Italienischer Ringproduzent kauft neu entwickelte Ringwalzmaschine von SMS group

RAW ecompact® für Forgia Rapida

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Die SMS group hat eine neue Ringwalzmaschine entwickelt und dafür bereits einen ersten Kunden gewonnen. Der italienische Ringproduzent Forgia Rapida aus Bologna hat die SMS group (www.sms-group.com) beauftragt, eine Radial-Axial-Ringwalz­maschine vom Typ „RAW 100/80-3000/480 ecompact®“ zu liefern. Die neue Maschine ist mit elektrohydraulischen Direktantrieben ausgestattet, die an den Walzachsen montiert sind. Der für diesen Anwendungsfall neuartige Einzelantrieb kann den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Ringwalzmaschinen um bis zu 40 Prozent reduzieren.

Die RAW ecompact® für Forgia Rapida wird eine kleinere Ring­walzmaschine im Werk in Bologna ersetzen und Ringe mit Durch­messern bis zu 3.000 Millimetern und bis zu einer maximalen Höhe von 480 Millimetern walzen. Die radiale Walzkraft beträgt 1.000 kN, axial walzt sie mit bis zu 800 kN. SMS group wird die Maschine im Sommer 2016 liefern und installieren. Der Produktionsstart ist für September 2016 vorgesehen. Die kurzen Lieferzeiten, schnelle Montage und Inbetriebnahme sind Bestandteil des neu entwickelten Maschinenkonzeptes. Um die Leistungsparameter zu prüfen und nachzuweisen, kann auf Ringe mit standardisierten Abmessungen zurückgegriffen werden. Ringe aus dem laufenden Produktions­bestand können dabei auch benutzt werden. Das stellt sicher, dass die Maschine in sehr kurzer Zeit ihre volle Leistung erreicht.

„Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser neuen Entwicklung hat uns überzeugt“, sagt Lorenzo Badini, Inhaber von Forgia Rapida, über die Anschaffung. „Wir sind sicher, dass sich diese Investition für uns in kürzester Zeit rechnen wird.“

Die Investitionskosten für die RAW ecompact® sind rund 20 Prozent niedriger als bei konventionellen Ringwalzmaschinen. Hinzu kommt, dass mit der sonst üblichen Zentralhydraulik auch die komplette Maschinen- und Fundamentverrohrung wegfällt. Neben den öko­nomischen Vorteilen ist dadurch auch die Gefahr von Umwelt­belastungen durch austretendes Öl eliminiert. Die RAW ecompact® steht auf einem einfacheren Fundament als herkömmliche Ringwalz­maschinen, die zusätzliche Aufstellfläche für eine separate Hydraulik­station entfällt. Die Betriebskosten verringern sich neben der Ein­sparung bei den Energiekosten auch durch den weitestgehenden Entfall von Hydrauliköl: Das bedeutet eine nennenswerte Einsparung auch bei den Betriebsstoffen. Der Lärmpegel sinkt zudem ebenfalls signifikant. „Wir haben hier keinen komplexen Ölkreislauf mehr, sondern kompakte Elektro-Antriebe, und dafür brauchen wir nicht mehr als zwei Kabel“, sagt Robert Düser aus dem SMS group-Produktbereich Sales Ring and Wheel Rolling. „Eine vergleichbare Ringwalzmaschine gibt es nicht.“

Rund acht Monate hat die SMS group an dem neuen Maschinen­konzept entwickelt. Die RAW ecompact® arbeitet vollautomatisch und CNC-gesteuert. Die Maschine wird inklusive der Steuerungs-Soft­ware „CARWIN“ (Computer Aided Rolling under Windows) und der Technologiesoftware „ROLLTECH Rings“ geliefert. CARWIN steuert den Walzprozess: Nach Eingabe der Zieldaten des zu produzieren­den Rings prüft die Software alle Angaben auf Plausibilität und sorgt anschließend zusammen mit der CNC-Steuerung der Ringwalz­maschine für einen automatischen Walzprozess. Die Software ROLLTECH simuliert den Ringwalzprozess, um die Walzbarkeit geplanter Produkte sicherzustellen und generiert alle Prozesspara­meter: Das Bedienpersonal gibt die Fertigring-Geometrie und den Werkstoff ein, ROLLTECH Rings errechnet anhand hinterlegter Prozessmodelle die geeignete Maschineneinstellung. Die beiden Programme ermöglichen es den Ringherstellern, einmal gefertigte Produkte zuverlässig zu reproduzieren.

SMS group fertigt die neuen Maschinen in unterschiedlichen Bau­größen. Die größte produziert Ringe mit maximalem Außendurch­messer von 3.600 Millimetern bei horizontaler Entladung. Die RAW ecompact® bei Forgia Rapida wird u. a. Ringe für Radialkompres­soren, Kolbenkompressoren und Gasturbinen herstellen. Die jährliche Produktion von Schmiedeteilen des italienischen Herstellers liegt derzeit bei etwa 4.000 Tonnen.
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