011/2012 bis zu 500 Absolventen eingestellt werden können.

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