Welches VoIP-Gerät ist für welchen Bedarf sinnvoll

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Internettelefonie ist salonfähig geworden. Aufgrund der deutlichen Kostenvorteile und des leichten Umstiegs entscheiden sich nun auch immer mehr Otto-Normal-Verbraucher für VoIP. Der steigenden Nachfrage begegnen die Hardware-Hersteller inzwischen mit einer Vielzahl an VoIP-Geräten – passend zur jeweiligen Ausrichtung des Heimnetzwerks. sipgate gibt einen Überblick, welche Lösungen für welches Nutzerprofil derzeit zur Verfügung stehen.

Voipen mit dem herkömmlichen Telefon

Ein Grund für die steigende Beliebtheit von VoIP ist, dass das analoge Telefon weitergenutzt werden kann. Mit Hilfe eines VoIP-Adapter kann das in fast jedem Haushalt vorhandene schnurgebundene oder DECT-Telefon voipfähig gemacht werden. Die gängigsten Adapter sind die FRITZ!Box Fon ATA von AVM und der TA612V von Netgear, an die jeweils zwei Telefone angeschlossen werden können. Der Handy-Tone 486 von Grandstream, einer der ersten VoIP-Adapter, bieten den Anschluss eines analogen Telefons.
Der Anschaffungspreis liegt je nach Modell zwischen und 60 und 99 Euro.
Der Anschluss des VoIP-Adapter erfolgt direkt am DSL-Modem. VoIP-Adapter sind damit für Kunden sinnvoll, die ihr Heimnetzwerk für VoIP nicht grundlegend verändern wollen.

Einfache Integration mit DSL/VoIP-Kombiboxen

DSL/VoIP-Kombiboxen integrieren in der Regel DSL-Modem, Netzwerkrouter, VoIP-Adapter und gegebenenfalls auch eine Telefonanlage in einem Gerät.
Auch hier kann der Kunde sein vorhandenes Telefon weiternutzen.
Prominentester Anbieter in diesem Segment ist AVM mit den Modellen der FRITZ!Box Fon. Die Vorteile: Der Nutzer kann sowohl VoIP mit der Festnetz-Telefonie koppeln als auch ganz auf Internettelefonie umsteigen. Auch bleiben die bei VoIP nur eingeschränkt erreichbare Sonderrufnummern mittels Hardware-Einstellung über den Festnetz-Anschluss anwählbar. Je nach Modell können ebenfalls ISDN-Telefone angeschlossen werden. Weitere Anbieter sind unter anderem Netgear, Siemens und DrayTek. Preislich liegen die DSL/VoIP-Kombiboxen bei 150 bis 300 Euro, jedoch bieten viele DSL-Provider diese auch subventioniert gegen einen DSL-Vertrag an. Kombiboxen sind für DSL-Neueinsteiger sowie für Ersatzanschaffungen oder bei Grunderneuerung des Heimnetzwerks zu empfehlen.


VoIP-Telefonanlage für gehobene Ansprüche

Telefonanlagen bieten unter anderem den komfortablen Vorteil, dass interne Gespräche geführt, Anrufe übergeben und Rufumleitungen vorgenommen werden können. Inzwischen ist solche Hardware ebenfalls mit VoIP bestückt. So hat unter anderem DeTeWe mit der OpenCom 31 lan ein Gerät entwickelt, das alle Funktionen einer TK-Anlage mit VoIP kombiniert. Anschließbar sind bis zu vier analoge Telefone sowie ein externer ISDN-Anschluss verfügbar. Zusätzlich bietet die DeTeWe-Anlage eine Fallback-Lösung auf ISDN – falls vorhanden – bei einem DSL-Ausfall.
Der Preis liegt bei 129 Euro. Ideal sind VoIP-Telefonanlagen ebenfalls für Wohngemeinschaften, da jeder Bewohner auf einen eigenen VoIP-Anschluss zurückgreifen kann.

Telefonieren mit IP-Telefon

VoIP-Telefone unterstützen Internettelefonie von Haus aus und werden via Netzwerkkabel mit dem DSL-Router verbunden. Äußerlich sind VoIP-Telefone nur durch den an der Rückseite angebrachten LAN-Anschluss erkennbar. In ihrer Bedienung unterscheiden sie sich zum herkömmlichen Festnetz- oder ISDN-Telefon nicht. Nach Eintragung der Zugangsdaten des VoIP-Providers ist das Endgerät einsatzbereit. Ist der Netzwerkrouter auf automatische IP-Adressvergabe eingestellt, sind in der Regel keine weiteren Konfigurationen notwendig. Änderungen werden über die Telefontastatur oder den Webbrowser vorgenommen. Je nach Modell können ein oder mehrere VoIP-Anbieter verwaltet werden. Hersteller sind unter anderem Grandstream, Snom, Thomson, Vlines, Siemens und Zyxel. Für den Einsatz von IP-Telefonen spricht die problemlose Integration über einen vorhandenen Router sowie der Wunsch ein Endgerät auf dem neuesten Stand der Technik zu verwenden.

Drahtlos Voipen per WLAN-Handy

Mit WLAN-Handys können günstige VoIP-Gespräche drahtlos über ein WLAN-Netz geführt werden. Interessant sind WLAN-Handys insbesondere für Nutzer, die an unterschiedlichen Orten – z.B. zu Hause und im Büro – über WLAN-Zugänge verfügen, bei VoIP mobiler sein oder ein Gerät für alle VoIP-Fälle besitzen wollen. So bietet das WLAN-Handy F1000 von UTStarcom insgesamt vier individuell einstellbare WLAN-Profile, die damit das automatische Login in unterschiedlichen WLAN-Netzen ermöglichen. Der Preis liegt bei 169 Euro. Mit neuen WLAN-Handymodellen, auch mit GSM/UMTS-Komponente versehen, ist ab der CeBIT 2006 zu rechnen.

sipgate GmbH

Unter der Marke "sipgate" bietet die indigo networks GmbH, Düsseldorf, seit Januar 2004 als erstes deutsches Unternehmen netzunabhängige Internet-Telefonie für Privat- und Businesskunden an. sipgate.de erlaubt kostenlose Telefonate über das Internet (Voice-over-IP, VoIP) und steht Nutzern kostenfrei zur Verfügung (keine Anschluss-gebühr, keine Grundgebühr, keinen Mindestumsatz). Durch Zusammenschaltungen mit insgesamt elf nationalen und internationalen Partnern können sipgate-Kunden mit mehr als einer Millionen VoIP-Nutzern weltweit kostenlos telefonieren (u.a. freenet.de). Anrufe aus den klassischen Telefonnetzen (Festnetz, Mobilfunk) können an jedem sipgate-Anschluss entgegengenommen werden. Dazu stattet sipgate jeden Kunden mit einer Rufnummer aus – inklusive der geografischen Vorwahl (1.900 deutsche Ortsnetze). Voraussetzung für Internettelefonie mit sipgate.de sind ein Breitband-Internetanschluss und ein SIP-Telefon oder ein analoger Telefon-Adapter (ATA), der herkömmliche analoge Telefone zum Internettelefon macht. sipgate ist ebenfalls in England und Österreich verfügbar .

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