Illegale Downloads - Wie bedrohlich ist die Software-Piraterie im digitalen Zeitalter?

(PresseBox) (Ahrensburg bei Hamburg, ) 62,71 Milliarden Dollar - das ist laut einer Studie von Statista der geschätzte Wert aller Software-Raubkopien weltweit im Jahr 2013. Diese Summe wirkt enorm. Gemessen an den zu berücksichtigenden Programmen und der Anzahl der jeweiligen Hersteller verteilt sich dies jedoch auf ein Niveau, welches viele Unternehmen bereit sind zu "akzeptieren". Zumindest, da es kein wirklich wirksames Gegenmittel zu geben scheint.

Max Muster geht im Elektrofachmarkt seines Vertrauens ein Programm kaufen, fährt nach Hause, installiert es und gibt den beiliegenden Code ein, um seine Software zu aktivieren. So einfach war das noch vor einigen Jahren. Seitdem das Internet jedoch in hohen Geschwindigkeiten vielerorts leicht zugänglich ist, verschrieb sich die IT-Branche der Online-Aktivierung und komplexen DRM(Digital Rights Management)-Technologien. Die Software-Piraterie ist zu einem Aushängeschild der Digital Youth geworden. Abseits von Filmen und Musik sind digitale "Tauschbörsen" vollgepackt mit unterschiedlichsten Softwares für private als auch geschäftliche Anwendungen.

Schuld sind nur die Konsumenten?

Zu dieser ganzen Problematik gibt es selbstverständlich unterschiedlichste Ansichten. So gibt es Studien die so unterschiedlich ausgehen, dass es rational kaum noch zu erklären ist. Man könnte mutmaßen, dass hinter den Studien, die extrem hohe Geschäftsschädigungen vorzeigen, gerne verschiedene Groß-Konzerne der IT-Branche stehen. Studien, die diesen Schaden jedoch wesentlich geringer sehen, sind häufig allein von Universitäten erstellt worden. Vor diesem Hintergrund ist viel Platz für Interpretationen, jedoch gibt es auch zahlreiche Studien, die so klar nicht zuzuordnen sind, womit viele Theorien wieder schnell ad acta gelegt werden können. Klar ist jedoch: Das Verhalten der IT-Unternehmen im Angebot ihrer Produkte hat sich in den letzten Jahren klar geändert.

Die Katze im Sack

Vor ca. 10 Jahren, als auch die digitale Piraterie noch lange nicht den Stellenwert hatte, wie sie ihn aktuell in den Medien errungen hat, gab es zu nahezu jedem angebotenem Programm eine Demo-Version. Eine Lite-Version des Programms, welches dem Nutzer einen zwar sehr eingeschränkten jedoch komplett kostenlosen Einblick ermöglichte - wie eine Probefahrt im potenziellen neuen Auto. Heutzutage sind derartige Versionen jedoch recht spärlich gesät. Neben einigen Nischen-Programmen, die Lite- und Vollversion anbieten gibt es nur wenige Konzerne, die ähnliche Test-Versionen anbieten. Häufig gilt sogar: Je erfolgreicher ein Programm, desto geringer sind die Möglichkeiten, es zu testen.

Einen Fingerabdruck entfernt

Zurück zur Aktivierung von Softwares: Die Technologien werden immer vielfältiger. "Pionierarbeit" in Sachen DRM leistet die Videospiel-Industrie. Besonders auf dem PC müssen Spiele nicht einfach nur aktiviert werden, sie sind häufig auch an spezielle digitale Plattformen gebunden. Dies führt auch zu einer Personenbindung und somit einem ausgeschlossenen Weiterverkauf. Diese Plattformen bieten jedoch auch besondere Komfortfunktionen, wie vollautomatische Updates, angebundene Support-Möglichkeiten, Communities und soziale Vernetzung.

Bei Software, die nicht der Unterhaltung dient, ist dies jedoch nicht der Fall. Zwar werden die Versionen ebenfalls eigenständig mit Updates versorgt, sämtliche weiteren Support und Komfort-Funktionen funktionieren wie im Einzelhandel üblich über Tickets, Hotlines und Mails. Zur Aktivierung wird dennoch oftmals ein vollständiger Account vorausgesetzt mit vielfältigen persönlichen Informationen. Auch eine Beschränkung auf ein maximale Anzahl möglicher Installationen ist ein Konzept, welches häufig Anwendung findet.

Seit der Einführung all dieser Mechaniken stieg die Anzahl von Raubkopien. Und natürlich ist das Internet ein Faktor, welches die Piraterie im großen Stil unterstützt. Den Fehler auf nur einer Seite der beteiligten Parteien zu suchen ist jedoch keinesfalls förderlich.


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