Rheinmetall: Starkes drittes Quartal

(PresseBox) (Düsseldorf, ) .
-Konzernumsatz steigt um 18 % auf 2.720 MioEUR
-Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 205 MioEUR auf 173 MioEUR verbessert
-EBIT-Rendite erreicht plus 6,4% nach minus 1,4% im Vorjahreszeitraum
-Ergebnis je Aktie um 4,25 EUR auf 2,48 EUR gesteigert
-Ergebnisprognose 2010 präzisiert und leicht verbessert

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern setzt seinen erfolgreichen Kurs fort und weist für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2010 ein deutlich gesteigertes Umsatzvolumen und - im Vergleich zum Vorjahr - erheblich verbesserte Erträge aus. Die rundum positive Entwicklung beider Konzernsparten wird sowohl von den kräftigen Wachstumsimpulsen im Automobilsektor getragen als auch von einer fortschreitenden Internationalisierung des Defence-Geschäfts der Rheinmetall AG.

Im dritten Quartal 2010 konnte Rheinmetall an die gute Entwicklung des ersten Halbjahres anknüpfen und sich in beiden Sparten auf den internationalen Märkten sehr gut behaupten. Der Anteil der Auslandsumsätze wurde auf 69% gesteigert, wobei sich auch eine Reihe von Unternehmenszukäufen im Ausland positiv auswirkte.

Das Geschäftsvolumen im Konzern lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 mit 2.720 MioEUR um 18% über dem Vorjahr. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser positiven Entwicklung leistete der Unternehmens-bereich Automotive, der das krisenbelastete Vorjahresniveau beim Umsatz um 31 % übertraf. Der Umsatz im Unternehmensbereich Defence legte um 6 % zu.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) des Rheinmetall-Konzerns stieg in den ersten neun Monaten 2010 um 205 MioEUR auf 173 MioEUR.

Klaus Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: "Nach einem starken Turnaround bei Automotive sind alle Weichen bei Rheinmetall auf profitables Wachstum gestellt. Das starke dritte Quartal bringt uns dazu, das obere Ende unserer bisherigen Ergebnisprognose anzupeilen und damit den Ergebnisausblick zu verbessern."

Rheinmetall Konzern: Ertragskraft durch Automotive deutlich verbessert

Der Konzern weist für die ersten neun Monate eine EBIT-Rendite von 6,4% aus, nach minus 1,4% im Vorjahreszeitraum. Das signifikant verbesserte Ergebnis im Konzern erklärt sich aus einer erneuten Steigerung der Ertragskraft von Rheinmetall Defence und einer erheblichen Ergebnisverbesserung im Automotive-Bereich.

Der Konzernüberschuss belief sich im Berichtszeitraum auf 100 MioEUR und lag damit um 163 MioEUR über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis je Aktie betrug 2,48 EUR, im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es minus 1,77 EUR.

Im September 2010 hat Rheinmetall eine Anleihe begeben, die das Liquiditätspolster nachhaltig stärkt und dem Unternehmen langfristig günstige Zinskonditionen sichert. Der Bond mit siebenjähriger Laufzeit und einem Volumen von 500 MioEUR wurde mit einem Kupon von 4,0% bei institutionellen Investoren im In- und Ausland erfolgreich platziert.

Defence auf nachhaltigem Wachstumskurs

Die ersten neun Monate des Geschäftsjahres von Rheinmetall Defence standen deutlich im Zeichen fortschreitender Internationalisierung und einer zielgerichteten Ausweitung der Geschäftsaktivitäten, zum Beispiel durch das im Mai 2010 gestartete Joint Venture mit der MAN Nutzfahrzeuge AG auf dem Gebiet der militärischen Radfahrzeuge.

Bereits ab Juli 2010 wird die norwegische Simrad Optronics AS in den Rheinmetall-Konzern einbezogen, die das Leistungsspektrum Rheinmetalls insbesondere in dem stark wachsenden Markt für Waffenstationen deutlich erweitert. Im Oktober 2010 wurde die Übernahme der südafrikanischen Laingsdale Engineering (Pty) Ltd. verkündet, die das technologische Portfolio Rheinmetalls bei Zündern ergänzen wird. Das Closing der im März 2010 vereinbarten Übernahme des italienischen Munitionsherstellers SEI SpA wird in den kommenden Wochen erwartet.

Mit 1.264 MioEUR erzielte der Unternehmensbereich Defence in den ersten neun Monaten 2010 einen Umsatzzuwachs von 69 MioEUR oder 6%. Auch im laufenden Geschäftsjahr wird die Umsatzentwicklung im vierten Quartal die jeweiligen Erlöse in den ersten drei Quartalen abrechnungsbedingt deutlich übertreffen.

Im Berichtszeitraum erzielte der Unternehmensbereich Defence ein EBIT von 123 MioEUR und übertraf den entsprechenden Vorjahreswert damit deutlich um 13 MioEUR oder 12%. Nach neun Monaten weist der Unternehmensbereich mit 9,7% eine nochmalige Steigerung bei der EBIT-Rendite aus (Vorjahreszeitraum: 9,2%).

Mit einem starken Auftragseingang von 1.468 MioEUR in den ersten drei Quartalen 2010 erhöhte sich der Auftragsbestand zum 30. September 2010 auf 4.884 MioEUR; er liegt damit um 199 MioEUR oder 4% über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Automotive: Turnaround mit kräftiger Steigerung bei Umsatz und Ertrag

Rheinmetall Automotive erzielte in den ersten neun Monaten Umsatzerlöse von 1.456 MioEUR und übertraf damit den - von der Branchenkrise geprägten - Vorjahreswert um beachtliche 344 MioEUR oder 31%. Neben der weltweiten konjunkturellen Erholung profitierte der Unternehmensbereich auch von Produktanläufen und dem sich weiter verstärkenden Trend zur CO2- und Emissionsreduzierung. Wie schon im vorangegangenen Quartal lag der Umsatzzuwachs bei Rheinmetall Automotive auch im dritten Quartal über den Zuwachsraten der Automobilproduktion in der Triade aus NAFTA-Staaten, Westeuropa und Japan.

Automotive erwirtschaftete im Berichtszeitraum ein positives EBIT von 63 MioEUR, nach einem Verlust von 135 MioEUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Vorjahr waren mit 71 MioEUR Einmalaufwendungen für Kapazitätsanpassungen enthalten. Die EBIT-Rendite beträgt plus 4,3% nach minus 12,1% im Vorjahr.
Die umfangreichen Kostensenkungsmaßnahmen im Jahr 2009 haben die Ertragsstärke von Rheinmetall Automotive nachhaltig verbessert. Daneben schlägt sich in der positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung auch die verstärkte Fokussierung des Unternehmens auf Wachstumsmärkte in Asien, Osteuropa und Südamerika nieder.
Die Dynamik in diesen Märkten kommt in der Geschäftsentwicklung der Joint-Venture-Gesellschaften in China zum Ausdruck, die lediglich mit ihrem anteiligen Ergebnis at equity in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Gesellschaften verzeichneten gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 72%. Die anteiligen Umsätze (50% der Gesamtumsätze) stiegen in den ersten drei Quartalen 2010 um 42 MioEUR auf 99 MioEUR.

Ausblick: Rheinmetall präzisiert Ausblick 2010

Im Konzern erwartet Rheinmetall für das laufende Geschäftsjahr unverändert einen Umsatz von rund 3,9 MrdEUR, nach 3,4 MrdEUR im Vorjahr.
Für den Unternehmensbereich Defence wird einschließlich der Akquisitionen nunmehr ein Umsatzwachstum auf über 2,0 MrdEUR prognostiziert, nach einem Vorjahresumsatz von 1,9 MrdEUR. Die Gründe für die moderate Rücknahme der Prognose von bisher 2,1 MrdEUR liegen in der Verschiebung von Auslieferungen ins nächste Jahr sowie in der wegen fehlender Genehmigungen noch nicht abgeschlossenen Akquisition der SEI SpA.

Rheinmetall geht auch im vierten Quartal 2010 von einer weiterhin positiven Entwicklung der weltweiten Automobilproduktion aus, die saisonal bedingt allerdings schwächer ausfallen wird als in den vergangenen Quartalen. Rheinmetall erwartet für den Unternehmensbereich Automotive jetzt einen Anstieg des Jahresumsatzes auf rund 1,9 MrdEUR, nach 1,5 MrdEUR im vergangenen Jahr. Bisher wurde ein Umsatz von 1,8 MrdEUR prognostiziert.

Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet Rheinmetall für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) einen Ergebniskorridor von jetzt 270 bis 280 MioEUR. Zuletzt wurde diese Ergebnisspanne im August 2010 von 220 bis 250 MioEUR auf 260 bis 280 MioEUR angehoben. Damit präzisiert Rheinmetall die Ergebniserwartung auf die obere Hälfte der bisherigen Spanne und verbessert damit den Ergebnisausblick.

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