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Auch junge Menschen können an Thrombose erkranken

(PresseBox) (Bayreuth, ) In Deutschland leiden über neun Millionen Menschen an Thrombose. Ein großer Teil von ihnen muss sich deshalb ein Leben lang in Behandlung begeben. Dabei erkranken jedoch keineswegs nur ältere Menschen an der Gefäßerkrankung. So weist fast jeder vierte Jugendliche bereits krankhafte Veränderungen seiner Beinvenen auf. Bei den Altersgruppen über 16 Jahren beläuft sich der Anteil gar auf fast 50 Prozent. Darauf macht die SIMFO GmbH aufmerksam. Das Forschungsunternehmen führt regelmäßig Aufklärungskampagnen an Schulen durch.

"Mit der Thrombose-Vorsorge sollte schon im Jugendalter begonnen werden. Denn durch eine ungünstige Lebensweise können schon in frühen Jahren die Voraussetzungen für eine spätere Erkrankung der Beinvenen entstehen", erklärt Henrike Freier, Venentrainerin bei der SIMFO GmbH. Sie hat jüngst vor Schülern der 8. Jahrgangsstufe der Alexander von Humboldt Realschule in Bayreuth zum Thema Thrombose referiert. Denn als Risikofaktoren gelten unter anderem ungesunde Ernährung, Nikotinkonsum und Bewegungsmangel – sei es durch zu wenig sportliche Betätigung oder durch zu langes Sitzen. Auch die Einnahme von Hormonen wie zum Beispiel der Anti-Baby-Pille kann früher oder später zu einer krankhaften Veränderung der Beinvenen führen.

Häufig unterschätzt werden zudem einige genetische Faktoren, die jeweils das Thrombose-Risiko bei Jugendlichen zusätzlich erhöhen. Die SIMFO GmbH hat in diesem Zusammenhang unter Leitung des Transfusionsmediziners Dr. med. Ulrich Pachmann, Leiter der Laborpraxis Dr. Pachmann im Transfusionsmedizinischen Zentrum Bayreuth (TZB), einen Fragebogen erarbeitet. Durch diesen kann in Kombination mit einem Bluttest – im Rahmen des so genannten thrombotrac®-Verfahrens – das persönliche Thrombose-Risiko ermittelt werden. "Die familiäre Risikobelastung spielt eine große Rolle. Wenn Eltern oder Großeltern an einer Lungenembolie, an einem offenen Bein oder bereits an Thrombose leiden oder erlitten haben, ist das Risiko eines Jugendlichen selbst an Thrombose zu erkranken schon von vorherein höher als bei Altersgenossen, deren Verwandte ersten Grades nicht derartige Erkrankungen aufweisen", erläutert Dr. med. Ulrich Pachmann.

Gemeinsam mit einem Team von Wissenschaftlern hat er mehr als 5.000 aktuelle, wissenschaftliche Publikationen ausgewertet und aus diesen 30 Risiko- aber auch Schutzfaktoren für Thrombose ermittelt. Denn wer schon im Jugendalter vorsorgt, in dem er sich beispielsweise gesund ernährt, auf das Rauchen verzichtet und sich sportlich betätigt, kann sein persönliches Thrombose-Risiko senken. "Da im Krankheitsfall sogar eine Lungenembolie drohen kann, müssen Jugendliche frühzeitig für das Thema sensibilisiert werden. Mit unseren Vorträgen an Schulen leisten wir einen Beitrag hierzu und hoffen auf viele Nachahmer", so Henrike Freier.

Neben der Alexander von Humboldt Realschule haben Mitarbeiter der SIMFO GmbH auch bereits am Richard-Wagner Gymnasium Bayreuth und am Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium Bayreuth entsprechende Vorträge gehalten. Weitere Vorträge sind für den kommenden Herbst und das Frühjahr 2012 geplant.
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Über die SIMFO Spezielle Immunologie Forschung + Entwicklung GmbH

Die in Bayreuth ansässige SIMFO Spezielle Immunologie Forschung + Entwicklung GmbH ist eine medizinisch-biologisch ausgerichtete Forschungseinrichtung mit hoher Kompetenz für personalisierte Diagnostik und Therapie auf naturwissenschaftlicher Basis. Besondere Schwerpunkte bilden die Entwicklung innovativer Analyse-Verfahren zur Auswertung der Patientenspezifischen individuellen Thromboserisikobewertung sowie zur Bewertung zytostatischer Medikamente in der Tumortherapie und der onkologischen Erfolgskontrolle. SIMFO verantwortet zudem federführend den internationalen Vertrieb der beiden Verfahren ThromboTRAC® und maintrac®. Ein weiteres Anliegen der Gesellschaft besteht in der Verbreitung und Verbesserung fundierter gesundheitlicher Informationen für die breite Öffentlichkeit.

Internet: www.simfo.de


Über die Laborpraxis Dr. med. Ulrich Pachmann im Transfusionsmedizinischen Zentrum Bayreuth (TZB)

Unter der Leitung von Dr. med. Ulrich Pachmann entwickelte sich die 1996 gegründete Laborpraxis zu einem bedeutenden transfusionsmedizinischen Forschungszentrum. Als medizinischer Dienstleister arbeitet sie im Auftrag von Patienten sowie Ärzten und Kliniken aller Fachrichtungen. Seine Befunde ermöglichen es, Krankheiten wie Thrombosen und Krebs früher und präziser zu erkennen sowie geeignete Therapiemaßnahmen zu ergreifen.

Seit mehreren Jahren entwickelt sich das Interesse an den Dienstleistungen der Laborpraxis Dr. Pachmann deutlich über Europas Grenzen hinaus. So greifen Kliniken, Ärzte und Labore aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Norwegen, Holland, Italien, den USA und Kanada regelmäßig auf die Expertise der Laborpraxis zurück. Großes Interesse verzeichnet es außerdem aus Vietnam, Russland und den arabischen Ländern.

Internet: www.laborpachmann.de

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