Erwachsenenbildung als vierte Bildungssäule fest etabliert

Müller: "Einrichtungen leisten unverzichtbaren Beitrag"

(PresseBox) (Erfurt, ) "Die Erwachsenenbildung hat einen festen Platz im Thüringer Bildungssystem. Neben der frühkindlichen Bildung, der Schulbildung und der Hochschulbildung hat sie sich als vierte Säule fest etabliert", erklärt Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) anlässlich eines Berichts im Kabinett.

Kultusminister Müller hebt die Bedeutung der Erwachsenenbildung hervor: "Weiterbildung und lebenslanges Lernen sind feste Bestandteile des Thüringer Bildungswesens. Einen unverzichtbaren Beitrag leisten dabei die Volkshochschulen, die Heimvolkshochschulen und weitere freie Einrichtungen im Freistaat. Mit der Novellierung des Erwachsenenbildungsgesetzes haben wir ihnen weitere Planungssicherheit und damit eine grundlegende Perspektive für die nächsten Jahre gegeben. Pro Jahr werden etwa 565.000 Unterrichtsstunden geleistet. Über 900 Erwachsene nehmen an Volkshochschulkursen zur Vorbereitung auf externe Schulabschlüsse teil. Zudem stehen im Doppelhaushalt 2008/2009 für den Bereich der Erwachsenenbildung pro Jahr rund 5,1 Millionen Euro zur Verfügung. Das sind jeweils 400.000 Euro mehr als 2007. Auch weiterhin werden wir die Arbeit der Volkshochschulen und der anderen Erwachsenenbildungseinrichtungen angemessen unterstützen."

Erwachsenenbildung im Sinne des Thüringer Erwachsenenbildungsgesetzes wird durch insgesamt 38 anerkannte Einrichtungen realisiert, die in drei Einrichtungsgruppen gegliedert sind: 23 Volkshochschulen mit regionaler Zuständigkeit, drei Heimvolkshochschulen mit überregionaler Bedeutung in freier Trägerschaft und zwölf Einrichtungen in sonstiger Trägerschaft mit örtlichem, überörtlichem bzw. landesweitem Wirkungsbereich. Mit dem Thüringer Volkshochschulverband (TVV) und der Landesorganisation der freien Träger (LOFT) bestehen zudem zwei Dachorganisationen mit landesweitem Wirkungskreis.

Die Aufgaben der Erwachsenenbildung erstrecken sich auf die allgemeine, die kulturelle, künstlerische und religiöse sowie auf die politische und berufliche Erwachsenenbildung. Die breite Palette reicht von Angeboten zur beruflichen Beratung und Qualifizierung über Gesundheitsvorsorge, Umweltschutz und kulturhistorische Angebote bis hin zu Sprachkursen. Erwachsenenbildung steht auch ganz vorn, wenn es um die Eingliederung von Migranten in unsere Gesellschaft geht: Alphabetisierungskurse sind hier nur ein Beispiel. Der Freistaat unterstützt die Entwicklung der Erwachsenenbildung und der Landesorganisationen durch die Grundförderung anerkannter Einrichtungen, die Förderung von Veranstaltungen zum Erwerb externer Schulabschlüsse sowie die Förderung von Bildungsangeboten von besonderem öffentlichen Interesse.

Nach Erfassung des Volkshochschulverbandes ist die Zahl der Weiterbildungsteilnehmer im Alter zwischen 50 und 65 Jahren mit etwa 24 Prozent konstant auf höchstem Niveau im Vergleich zu den anderen Altersgruppen. Der Anteil der Weiterbildungsteilnehmer im Alter über 65 Jahre ist zwischen 2005 und 2007 von 10,4 Prozent auf 14,9 Prozent gestiegen. Das zeigt, dass auch Senioren das lebenslange Lernen als wesentlichen Lebensbestandteil erkannt und großes Interesse an Weiterbildung haben. Weitere Informationen sind im Internet unter www.thueringen.de/... zu finden.

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