Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover in Hameln gegründet: Landkreise und Kommunen wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren

(PresseBox) (Hannover/Hameln, ) Die Region Hannover und 15 weitere benachbarte Landkreise und Kommunen haben sich heute (27.10.2010) zum Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover zusammengeschlossen. Auf Einladung von Susanne Lippmann, Oberbürgermeisterin der Stadt Hameln, verständigten sich die Gründungsmitglieder im Schlosshotel Münchhausen in Aerzen (Landkreis Hameln), auf eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr, Wirtschaft sowie Stadt- und Regionalplanung. Als Vorsitzende des Netzwerks wurde Oberbürgermeisterin Lippmann gewählt. Als ihre Stellvertreter fungieren Heinrich Eggers, Landrat des Landkreises Nienburg, Bernd Hellmann, Bürgermeister der Stadt Stadthagen sowie Prof. Dr. Axel Priebs, Erster Regionsrat der Region Hannover.

In ihrer Begrüßung an die anwesenden Oberbürgermeister und Landräte verwies Susanne Lippmann auf die Stärken des Raumes rund um die Landeshauptstadt Hannover und auf die engen Beziehungen der Landkreise und Kommunen untereinander. Auf die Herausforderung einer globalisierten Welt müsse mit einem Europa der Regionen geantwortet werden. "Im Erweiterten Wirtschaftsraum Hannover wird seit 15 Jahren im Städtenetz Expo-Region und im Forum für Stadt- und Regionalplanung intensiv kooperiert. An diese guten Erfahrungen werden wir anknüpfen", sagte Lippmann. Städte, Landkreise und Region Hannover müssten sich aber noch intensiver abstimmen, um die Entwicklung des Raumes voran zu bringen. Dabei sei das Sprechen mit einer Stimme von besonderer Bedeutung, betonte Lippmann.

Mit der heute vollzogenen Gründung des Netzwerks Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover rücken die Kommunen rund um die Landeshauptstadt noch enger zusammen und positionieren sich als starke Einheit. Diese Ausrichtung ist auch für Prof. Dr. Priebs entscheidend. "Außerdem soll das neue Netzwerk den Aufbau der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg unterstützen", betonte der Erste Regionsrat und erläuterte: "Als dritte teilräumliche Säule der Metropolregion - neben dem Großraum Braunschweig und der Region Südniedersachsen - wollen wir unsere spezifischen Stärken bündeln und aktiv einbringen".

Bei der Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs soll zum Beispiel über eine Ausweitung des Verkehrs- und Tarifverbundes Großraum-Verkehr Hannover (GVH) gesprochen werden. Die Kommunen wollen sich für eine Verbesserung der vorhandenen Infrastruktur und der Verkehrsverhältnisse einsetzen.

Auch beim Thema Logistik soll stärker kooperiert werden. Das erfolgreiche Konsensprojekt zum Einzelhandel wird fortgeführt. Auch eine intensivere Zusammenarbeit im Tourismus, bei Wirtschaftsförderung und Marketing sowie bei der Regionalentwicklung ist angestrebt.

Prof. Dr. Rainer Danielzyk von der Leibniz Universität Hannover und Vorsitzender des Beirates für Raumentwicklung der Bundesregierung hob in seinem Festvortrag die Bedeutung einer abgestimmten Regionalentwicklung zur Stärkung der Lebens- und Standortqualitäten eines Raumes hervor. Das Bilden von Netzwerken sei dabei die zeitgemäße Form eines eng verbundenen und doch flexiblen Zusammenschlusses, so Danielzyk. So könnten ohne großen Apparat Informationen ausgetauscht, Kooperationen geschmiedet und gemeinsame Positionen erarbeitet werden.

Mitglieder im Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover sind die Region Hannover, die Landkreise Celle, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Nienburg, Peine, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel sowie die Städte Celle, Hameln, Hildesheim, Nienburg, Peine, Stadthagen und Walsrode. Die Hauptverwaltungsbeamten der Städte, der Region Hannover und der Landkreise sind in einer halbjährlich tagenden Lenkungsgruppe vertreten, die die strategischen Leitlinien berät. Auf einer jährlichen Regionalkonferenz sind auch Mitglieder der Regionsversammlung, der Kreistage und Stadträte vertreten.

Nach der offiziellen Gründung des Netzwerkes soll es nun zügig voran gehen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Arbeitsgruppen tagen. Eine Geschäftsstelle zur Koordinierung der Aktivitäten soll bei der Region Hannover eingerichtet und von den Mitgliedern des Netzwerks mitfinanziert werden.

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