Frequenzversteigerung beendet: E-Plus auf den zweiten Blick in guter Position

Neu: Unterschiedliche Strategien der Anbieter und mehr Vielfalt für den Kunden

(PresseBox) (Berlin/Göttingen, ) Schneller als erwartet wurde die Versteigerung neuer Frequenzen für den Ausbau des mobilen Internets beendet. Besonders begehrt war dabei die Digitale Dividende - Frequenzen, die nach der Digitalisierung des Rundfunks für das mobile Internet frei geworden sind. Auf Grund des niedrigen Frequenzbereichs ermöglichen sie eine große Reichweite mit nur wenigen Basisstationen. E-Plus hat als einziger Anbieter keinen Frequenzblock in diesem Bereich ersteigert. Doch was auf den ersten Blick wie eine Niederlage aussieht, hat laut Kai Petzke, Geschäftsführer des Onlinemagazins www.teltarif.de auch seine Vorteile: "E-Plus hat gut eine Milliarde Euro gespart und eher im UMTS-Bereich zugegriffen. Der Anbieter kann jetzt sein bestehendes UMTS-Netz mit deutlich höheren Übertragungsraten ausstatten, ohne viel in neue Technik investieren zu müssen." Auf Grund der immer stärkeren Nutzung von Smartphones und Netbooks zum surfen unterwegs sind höhere Datenraten ein nicht unwichtiger Vorteil.

Die drei anderen Mitbieter T-Mobile, Vodafone und o2 haben im Bereich der Digitalen Dividende je zwei Frequenzblöcke erstanden. Vorteil: Sie können damit große Flächen an Hand weniger Basisstationen versorgen. Kai Petzke dazu: "Allerdings können die Anbieter mit diesen Frequenzen nicht dort mit dem Ausbau beginnen, wo es für sie am attraktivsten wäre. Sie sind verpflichtet, zunächst zahlreiche weiße Flecken, meist auf dem Land, abzudecken, bevor sie in lukrativere Gebiete vordringen können."

Insgesamt sieht Petzke das Ergebnis der Versteigerung positiv: "Es ist wahrscheinlich, dass die Anbieter nun auf Grund der unterschiedlichen Frequenzausstattung endlich einmal unterschiedliche Strategien fahren. Das lässt auf eine für den Kunden größere Angebots- und Preisvielfalt hoffen." T-Mobile beispielsweise ist im UMTS-Bereich inzwischen fast ein bisschen im Hintertreffen. Das lässt vermuten, dass sie sich eher auf die neue und schnellere Technik LTE konzentrieren wollen. Bis hier entsprechende Smartphones auf den Markt kommen, kann es aber noch dauern - wie bereits die Entwicklung im UMTS-Bereich gezeigt hat.

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