Mögliche Trendwende bei Edel- und Basismetallen

(PresseBox) (Herisau, ) Die allgemeine Talfahrt an den internationalen Rohstoffmärkten scheint vorerst gestoppt. Mit Beginn des Herbstes konnten die Preise mancher Metalle, Mineralien und Grundstoffe zwar leicht zulegen, mussten die Gewinne aber dann noch einmal abgeben. Stabilisierung konnte man aber in den vergangenen Monaten u.a. bei Gold und Silber ausmachen, wobei hier die Abwertung der chinesischen Währung am 11. August und die dadurch verursachte Erschütterung der Weltbörsen beitrug. Nach Ansicht von Experten könnte die unsichere chinesische Währungspolitik auch in naher Zukunft noch zu einer vermehrten privaten Goldnachfrage im ‚Land der Mitte‘ führen. Zudem scheinen auch verstärkte Goldkäufe der chinesischen Zentralbank möglich, die laut offiziellen Statistiken bislang nur 1,6 % ihrer Währungsreserven in Gold hält. Auf der Angebotsseite sollte sich dagegen verstärkt die Finanznot zahlreicher Goldminenbetreiber bemerkbar machen, die bereits dazu geführt hat, dass das Produktionswachstum der Branche seinen Höhepunkt überschritten zu haben scheint. Außerdem sollten sich hier langfristig auch die abnehmenden Explorationsbemühungen auf das Angebot auswirken. Eine exakte Prognose der Preisentwicklung bleibt jedoch schwierig, da bekanntlich bei Gold und auch bei Silber der Einfluss des spekulativ agierenden Finanzsektors größer ist als der realwirtschaftlicher Entwicklungen.

Aber dennoch: Die Verwerfungen an den Aktienmärkten haben in den vergangenen drei Wochen immer mehr Kapital in das arg gebeutelte gelbe Edelmetall getrieben. Gestern (26.01.2016) gelang dem edlen Metall dann endlich auch charttechnisch ein Befreiungsschlag. Eine wichtige Hürde, die bei einem Preis von 1.110 USD pro Unze lag, konnte von unten nach oben durchbrochen werden, was einen Run bis zur 200 Tage-Linie nach sich ziehen könnte. Die 200 Tage-Linie verläuft aktuell bei 1.133 USD. Eine weitere interessante charttechnische Formation bildete sich auch im Tageschart. Hier konnte eine sogenannte „Untertassen“-Formation ausgebildet werden, die mit einem nachhaltigen Ausbruch enormes Aufwärtspotenzial versprechen könnte.

Auch Silber kann seit längerem mal wieder Glänzen. Nach dem noch vor wenigen Wochen ein neues Tief bei 13,61 USD je Feinunze verkraftet werden musste und Silber so günstig wie zuletzt vor fünf Jahren war, konnten nun wieder steigende Notierungen beobachtet werden. Im Bereich von 14,- USD tendierte der Rohstoff eher seitwärts, bevor es nun in Richtung 14,50 USD ging.

In den vergangenen Tagen kam es aus charttechnischer Sicht sogar zu einem, wenn auch zunächst kleinen, positiven Signal. Dennoch wurde immerhin die kurzfristige Dreiecks-Formation, welche sich seit Dezember ausgebildet hat, nach oben verlassen. Damit generiert Silber ein Lebenszeichen und könnte nun weiter in Richtung Norden marschieren.

Profitieren sollten von steigenden Edelmetallpreisen vor allem die Produzenten.

Endeavour Silver (ISIN: CA29258Y1034 / TSX: EDR - www.commodity-tv.net/... -) zum Beispiel kann mit seinen drei produzierenden Silberminen in Mexiko auf steigende Produktionszahlen blicken. So lag die Silberproduktion im Jahr 2015 mit knapp 7,2 Millionen Unzen Silber und rund 60.000 Unzen Gold über den Prognosen. Ein viertes Projekt soll, so Endeavour Silver, bald hinzukommen.

Auch der in Simbabwe erfolgreich agierende Goldproduzent Caledonia Mining (CA12932K2020 - http://www.commodity-tv.net/... -) ist sehr interessant. An Caledonia sind auch die Einheimischen beteiligt, deren Unterstützung somit gesichert ist. Im dritten Quartal 2015 wurden rund 11.000 Unzen Gold ans Tageslicht gebracht und die Ressourcen konnten kürzlich nicht unerheblich gesteigert werden. Caledonia bezahlt seinen Aktionären bereits eine Dividende.

Klondex Mines (ISIN: CA4986961031 / TSX: KDX - www.commodity-tv.net/... -) ist ein Junior-Silber-Gold-Bergbauunternehmen und besitzt in Nevada die ,Fire Creek‘ und ,Midas-Mine‘, sowie eine Verarbeitungsmühle. Durch neueste Bohrungen konnten zusätzliche Vererzungen auf beiden Projekten festgestellt werden. Der historische ,Midas‘-Minendistrikt ist bekannt für Goldfunde. Ferner meldete das Unternehmen im vergangenen Dezember die Übernahme der ,Rice Lake‘-Mine von San Gold.

Timmins Gold (ISIN: CA88741P1036 / TSX: TMM ), die sich bereits innerhalb der letzten Wochen von ihren Tiefständen um bis zu 72 % erholen konnte, betreibt die ,San Francisco‘-Goldmine. Derzeit konzentriert sich die Führung von Timmins Gold allerdings mehr auf das ,Ana Paula‘-Goldprojekt im südlichen Mexiko, das bisher eine Ressource von fast zwei Millionen Unzen Gold beherbergt. Die Aussichten scheinen dort sehr vielversprechend zu sein. Der neue Timmins CEO plant bei derzeitigen Goldpreisen die Produktion der ,San Francisco‘-Mine im Jahresverlauf still zu legen und erst wieder bei höheren Goldpreisen hoch zu fahren.

Auch der Lohnmühlenbetreiber Inca One (ISIN: CA4528X1078 / TSX: IO - http://www.commodity-tv.net/... -) hat bestimmt nichts gegen höhere Edelmetallpreise einzuwenden, wenngleich das Unternehmen relativ autag vom Goldpreis agiert. Inca One verarbeitet in Peru in seiner ,Chala One‘-Anlage das Erz vieler kleiner Goldsucher.

Auch bei den Basismetallen liegen die Preise noch unter dem Vorjahresniveau, da die globale Nachfrage im vergangenen Jahr hinter den Erwartungen zurückblieb. Vor allem die sich verlangsamende wirtschaftliche Entwicklung in China, die Turbulenzen auf dem dortigen Aktienmarkt sowie die bereits erwähnte Abwertung des Yuan drückten im 4. Quartal auf die Preise. So brach bereits der Markt für Kupfer zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2015 spürbar ein. Die daraus resultierende Ankündigung einiger Großproduzenten wie Grupo México, Freeport McMoran oder Glencore, die ihre Kupferproduktion drosseln, konnte dem Abwärtstrend jedoch, wenn auch nur kurz, halbwegs Einhalt gebieten. Nach Ansicht der RBC dürfte der Angebotsüberschuss bei Kupfer noch anhalten. Aber Spätestens ab 2017 rechnen die Analysten von Kanadas größtem Bankhaus damit, dass die wieder anziehende Nachfrage angesichts der weiter sinkenden Förderung das Angebot übersteiget.

Davon sollte dann auch Altona Mining profitieren. Die Australier (ISIN: AU000000AOH9 - http://rohstoff-tv.net/... -) besitzen auf ihrer riesigen australischen ,Cloncurry‘-Liegenschaft das bereits genehmigte ,Little Eva‘-Kupferprojekt. Mit dem finanzstarken Partner Sichuan Railway Investment Group an seiner Seite, dürfte die weitere Entwicklung des Projektes zügig voranschreiten.

Auch Cyprium Mining (ISIN: CA35833Q1019 - http://www.commodity-tv.net/... -) sollte von höheren Edel- und Basismetallpreisen profitieren. Denn: Cyprium verfolgt ehrgeizig Pläne, ehemals produzierende Minen in Mexiko wieder zu lukrativen Produktionsstätten zu machen. Mit den Einnahmen aus einer Fremderzverarbeitungsanlage finanziert Cyprium Mining unter anderem die ,Potosi‘-Silber- und Kupfermine in Nordmexiko. Diese umfasst 684 Hektar Land und setzt sich aus vier benachbarten Konzessionen zusammen.

Etwas anders stellt sich die Lage bei Nickel dar. Höhere chinesische Erzreserven und ein größeres Angebot der Philippinen drückten hier zuletzt zusammen mit dem Abbau der chinesischen Bestände von affiniertem Nickel sowie einem schwachen Edelstahlmarkt auf die Weltmarktpreise, die somit nicht vom weiterhin geltenden indonesischen Rohnickel-Exportverbot profitieren konnten. Ein Absinken der in den vergangenen Jahren teilweise noch zweistellig gewachsenen Produktionsraten war die Folge. Für 2016 rechnen die RBC-Experten allerdings wieder mit einem Anstieg der Produktion, da dann einige neue indonesische Werke für ‚Nickel Pig Iron‘ (NPI), einer überwiegend aus Laterit-Erz gewonnenen Ferronickel-Legierung mit vergleichsweise geringem Nickelgehalt, die als kostengünstiger Ersatz für reines Nickel bei der Edelstahlfertigung verwendet wird, in Betrieb gehen. In Anbetracht dessen, sowie mit Blick auf die diesjährige negative Preisentwicklung, haben die Analysten ihre Nickelpreisprognosen für die kommenden Jahre stark zurückgenommen. Allerdings halten sie schon im nächsten Jahr einen Nachfrageüberhang für möglich, sollte sich die Edelstahlnachfrage wie gehofft erholen.

Ein Angebotsdefizit könnte auch schon bald bei Zink drohen, zumal im August vergangenen Jahres mit der australischen ‚Century‘-Mine eine der größten Zinkförderstätten der Welt ihren Betrieb eingestellt hat. Zudem rechnen die RBC-Experten in diesem Jahr mit einem Anstieg der Zinknachfrage um 4,3 %. Spätestens ab 2017 ist daher aus ihrer Sicht – selbst bei einer von ihnen prognostizierten Nettozunahme der Produktion – mit einem akuten Lieferengpass zu rechnen, der zu einem massiven Abbau der Lagerbestände und einem deutlichen Preisanstieg führen dürfte. Zwar haben die RBC-Analysten auch hier aufgrund der zuletzt schwachen Preisentwicklung ihre Prognosen leicht nach unten korrigiert, für die kommenden 12 Monate bleibt Zink jedoch weiterhin einer ihrer bevorzugten Rohstoffe.

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