Fußball und Schach

(PresseBox) (Koeln, ) Ich gehöre nicht zu den großen Fußballphilosophen wie Walter Jens oder Sepp Herberger ("Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten").

Aber ich möchte doch ein paar Gedanken beisteuern: Fußball ist Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit, Kampf. Es gibt viele Gemeinsamkeiten zu anderen Sportarten z.B. der Leichtathletik.

Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten zwischen Fußball und Schach sowie anderen Strategiespielen. Lukas Podolski soll gesagt haben "Fußball ist wie Schach. Aber ohne Würfel".

Felix Magath hat sich zeit seines Lebens mit Schach und Fußball befasst."Sowohl im Fußball wie im Schach stehen sich zwei Mannschaften in einem abgegrenzten Feld gegenüber, und das jeweilige Ziel liegt auf beiden Stirnseiten in der Mitte", erläutert Magath."Daraus leiten sich gleiche Taktiken ab." Im Schach sei es das wichtigste Ziel, die Mitte zu beherrschen. "Beim Fußball muss mir das ebenfalls gelingen, denn damit habe ich die Kraft, das Spiel zu entwickeln. So begreift man auch, dass die Position vor der Abwehr ganz wichtig ist. Wenn dieser Raum nämlich dem Gegner zur Verfügung steht, hat er eine unheimliche Kraft, und die Abwehr kann im Grunde wenig machen. Umgedreht müssen die Verteidiger nicht so stark sein, wenn der Raum vor ihnen kontrolliert wird."

Im anspruchsvollen Profifußball stellt der Trainer seine Figuren auf, plant seine Züge und zielt auf das Schachmatt des Gegners.

Doch der Trainer ist nicht allein. Die Spieler interpretieren die Strategie des Trainers oder machen ihr eigenes Ding- denn sie können über die reale Aufstellung auf dem grünen Rasen und die Planung der Spielzüge sowie deren Ausführung entscheiden. Fußball ist ein dynamisches Schachspiel mit mehr als zwei Akteuren.

Sportlicher Erfolg im Fußball hat nicht nur mit körperlicher Kraft zu tun, sondern mit einer strategischen Intelligenz, die z.B. auch im Schachspiel zum Erfolg führen könnte.

Fußball fordert das Gehirn mehr ab als Schach. Die Anforderungen des Fußballs seien "vielfältiger und komplexer" als die Leistung, die das königliche Spiel verlangt, erklärt der Tübinger Neurologe Prof. Hans- Peter Thier. Beim Schachspielen denken die Spieler eindimensional. Fußball ist dagegen vielschichtiger. Der Profifußballer benötigt ein Raum-und Ballgefühl sowie permanente Koordination zwischen Flug des Balls, Bewegung der Gegenspieler, der eigenen Spieler und des eigenen Einsatzes. "Ständig muss der Fußballspieler den Flug des Balls berechnen und seine Gegner dabei im Auge haben."

Hans-Peter Oswald
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