Kalt-aktives Plasma setzt neue Maßstäbe in der Oberflächenbehandlung von Kunststoffen

Reinigen, Aktivieren und Beschichten/Metallisieren

(PresseBox) (Regensburg, ) Mit den kalt-aktiven Plasmaverfahren Plasmabrush und Plasmadust präsentiert Reinhausen Plasma auf der K innovative Technologien für die Oberflächenbehandlung von Kunststoffsubstraten. Plasmabrush eröffnet bei der Reinigung und Aktivierung/Modifizierung von Oberflächen neue Anwendungsfelder. Das Plasmadust-Verfahren ermöglicht durch die trockene und lösemittelfreie Beschichtung/Metallisierung qualitäts- und kostenoptimierte sowie umweltverträgliche Prozesse. Darüber hinaus lassen sich Applikationen realisieren, die bisher nicht möglich waren.

Ob Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere oder CFK - zahlreiche aus Kunststoffen hergestellte Bauteile und Komponenten benötigen vor der Weiterverarbeitung wie Verkleben, Beschichten, Lackieren oder Beschäumen eine Reinigung, Aktivierung/Modifizierung der Oberfläche. Dafür bietet die Reinhausen Plasma GmbH mit den Plasmabrush-Systemen PB 1 und PB2 innovative, kalt-aktive Plasma-Werkzeuge, welche die Vorteile von Niederdruck-Plasmaverfahren wie hohe Plasmaaktivität und geringe thermische Materialbelastung mit der einfachen Automatisierbarkeit von Atmosphärendruckplasmen vereinen. Außerdem sorgen die spezifischen physikalischen Eigenschaften des patentierten Plasmabrush-Verfahrens bei der Oberflächenbehandlung von Kunststoffen (z.B. PMMA, POM, PP, PE, PA 6, PA 12, Elastomeren und Silikonen) für ein Plus an Prozesssicherheit und Effizienz. Mit den multigasfähigen Systemen lassen sich darüber hinaus auch Kunststoffe reinigen und aktivieren/modifizieren, die mit herkömmlichen, so genannten "kalten" Atmosphärendruckplasmen nicht behandelt werden können.

Plasmabrush PB1 - sehr temperatursensible Substrate sicher behandeln

Im Gegensatz zu herkömmlichen, bei Umgebungsdruck arbeitenden Plasmaerzeugern zur Oberflächenbehandlung zeichnet sich das Plasmabrush-System PB1 durch eine niedrigere Temperatur, geringere Gasgeschwindigkeit, höhere Spaltgängigkeit und Gasreinheit aus. So beträgt die durchschnittliche Temperatur des nicht-thermischen Plasmas durchschnittlich 70°C bei Umgebungsdruck, was die materialschonende und prozesssichere Behandlung sehr dünner und/oder temperatursensibler Kunststoffe und Kunststofffolien ermöglich. Gleichzeitig lässt sich der PB1 mit niedrigen Gasflussmengen betreiben, durch die eine laminare Strömungsführung entsteht. Der Staudruck vor einer angestrahlten Fläche ist so gering, dass selbst sehr leichte und kleine Teile behandelt werden können. Durch das laminare Fließverhalten breitet sich das Plasma gleichmäßig auf der Oberfläche aus und dringt selbst in kleinste Kavitäten, Hinterschneidungen sowie feinste Spalten ein. Der Plasmabrush eignet sich auch für Anwendungen im Reinraum.

Plasmabrush PB 2 - Highspeed für höchste Produktivität

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 600 Metern/Minute und einer Breite von bis zu 40 mm pro Düse ist der PB2 auf maximale Produktivität und Wirtschaftlichkeit bei der Vorbehandlung von Kunststoffoberflächen ausgelegt. Die Erzeugung des Gasplasmas erfolgt bei diesem System nach dem Inverterprinzip durch eine hochwirksame, gepulste Bogenentladung. Dabei entsteht ein kaltes, nicht-thermisches Plasma mit einer Temperatur je nach Düse zwischen 120 und 250°C unter Umgebungsbedingungen, die ebenfalls unter der konventioneller, "kalter" Atmosphärendruckplasmen liegt. Die turbulente Strömung des Plasmas weist eine Spaltgängigkeit bis 10 mm auf. Einsatzgebiete sind hier beispielsweise die Reinigung und Aktivierung von Kunststoffanbauteilen wie Stoßfänger, Spiegelgehäuse und Embleme vor der Lackierung oder Beschichtung sowie die Behandlung von Kunststoffen vor einer Verklebung mit metallischen Werkstoffen. Um elektronische und optoelektronische Komponenten sicher und beschädigungsfrei zu behandeln, bietet das Unternehmen spezielle Plasmadüsen, die das Plasma zuverlässig potenzialfrei auf die Oberfläche übertragen.

Plasmadust - reinigen, aktivieren und beschichten/metallisieren in einem Prozess

Auf Basis des PB2 hat Reinhausen Plasma die Nanopowder Plasma Deposition-Technologie, kurz Plasmadust, entwickelt. Mit diesem innovativen Verfahren lassen sich Direktbeschichtungsprozesse mit Metall-, Polymer-, Halbleiter- und anderen Schichten auf zwei- und dreidimensionalen Kunststoffsubstraten erstmals komplett ohne Lösemittel, also VOC-frei, durchführen. Ätz- und Beizprozesse, die in der klassischen Oberflächenbehandlung unverzichtbar sind, fallen ebenfalls nicht an.

Für den Beschichtungs-/Metallisierungsprozess werden dem Plasma mittels einer speziell entwickelten Zerstäuber-/Fördertechnologie Pulverpartikel mit einem Korndurchmesser von 100 nm bis 20 µm kontinuierlich agglomeratfrei zugeführt. Ein einstellbarer, homogener Partikelfluss gewährleistet dabei gleichmäßige und reproduzierbare Schichtdicken. Verarbeitbar als Beschichtungsmaterialien sind praktisch alle Stoffe, die in Pulverform gebracht werden können und schmelzbar sind, zum Beispiel Gold, Kupfer, Aluminium, Zinn, Bismut, Tellurit, CIGS, Polymere, Thermoplaste, Glas und keramische Werkstoffe. Außerdem können Legierungen und Materialkombinationen wie beispielsweise Kohlenstoff/Metall, die mit herkömmlichen Beschichtungsverfahren nicht zu verarbeiten sind, abgeschieden werden. Dadurch bietet das Verfahren nicht nur ein sehr breites Anwendungsspektrum, sondern eröffnet Kunststoffen auch neue Anwendungsfelder.

plasmabrush® und plasmadust® sind eigetragene Markenzeichen der Reinhausen Plasma GmbH und werden auf der K 2010 in Halle 11, Stand F47 präsentiert.
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer