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Endeavour Silver nennt Produktions- und Kostenziele für 2016

(PresseBox) (Herisau, ) Der im westkanadischen Vancouver beheimatete Silber- und Goldproduzent Endeavour Silver (ISIN: CA29258Y1034 / TSX: EDR - http:// http://- www.commodity-tv.net/c/mid,34988,Mines_und_Money_London_2015/ -) hat in dieser Woche die diesjährigen Produktions- und Kostenziele seiner drei mexikanischen Minen veröffentlicht. Vor dem Hintergrund der weiterhin schwachen Edelmetallpreise plant das Unternehmen demnach seine Silberproduktion in diesem Jahr zu drosseln, um dadurch eine substanzielle Reduzierung der Gesamtförderkosten (‚All-in sustaining costs‘) zu erreichen, ohne jedoch die weitere Generierung freien Cash-Flows zu gefährden. Konkret möchte die Gesellschaft zwischen 4,9 und 5,3 Mio. Unzen Silber sowie 47.000 bis 52.000 Unzen Gold fördern, was einer Silberäquivalentmenge von ca. 7,9 bis 8,5 Mio. Unzen entsprechen würde. In den vergangenen beiden Jahren war die Gesamtförderung mit 11,6 Mio. (2014) bzw. 11,4 Mio. (2015) Unzen Silberäquivalent noch rund 40 % höher ausgefallen.

Der Schwerpunkt der Produktion soll auch 2016 auf der im Bundesstaat Durango befindlichen ‚Guanaceví‘-Mine liegen, die nach wie vor an ihrer Kapazitätsgrenze von 1.200 Tonnen Gestein pro Tag operieren und dabei vor allem Erz aus den drei Hauptvorkommen ‚Santa Cruz‘, ‚Porvenir Norte‘ und ‚Porvenir Centro‘ verarbeiten wird. Explorationen unter Tage sowie der weitere Minenausbau sollen wie bisher durch den Cash-Flow der Förderstätte finanziert werden. Ferner steht eine ergänzende Minenentwicklung zur Genehmigung an. Der zusätzliche Ausbau steht allerdings noch unter Finanzierungsvorbehalt.

In der ‚Bolañitos‘-Mine in der Provinz Guanajuato will das Unternehmen 850 Tonnen Erz pro Tag fördern, das vor allem aus dem ‚LL-Asunción‘-Vorkommen stammen soll. Die dazugehörige Verarbeitungsanlage möchte man – zumindest in der ersten Jahreshälfte – in der Nähe ihrer Kapazitätsgrenze von 1.600 Tonnen pro Tag betreiben, da dort noch ca. 75.000 Tonnen auf Halde liegendes Erz zur Verarbeitung anstehen. Weitere Explorations- oder Ausbaumaßnahmen sind angesichts des aktuellen Marktumfeldes hingegen zunächst nicht geplant. Dies könnte sich jedoch ändern, sollten sich die Metallpreise im Jahresverlauf noch verbessern.

Bei der ebenfalls in Guanajuato gelegenen ‚El Cubo‘-Mine will man zunächst die 5 bereits erschlossenen Erzadern ‚V-Asunción‘, ‚Dolores‘, ‚Villalpando‘, ‚San Nicolas‘ und ‚San Cecilia‘ weiter abbauen. Da deren Aufkommen jedoch in den nächsten Monaten kontinuierlich zurückgehen dürften, ist geplant, sich im weiteren Jahresverlauf nur noch auf das ‚V-Asunción‘-Vorkommen zu konzentrieren, bevor dann im 4. Quartal eine Überführung der Anlage in einen Wartungs- und Instandsetzungsmodus vorgesehen ist.

Endeavours CEO Bradford Cooke begründete diese Entscheidung in einer Stellungnahme wie folgt: „Unsere ‚Guanaceví‘- und ‚Bolañitos‘-Minen sind bei den derzeitigen Metallpreisen weiterhin profitabel, aber die ‚El Cubo‘-Mine verliert trotz unser erfolgreichen Bemühungen, den Betrieb zu erweitern und die ‚Cash‘-Betriebs- und Gesamtförderkosten drei Jahre in Folge zu reduzieren, nach wie vor Geld. Deshalb planen wir in diesem Jahr die erreichbaren Reserven von ‚El Cubo‘ abzubauen und haben die dortigen Investition in Exploration und Minenausbau zurückgestellt, bis sich die Metallpreise verbessern.“

Außerdem hob der CEO bei der Gelegenheit noch einmal das große Potential der neuen ‚Terronera‘-Silber-Gold-Liegenschaft im Bundesstaat Jalisco hervor, die man in diesem Jahr weiterhin aggressiv explorieren und entwickeln wolle, um deren Wirtschaftlichkeit selbst beim derzeitigen Preisniveau signifikant steigern zu können. Deshalb werde man auch die geplante vorläufige Machbarkeitsstudie vorerst verschieben, bis die nächste Evaluationsphase im Laufe des Jahres abgeschlossen sei. Darüber hinaus wolle man weiterhin nach Fusions- und Übernahmemöglichkeiten Ausschau halten und gegebenenfalls die niedrigen Edelmetallpreise für den Erwerb einer wertsteigernden neuen Mine oder eines entsprechenden Entwicklungsprojektes nutzen.

Hinsichtlich der konsolidierten Förderkosten (‚Cash costs‘) unter Berücksichtigung der Erträge aus dem Nebenprodukt Gold rechnet man bei Endeavour im diesem Jahr ansonsten mit einem leichten Anstieg auf 8,- bis 9,- USD pro Unze Silber. Grund für diese Steigerung sollen dabei in erster Linie die zu erwartenden niedrigeren Einnahmen aus dem Goldverkauf sein. Auf Ko-Produkte-Basis geht man daher von 10,50 bis 11,50 USD pro Unze Silber sowie 800,- bis 850,- USD pro Unze Gold aus.

Die Gesamtförderkosten auf Beiprodukte-Basis sollen dagegen wegen des schwächeren Peso-Kurses sowie der angekündigten Einsparungen bei den Erhaltungs- und Explorationsausgaben mit 12,- bis 13,- USD pro Unze Silber deutlich unter den Zahlen des Vorjahres liegen. Abzüglich der nicht zahlungswirksamen Posten der Kalkulation wie etwa aktienbasierte Vergütungen geht man sogar nur von einem ‚All-in sustaining‘-Kostenrahmen von 11,50 bis 12,50 USD pro Unze aus. Auf Ko-Produkte-Basis dürften sich die Kosten demnach auf 13,- bis 14,- USD pro Unze Silber sowie 950,- bis 1.050,- USD pro Unze Gold belaufen, wobei die direkten operativen Kosten bei 77,- bis 81,- USD pro Tonne Gestein liegen sollen.

Trotz der bereits genannten Sparmaßnahmen will das Unternehmen dieses Jahr insgesamt noch 11,3 Mio. USD in die ‚Guanaceví‘-Mine investieren, die hauptsächlich in die Minenentwicklung fließen sollen. Auf diese Weise möchte man bereits erfasste Reserven erschließen sowie gemessene bzw. angezeigte Ressourcen in Reserven umwandeln. Zudem behält sich die Gesellschaft vor, weitere 4,5 Mio. USD für die zusätzliche Entwicklung der ‚Guanaceví‘-Mine bereitzustellen, sofern eine Finanzierung aus bestehenden Quellen dies ermöglicht. Des Weiteren plant das Unternehmen noch 2,5 Mio. USD für Explorationsbohrungen im Bereich der ‚Guanaceví‘-Mine sowie für die Aufrechterhaltung von Konzessionen in anderen Regionen Mexikos ein. Sofern entsprechende Mittel aus vorhandenen Quellen aufgebracht werden können, will man außerdem noch 7 Mio. USD in zusätzliche Explorationen, Erkundungsmaßnahmen sowie den Erwerb von Land – vor allem im Umfeld der ‚Terronera‘-Liegenschaft – investieren. Allerdings sind sowohl bei der ‚Bolañitos‘- als auch bei der ‚El Cubo‘-Mine vorerst keine weiteren Investitionen vorgesehen, solange nicht aufgrund höherer Metallpreise ein größeren freier Cash-Flow generiert werden kann.

In Bezug auf seine weitere Finanzierung konnte Endeavour schließlich noch eine vorläufige Einigung mit der Bank of Nova Scotia vermelden, wonach eine ausstehende Kreditlinie von 22 Mio. USD in ein 2-jähriges Darlehen mit Rückzahlung in vierteljährlichen Raten und Endfälligkeit am 31. Dezember 2017 umgewandelt werden soll. Eine erste Tranche von 3 Mio. USD habe die Gesellschaft bei Unterzeichnung der neuen Vereinbarung bereits überwiesen. Bis zur genannten Endfälligkeit seien entsprechend weitere vierteljährliche Zahlungen in Höhe von 2,5 Mio. USD eingeplant. Das Geld hierfür solle voraussichtlich überwiegend aus dem laufenden Cash-Flow, aber auch aus einer zu erwartenden mexikanischen Mehrwertsteuerrückerstattung von 16,5 Mio. USD sowie bestehenden Finanzierungsmitteln stammen.

Abschließend wies das Unternehmen noch auf einen Fehler bei den in der vergangenen Woche vorgestellten Ressourcenschätzungen für die ‚Guanaceví‘-Mine hin. Zwar seien die Gesamtangaben hinsichtlich der einzelnen Ressourcenarten korrekt gewesen, jedoch habe man versehentlich falsche Informationen bei den Tonnenangaben, den Edelmetallgehalten und den Unzenzahlen verbreitet. Die richtigen Zahlen lauten demnach wie in der Tabelle dargestellt.

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