Wechselmöglichkeit für Verbraucher

Bundeskartellamt: Mehr Wettbewerb bei Wärmepumpen-Strom

(PresseBox) (Holzminden, ) Wer sich bisher für eine Wärmepumpe entschieden hat, hatte bei der Auswahl des Stroms für die Umweltheizung so gut wie keine Wahl. Außer dem örtlichen Stromversorger gab es in der Regel keinerlei Wettbewerber, die den Strom für Wärmepumpen angeboten haben. Diese Tatsache hat das Bundeskartellamt jetzt untersucht und für gesetzeswidrig befunden - und ab sofort die Voraussetzungen für mehr Wettbewerb geschaffen. "Das Missbrauchsverfahren hat geholfen, Transparenz in die Preisgestaltung zu bringen. Dank dieser Entwicklung wird sich die Situation für Wärmepumpen- Nutzer in Zukunft erheblich verbessern", ist sich Holger Thamm, Verbandsexperte von STIEBEL ELTRON, sicher. "Aufgrund des einfacheren Marktzugangs für Wettbewerber ist zu erwarten, dass sich die Zahl der Anbieter deutlich erhöht."

Die bisherige Monopolstellung örtlicher Energieversorger resultierte etwa aus der Tatsache, dass anderen Anbietern die so genannten "Lastprofile" mit wichtigen Konditionen zur Stromlieferung nicht mitgeteilt werden mussten. Ein Anbieter, der bundesweit Heizstrom verkaufen wollte, konnte also nicht kalkulieren - weil er Liefer-Menge und -Zeiten nicht kannte. Das ist ab sofort anders, so dass voraussichtlich in Kürze neue Anbieter auch in dieses Marktsegment drängen werden.

Im Rahmen der nun abgeschlossenen Verfahren des Bundeskartellamtes haben alle untersuchten Unternehmen zugesagt, die folgenden marktöffnenden Maßnahmen umzusetzen:

- transparente Veröffentlichung von Heizstromtarifen im Internet;
- Ermittlung temperaturabhängiger Lastprofile durch den Netzbetreiber;
- transparente Veröffentlichung der Lastprofile im Internet durch den Netzbetreiber.

Dazu der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt: "Durch die strukturellen Verbesserungen wird alternativen Anbietern der Eintritt in die Heizstrommärkte deutlich erleichtert. Das Bundeskartellamt erhofft sich hiervon eine Belebung des Wettbewerbs und zukünftig Wechselmöglichkeiten für die Verbraucher."

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