Rechenzentrum - Quo vadis?

Veranstaltung: Rittal IT-Kompetenztage 2010

(PresseBox) (Herborn, ) Wie können Rechenzentren hinsichtlich Energieeffizienz, IT-Sicherheit oder Prozessen optimiert werden? Wie profitieren Unternehmen davon und was sind die Trends? Die zwei IT-Kompetenztage bei Rittal am 30. September und 7. Oktober lieferten hier aufschlussreiche Antworten. Rund 300 Fachbesucher aus fünf Ländern waren an den beiden Tagen zu Gast auf dem Stützelberg.

Die Energiekosten steigen, gleichzeitig wächst der Anteil von Rechenzentren am Gesamtverbrauch. Rechenzentrumsbetreibern bietet sich hier ein effektiver Hebel, mit dem sie die laufenden Kosten unter Kontrolle bringen und ihre Umweltbilanz deutlich verbessern können. Um hier konkrete Möglichkeiten und Chancen aufzuzeigen, lud Rittal insgesamt rund 300 Kunden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und der Slowakei ein. In Seminaren und Workshops diskutierten sie u. a. mit Experten von HP, Microsoft, IBM sowie Rittal.

Code of Conduct for Data Centres - Anleitung zum Energiesparen!

Die Key Note am 7.10. kam von Jürgen Arnold, Chief Technology Officer von HP EMEA. Er stellte den "Code of Conduct for Data Centres" vor, der 2008 von der EU-Kommission verabschiedet wurde. IT-Hersteller und Rechenzentrumsbetreiber dürfen mit dieser Zertifizierung werben, wenn sie gemäß der Richtlinien des Kodex substanziell Energie einsparen. Rittal ist seit Anfang 2010 als unterstützendes Unternehmen Teil des CoC-Programms der EU und darf damit offiziell das Logo "Endorser" tragen. Während der Code of Conduct in Deutschland noch relativ unbekannt ist, ist er beispielsweise in Großbritannien bereits eine zwingende Voraussetzung für die Auftragsvergabe durch die öffentliche Hand. Arnold fasst zusammen: "Wer sich beizeiten um Energieeinsparung bemüht, kann Millionen sparen. Hierzu müssen aber alle verfügbaren Technologien eingesetzt werden, 'Business as usual' bringt uns nicht weiter."

Frank Koch, Global Infrastructure Architect bei Microsoft, erläuterte im Rahmen eines Praxisbeispiels die sehr energieeffizienten Mega-Rechenzentren des Software-Herstellers. Zentrale Elemente zur Energieeinsparung bei Microsoft sind der Einsatz von Freiluftkühlung sowie ein sehr hoher Standardisierungsgrad. Ralf Dahmer, Bereichsleiter Internationales Projektmanagement bei Rittal, bekräftigt: "Wer die IT-Prozesskosten senken will, muss die Komplexität herausnehmen und die Anzahl der Schnittstellen erheblich reduzieren. Am Markt beobachten wir daher einen deutlichen Konsolidierungstrend unter Rechenzentrumsanbietern." Dahmer sieht dabei anstelle einer produktorientierten Diskussion zunehmend einen Wettbewerb der Konzepte auf Basis von Kundenanforderungen. Zu letzteren gehören neben geringeren Energiekosten auch die Verringerung der Initialkosten.

Ralph Wölpert, Abteilungsleiter Data Center Community bei Rittal, Initiator und Moderator des Events, resümiert: "Das große Interesse an den IT-Kompetenztagen zeigt, dass die Themen Prozessmanagement und Energieeinsparung im Rechenzentrum aktueller denn je ist. Hier sind Hersteller und Service-Dienstleister kontinuierlich gefordert, neue Konzepte und Produkte sowohl für Konzerne als auch für den Mittelstand zu entwickeln."

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