Software AG mit Gewinnsprung im 3. Quartal

(PresseBox) (Darmstadt, ) .
- Gewinn nach Steuern steigt um 20 Prozent auf 45,6 Mio. Euro
- Gesamtumsatz steigt um 29 Prozent auf 275,3 Mio. Euro
- Servicegeschäft ist Treiber für Umsatz- und Ergebniswachstum
- IDS Scheer ist erfolgreich integriert und liefert wachsenden Ergebnisbeitrag
- Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2010 deutlich angehoben

Die Software AG (Frankfurt TecDAX: SOW) verzeichnete im dritten Quartal 2010 ein deutliches Umsatzplus in allen Geschäftsbereichen. Der Gesamtumsatz lag mit 275,3 Mio. Euro um 29 (währungsbereinigt 22) Prozent über dem Vergleichsquartal des Vorjahres (213,6 Mio. Euro). Insbesondere das Servicegeschäft zog im Berichtsquartal stark an und übertraf entgegen dem normalen saisonalen Verlauf sogar das 2. Quartal 2010. Nach erfolgreicher Integration der IDS Scheer AG zeigt auch dieser Unternehmensbereich wieder steigende Umsätze im Produktgeschäft und im Consulting. Umsatz- und Ergebnisausweis profitierten zudem von Wechselkurseffekten vor allem in Amerika.

Aufgrund der verbesserten Auslastung der Consultants, der Realisierung der Kostensynergien im Zusammenschluss mit IDS Scheer und positiver Wechselkurseffekte im 3. Quartal wuchsen auf Konzernebene das operative Ergebnis, das Ergebnis nach Steuern sowie der Gewinn pro Aktie zweistellig und erreichten erneut historische Rekordwerte. Die Software AG erwartet, dass dieser Trend auch im 4. Quartal anhalten wird und erhöht deshalb die Prognose für das Geschäftsjahr 2010: statt bisher 10-12 Prozent wird nun mit einer Gewinnsteigerung von 18-20 Prozent gerechnet.

Das abgelaufene dritte Quartal 2010 hat die Wachstumsstrategie der Software AG erneut bestätigt. Das Neugeschäft, das unter dem Begriff "Business Process Excellence" die innovativen Softwareprodukte für die Integration von Geschäftsanwendungen und -prozessen zusammenfasst, ist weiter gewachsen (Produktumsatz wM/Aris + 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und liefert steigende Ergebnisbeiträge. Der Zusammenschluss mit IDS Scheer im August 2009 zielte auf Umsatz- und Kostensynergien, die sich im abgelaufenen Quartal erstmals sehr positiv auf das Ergebnis ausgewirkt haben. Der Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereichs Enterprise Process Innovation (IDS Scheer) hat sich mit 14,6 (Vj. 4,5) Mio. Euro mehr als verdreifacht.

"Jetzt, nach der organisatorischen Verschmelzung profitieren wir von den Vorteilen eines deutlich größeren Unternehmens", so Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG. "Das Produktgeschäft mit ARIS erreicht neue Dimensionen und die Chancen für lukrative Beratungsprojekte sind deutlich gestiegen."

Die bereits im 1. Halbjahr 2010 spürbare Nachfragebelebung in Amerika hat sich auch im 3. Quartal fortgesetzt. Getragen von den großen Märkten USA und Brasilien konnte die Software AG in der Region erneut 2-stellige Zuwachsraten verzeichnen. Deutlich besser als im Konzerndurchschnitt hat sich zudem das Geschäft in Deutschland, Australien und Nahost entwickelt.

Wachstum in allen Geschäftsbereichen

Der Geschäftsbereich Enterprise Transaction Systems (Adabas, Natural) zeigte im Verlauf des Geschäftsjahres eine leichte Umsatzerholung. Der Umsatz im abgelaufenen Quartal lag mit 101,4 Mio. Euro fünf Prozent über dem Vorquartal (Q2 2010: 96,3 Mio. Euro) und zwei Prozent über dem des Vorjahres (99,2 Mio. Euro). Im Produktgeschäft liegt der Umsatz bei Lizenzen und Wartung jeweils rund sechs Prozent über Vorjahr. Der Lizenzumsatz zeigt mit 36,6 Mio. Euro gegenüber dem 2. Quartal 2010 (28,0 Mio. Euro) entgegen dem normalen saisonalen Verlauf eine Steigerung von 31 Prozent und erreicht damit wieder die Größenordnung des Rekordjahres 2009.

Der Geschäftsbereich webMethods erzielte im dritten Quartal 2010 mit einem Gesamtumsatz von 86,6 Mio. Euro ein Wachstum von 14 Prozent und zeigte gegenüber dem Vorquartal (Q2 2010) einen normalen saisonalen Verlauf. Eine Reihe von Großprojekten bei Neukunden bestätigt die Strategie, sich im IT-Wachstumsmarkt für Prozessautomation als ein innovativer Marktführer zu positionieren.

Zu dieser Strategie zählt auch die Übernahme der IDS Scheer AG, deren Umsatzbeitrag im Geschäftsbereich Enterprise Process Innovation im 3. Quartal 2010 mit 87,3 (Vj. 38,6) Mio. Euro ausgewiesen wird. Davon entfallen 23,4 (Vj. 10,4) Mio. Euro auf das Produktgeschäft, 63,9 (Vj. 28,2) Mio. Euro auf IDS Scheer Global Consulting. Der Anstieg zum Vorjahr ist zum Teil konsolidierungsbedingt. Der Anstieg zum Vorquartal (Q2 2010) um 10 Prozent zeigt aber ein erfreuliches Anziehen des Consulting-Geschäfts.

Operatives Ergebnis belegt erfolgreiche Akquisitionsstrategie

Das gestiegene Geschäftsvolumen insbesondere im Bereich Services, die Nutzung von Synergien und Skaleneffekten aus dem Zusammenschluss mit IDS Scheer sowie eine günstige Wechselkursentwicklung führten im 3. Quartal zu einer Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) um 23 Prozent auf 69,1 (Vj. 56,4) Mio. Euro. Der Gewinn nach Steuern stieg um 20 Prozent auf 45,6 (Vj. 38,1) Mio. Euro zu. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 1,61 (Vj. 1,35) Euro.

"Wir haben nach der Integration der IDS Scheer jetzt das erste Quartalsergebnis in der konsolidierten Organisation vorgelegt und die angekündigten Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis sogar noch übertroffen. Margenverbesserungen und sinkende Kostenquoten insbesondere auch im Servicebereich tragen zunehmend zum Ergebnis bei.", erläutert Arnd Zinnhardt, Finanzvorstand der Software AG. "Das Berichtsquartal erreicht mit einer EBIT-Marge von 25 Prozent bereits wieder ein Niveau, das wir ursprünglich erst für einen späteren Zeitraum geplant hatten."

Die Nettoverschuldung konnte im Berichtsquartal um 42,5 Mio. Euro auf 249,6 Mio. Euro zurückgeführt werden; vor Jahresfrist lag diese Kennziffer noch bei 320,1 Mio. Euro. Das Unternehmen erwirtschaftete im 3. Quartal einen freien Cashflow von 42,6 (Vj. 47,0) Mio. Euro.

Erste 9 Monate 2010 dokumentieren Quantensprung in der Unternehmensentwicklung

Der Konzernumsatz der Software AG erreichte im 9-Monatszeitraum 2010 den Rekordwert von 792,9 Mio Euro (9M 2009: 555,3 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 43 (währungsbereinigt 37) Prozent zum Vorjahr. Der Fremdwährungsumsatz wurde durch die Euro-Schwäche begünstigt; insgesamt erhöhte sich der Umsatzausweis durch Wechselkurseffekte um 30,7 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr stiegen die Produktumsätze im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 474,8 Mio. Euro (9M 2009: 399,4 Mio. Euro). Wartungsumsätze erhöhten sich um 21 Prozent auf 275,1 Mio. Euro (9M 2009: 228,2 Mio. Euro). Lizenzumsätze nahmen um 17 Prozent von 171,2 Mio. Euro auf 199,7 Mio. Euro zu.

Der Geschäftsbereich webMethods erzielte ein Umsatzwachstum von 14 Prozent auf 257,3 Mio. Euro, im Vergleich zu 226 Mio. Euro im 9-Monatszeitraum 2009. Der bei ETS erzielte Umsatz von 286,8 Mio. Euro lag knapp unter dem Vergleichswert des Vorjahres (290,7 Mio. Euro). Der mit IDS Scheer neu geschaffene Geschäftsbereich Enterprise Process Innovation hat im laufenden Geschäftsjahr mit 248,7 Mio. Euro etwa ein Drittel zum Umsatz beigetragen; der Vorjahresumsatz von 38,6 Mio. Euro bezieht sich lediglich auf den Konsolidierungszeitraum (20.08.-30.09.2009).

Auch das Ergebnis des mit IDS Scheer deutlich gewachsenen Unternehmens zeigt ein neues Niveau: EBIT-Wachstum um 26 Prozent auf 174,6 (Vj. 138,8) Mio. Euro; Gewinnwachstum nach Steuern um 20 Prozent auf 111,0 (Vj. 92,7) Mio. Euro. Der freie Cash Flow stieg im 9-Monatszeitraum auf 138,7 (Vj. 119,8) Mio. Euro, ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Finanzverbindlichkeiten wurden zum 30.09.2010 auf 351,2 Mio. Euro zurückgeführt; der Vergleichswert des Vorjahres lag bei 514,5 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote des Konzerns erreichte zum Stichtag 44 Prozent, nach 37 Prozent im Vorjahr.

Die Beschäftigtenzahl im Konzern lag zum Stichtag 30.09.2010 bei insgesamt 5.708 (umgerechnet in Vollzeitstellen), davon 2.089 in Deutschland. Die Vergleichswerte des Vorjahres (6.086/2.196) wurden noch vor der operativen Integration der IDS Scheer AG erhoben.

Gewinnprognose für Gesamtjahr 2010 deutlich erhöht - Umsatzmilliarde wird überschritten

Die Software AG bestätigt die aktuelle Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2010 und erwartet weiterhin einen Gesamtumsatz von deutlich über einer Milliarde Euro. Im Vergleich zum Vorjahr wird ein währungsbereinigtes Wachstum zwischen 25 und 30 Prozent avisiert, wobei der Produktumsatz eine Steigerung zwischen 12 und 15 Prozent erreichen soll.

Aufgrund der verbesserten Auslastung der Serviceberater, degressiver Kostenquoten und der Realisierung der Kostensynergien im Zusammenschluss mit IDS Scheer erwartet die Software AG (auf Basis der 9-Monatszahlen) jetzt eine deutlich höhere Steigerung des Gewinns nach Steuern und pro Aktie. Die neue Prognose für das Gesamtjahr 2010 verspricht ein Gewinnwachstum von 18 bis 20 (vorher 10-12) Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Kennzahlen nach IFRS ungeprüft

Die Analystenpräsentation (in Englischer Sprache) finden Sie hier: http://www.softwareag.com/...

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